Vittoriano Guareschi, Romano Fenati - © KTM

© KTM – Zu Saisonbeginn durfte Vito Guareschi mit Romano Fenati drei Siege feiern

Als Romano Fenati durch die Siege in Rio Hondo und Jerez zu einem der Titelfavoriten heranwuchs, herrschte in Valentino Rossis VR46-Team eine sehr gute Stimmung.

Doch davon ist wenig übrig geblieben. Fenati sammelte bei den vergangenen sechs Rennen nur 30 Punkte und konnte nicht an seine Leistungen anknüpfen, die er beim Saisonstart ablieferte. Hinter den Kulissen brodelte es. Vor dem Heimrennen in Misano verkündete das Team überraschend die Trennung von Teammanager Vittoriano Guareschi.

Über die Gründe wurde lange gerätselt. Im Rahmen des Rennwochenendes in Misano erklärte Rossi, dass er sich mit Guareschi für die Zukunft nicht einig war. „Wir hatten unterschiedliche Vorstellungen für den Rest der Saison und die kommende Saison. Vor allem bei der Wahl des Motorrads waren wir uns mit Vittoriano nicht einig“, schildert Rossi. Offensichtlich strebte Guareschi einen Wechsel zu Honda an. Das kam für Rossi nicht in Frage.

Es kam zur Trennung. „Es ist sehr schade, weil ich mich mit Vittoriano gut verstehe. Das war und ist so. Wir haben bereits bei Ducati zusammengearbeitet. Ich kenne ihn, seitdem ich 14 Jahre alt bin“, berichtet der Yamaha-Werkspilot, der sich im Guten von Guareschi trennte: „Wir werden auch weiterhin ein gutes Verhältnis haben, mussten uns aber dazu entscheiden.“

Ein Paddock-Insider hat aber eine andere Vermutung: „Es ist ein menschliches Problem. Vito Guareschi ist ein guter Freund von Valentino. Oft gibt es Probleme, wenn Freunde versuchen, miteinander zu arbeiten. Man kommt gut miteinander aus, doch in der Arbeitswelt sieht es anders aus“, erklärt er. „Nach dem Silverstone-Rennen hat er mit Valentino gesprochen. Er meinte, dass die Zusammenarbeit beendet werden sollte, bevor die Freundschaft leidet. Sie waren beide gleicher Meinung.“

Fenatis wechselhafte Leistungen kann sich der Fahrerlagerexperte ebenfalls gut erklären: „Romano hat die Orientierung verloren. Er wusste, dass er Rennen gewinnen kann und beschäftigte sich mit anderen Dingen, wie einem möglichen Motorradwechsel. Er hat die Konzentration verloren. Deswegen unterliefen ihm Fehler und er zeigte schlechte Leistungen. Doch Valentino hat mit ihm geredet und hilft ihm. Fenatis Problem ist, dass er mental nicht so stark ist. Er weiß nicht, wie er am besten mit den Problemen umgeht. Aber er hat sehr viel Talent.“

Text von Sebastian Fränzschky

Motorsport-Total.com
Quelle, Infos, Hintergrundberichte: www.motorsport-total.com/
Motorsport-Total auf Facebook
Motorsport-Total auf Twitter

Dieser Beitrag wurde unter Racing abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *