© Ducati - Valentino Rossi

© Ducati - Valentino Rossi ist nach den ersten Eindrücken von der neuen Ducati begeistert

Die Testfahrten in Sepang sind der erste Tag der Wahrheit für das gebeutelte Ducati-Team. Sollte die neue GP12 nicht funktionieren, dann würde es eine schwierige Saison werden. Nach dem ersten Testtag waren positive Tendenzen zu erkennen.

Nicky Hayden hatte aufgrund seiner noch heilenden Schulterverletzung etwas zu kämpfen, aber Valentino Rossi zeigte sich gut gelaunt. Der neunfache Weltmeister kommt auf der neuen Desmosedici gut klar, fühlt sich wohl und kann attackieren. Auch Änderungen bei der Abstimmung zeigten sofort eine Zeitverbesserung.

Alles in allem ist der Superstar mit dem Auftakt zufrieden. Auf die Bestzeit von Jorge Lorenzo (Yamaha) betrug der Rückstand +0.735 Sekunden. Sepang zählt mit einer Rundenzeit von knapp über zwei Minuten zu den längeren Strecken im Grand-Prix-Kalender. Auf einem kürzeren Kurs müsste der Rückstand theoretisch kleiner ausfallen. „Ich bin glücklich, weil die ersten Eindrücke sehr wichtig sind. Bereits nach den ersten Runde konnte ich feststellen, dass mir das Motorrad gefällt“, sagt Rossi erfreut.

„Ducati hat in kurzer Zeit einen guten Job gemacht“, spendet der „Doktor“ Lob. Die neue GP12 verfügt über einen Alu-Rahmen und nicht mehr über ein Kohlefaser-Chassis. Speziell an der Gewichtsverteilung wurde viel gearbeitet. Das wirkte sich sofort positiv aus. „Das Motorrad ist wunderschön, aber noch wichtiger: Es ist gut zu fahren. Die Sitzposition hat sich stark verbessert. Das Motorrad ist auf der Bremse und am Kurveneingang besser“, schildert Rossi seine Eindrücke.

„Ich konnte gut fahren und mir sind keine Fehler unterlaufen. Es gibt einen Grund dafür. Es bedeutet, dass diese Motorrad gefahren werden kann. Es ist bei Richtungswechseln viel agiler und es neigt weniger zu Wheelies.“ Trotz der positiven Fortschritte gibt es immer noch viel zu tun, wenn man wieder ganz an die Spitze kommen will. „Wir lagen heute sieben Zehntel zurück und wir müssen noch viel arbeiten, bevor wir gewinnen können.“

„Wir müssen einige Bereiche verbessern, wie die Beschleunigung, die Elektronik, die Kraftübertragung und die Abstimmung. Ich würde sagen, dass wir am Ende des Tests eine bessere Einschätzung treffen können“, meint Rossi. „Man darf nicht vergessen, dass dieses Motorrad erst 40 Tage alt ist. Wenn wir am Ende des Tests eine Sekunde Rückstand hätten, wäre es okay, weil wir wissen, dass noch viel zu tun ist.“

Abgesehen vom deutlich besseren Fahrverhalten streicht Rossi noch einen weiteren wichtigen Aspekt hervor. „Eine der besten Erkenntnisse ist, dass dieses Motorrad sehr gut auf Veränderungen reagiert. Dadurch konnte ich die Zeit bei jedem Versuch um ein bis zwei Zehntel senken. Das bedeutet, dass weitere Fortschritte möglich sind.“ Im Vorjahr brachte oft ein kompletter Umbau des Motorrades keine Fortschritte, weil der Motor ein Teil des Rahmens war und man deswegen bei Änderungen stark limitiert war. Auch in diesem Bereich scheint Ducati Fortschritte gemacht zu haben.

Text von Gerald Dirnbeck

Motorsport-Total.com
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