© Ducati - Der dreifache Weltmeister Troy Bayliss steht bei Ducati nach wie vor hoch im Kurs

Der werksseitige Rückzug von Ducati aus der Superbike-Weltmeisterschaft Ende vergangenen Jahres hat in Italien für Bestürzung gesorgt. In der laufenden Saison ist die Traditionsmarke aus Bologna nurmehr in Form von Privatteams vertreten, wenngleich sehr erfolgreich wie der eindrucksvolle Doppelsieg von Althea-Ducati-Pilot Carlos Checa beim Saisonauftakt auf Phillip Island beweist. Offizielle Begründung für den Rückzug des Werksteams ist, dass man das Potenzial der 1198 ausgereizt habe.

Gemäß Aussagen von Ducati-Präsident Gabriele del Torchio wird unterdessen wird bereits fieberhaft am Nachfolger gearbeitet. Dabei handelt es sich um eine Zweizylinder-Maschine mit 1.200 Kubikzentimetern Hubraum. „In zwei Jahren sollten wir damit soweit sein“, so del Torchio.

Auch der dreifache Superbike-Weltmeister in Ducati-Diensten, Troy Bayliss, kann dies bestätigen. Der Australier ist dem italienischen Hersteller auch nach seinem Rücktritt vom aktiven Rennsport Ende der Saison 2008 eng verbunden geblieben. „Mein Leben hat sich nicht grundlegend verändert. Ich habe die Ducati Superbikes stets vor und während der Saison getestet, war bei allen Events von Ducati und werde nach wie vor von meinen Sponsoren unterstützt“, bekräftigt Bayliss gegenüber ‚Motoblog.it‘.

Bayliss in die Entwicklung eingebunden

In die Entwicklung des neuen Superbikes ist er ebenfalls eingebunden. „Ich darf noch nicht zu viel verraten, aber wir arbeiten hart daran, ein konkurrenzfähiges Bike auf die Räder zu stellen, das die Weltmeisterschaft gewinnen kann“, so Bayliss. Seine eigene Aufgabe beschränkt sich dabei ausschließlich auf das Fahren der Maschine. Von Tätigkeiten im Managementbereich des Projekts will der Australier nichts wissen. „Das Fahren ist nach wie vor das, was ich am besten beherrsche“, sagt er.

Eine aktive Rückkehr über den Job des Testfahrers hinaus schließt der Australier allerdings aus: „Auch wenn ich das sehr gerne tun würde, ich habe inzwischen andere Verpflichtungen, denen ich nachgehen muss.“ Seine langjährige, enge Beziehung zum Rennstall aus Bologna geht laut Bayliss auf das Rennwochenende in Monza 2000 zurück.

„Nach diesem fantastischen Überholmanöver, von dem ich bis heute nicht weiß, wie ich es gemacht habe, nahm mich der Ducati-Teamchef auf die Seite und sagte: ‚Du wirst niemals irgendwo anders hingehen'“. Bayliss hatte damals in einem atemberaubenden Manöver auf der Anfahrt zur ersten Schikane mit Noriyuki Haga, Akira Yanagawa, Pierfrancesco Chili und Colin Edwards nicht weniger als vier hochkarätige Piloten mit einem Schlag überholt.

Text von Mario Fritzsche

Motorsport-Total.com
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