Valentino Rossi © Ducati

© Ducati – 57,614 Minuten kam Valentino Rossi nach dem Sieger ins Ziel

Der Grand Prix in Indianapolis endete für Ducati in einem weiteren Desaster. Valentino Rossi kam 57 Sekunden hinter dem Rennsieger ins Ziel.

In der Anfangsphase musste sich der Italiener sogar gegen die Claiming-Rule-Piloten wehren. Vor genau 16 Jahren ging Rossis Stern mit seinem ersten Sieg in Brünn auf. Ist nun der Tiefpunkt erreicht? „Es war ein sehr hartes Wochenende. Das haben wir aber erwartet, denn schon im Vorjahr war es schwierig. Das ist die schwierigste Strecke für mich.“

„Abgesehen vom Sieg im ersten Jahr war ich nie schnell. Aber auch für Ducati gab es im Vorjahr bei Nicky und allen anderen große Probleme. Diesmal war ich alleine. Es gab viele Probleme. Speziell wenn eine Strecke viele Linkskurven hat, habe ich viel mehr Schwierigkeiten als in Rechtskurven. Es war auch schon in Laguna so. Mit dem 2012er-Modell fühle ich mich in Linkskurven nicht wohl und habe kein Vertrauen. Ich bin auch langsamer als normal“, meint Rossi ernüchtert.

„Positiv ist, dass ich nicht gestürzt bin und nicht der gleiche Fehler wie in Laguna passiert ist. Das ist nicht sehr wichtig, aber wenigstens positiv. Die nächsten zwei Wochen sind für den Rest des Jahres sehr wichtig, weil ich erwarte, dass es in Brünn besser läuft. Brünn ist eine normalere Strecke. Im Vorjahr ist es im Rennen nicht so schlecht gelaufen. Ich bin froh, dass das Rennen sofort im Anschluss kommt. Hoffentlich ist das Resultat dort besser. Dann kommt der Test in Misano, wo wir neue Teile haben werden. Hoffentlich finden wir etwas, damit ich schneller bin.“

In seiner langen Karriere kam es nicht oft vor, dass Rossi im Trockenen fast eine Minute auf die Spitze verlor. „Ich weiß nicht, ob es das schlechteste Rennen meiner Karriere war, denn ich habe schon früh aufgegeben“, meint der neunfache Weltmeister. „In den ersten zwei, drei Runden hatte ich mehrere Vorderradrutscher. Das Problem ist, dass alle schnell sind. Auf die Top 6 fehlten 25 Sekunden.“

„Nach den Rutschern wollte ich nicht schon wieder stürzen. Ich sah, dass ich Siebter war und bin nur mehr gecruist, damit kein Fehler wie in Laguna passiert. Es ist ein sehr großes Desaster. Im Warmup und gestern war es nicht so schlecht, aber im Rennen ist der Hinterreifen zu stark gerutscht. Ich hatte keine Chance. Es ist eine schwierige Situation, aber wir dürfen nicht aufgeben, denn es kommen noch sieben Rennen.“

Sieben Rennen muss sich Rossi noch mit der Ducati abmühen. Dann steigt er wieder auf die Yamaha M1 und hat konkurrenzfähiges Material zur Verfügung. „Das nächste Jahr wird für mich sehr entscheidend, weil ich eine mutige Entscheidung getroffen habe. Ich möchte verstehen, ob ich immer noch ein Topfahrer bin“, streicht er abermals den Grund für seine Entscheidung hervor. „Wenn ich bei Ducati geblieben wäre, wäre ich in einer sicheren Position geblieben.“

„Ich hätte viel Geld bekommen. Wenn ich die M1 gemeinsam mit Lorenzo fahre, muss ich maximal trainieren und alles auf einem Toplevel zusammenbekommen. Es wird sicher schwierig, weil Lorenzo sehr stark ist, aber ich kann sicher einige gute Resultate holen.“

Text von Maximilian Kroiss & Gerald Dirnbeck

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