© Ducati - Valentino Rossi auf der Desmosedici GP11: Es gibt noch viel zu tun

Für Valentino Rossi gestaltet sich der Beginn seines Ducati-Abenteuers nach wie vor schwierig. Nachdem er bei den Testfahrten in Sepang noch weiter hinter der Spitze herfuhr, brachten auch die beiden Testtage unter Flutlicht in Doha keine entscheidende Verbesserung. Stattdessen musste der Superstar an beiden Tagen jeweils einen Sturz hinnehmen und hatte zudem wieder Probleme mit der angeschlagenen Schulter.

Letztere war der Grund dafür, dass Rossi gegen Ende des zweiten Testtages nicht mehr zulegen konnte, da ihm schlicht und ergreifend die Kraft ausging. So konnte er die weichere der beiden Bridgestone-Mischungen nicht mehr probieren, mit der er eigener Aussage zufolge etwas näher an die Spitze herangekommen wäre. Stattdessen stand unterm Strich ein Rückstand von 1,3 Sekunden auf den Schnellsten, Honda-Pilot Casey Stoner, zu Buche.

„Im Moment fehlt mir vor allem beim Bremsen die Kraft“, schildert Rossi gegenüber ‚Motorcycle News‘ sein derzeit größtes Problem. „Als die anderen am Schluss mit weichen Reifen attackiert haben, war ich mit meiner Kraft bereits am Ende. Deshalb liegen wir zurzeit weit zurück.“ Mit Massagen und leichten Übungen in den kommenden Tagen will der „Doktor“ die körperlichen Probleme so gut es geht beheben.

Honda nicht zu knacken

Für das Rennwochenende ist er optimistischer, da die zu erwartende Rundenzahl in Summe unter der bei den Tests zurückgelegten Anzahl liegen sollte. „Ich bin hier an zwei Tagen 100 Runden gefahren. Am Wochenende wird es einfacher werden, da weniger Arbeit ansteht“, sagt er.

Hoffnung schöpft er zudem aus der Performance von Pramac-Ducati-Fahrer Randy de Puniet, dem mit der Desmosedici GP11 lediglich eineinhalb Zehntel auf den drittplatzierten Ben Spies fehlten. Die Hondas fahren momentan ohnehin in einer eigenen Welt. „Um das Potenzial des Bikes zu verstehen, muss man sich Randys Zeit anschauen. Wir können definitiv mehr erreichen, als wir bisher gezeigt haben“, gibt sich Rossi zuversichtlich.

An eine Wiederholung seiner Heldentat aus Welkom 2004, als er beim ersten Auftritt mit der für ihn neuen Yamaha auf Anhieb gewinnen konnte, glaubt der siebenfache Weltmeister der Königsklasse indes nicht. „Meiner Ansicht nach sind die beiden Hondas für alle anderen unerreichbar. Ich hoffe, dass ich mit der zweiten Gruppe mithalten kann“, so die Prognose Rossis für den Saisonstart.

Text von Mario Fritzsche

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