Valentino Rossi

© Ducati - Valentino Rossi und die Ducati-Ingenieure müssen noch viele Probleme lösen

Nach den ersten Testfahrten in Malaysia waren aus dem Ducati-Lager optimistische Worte zu hören, denn die neue GP12 war ein Schritt vorwärts und funktionierte. Der erste Test Anfang Februar hatte aber mehr den Charakter eines Shakedowns.

Nach dem zweiten Sepang-Test ist Ernüchterung eingekehrt. Die Italiener hatten einige Neuheiten im Gepäck, doch nichts funktionierte oder brachte das Motorrad vorwärts. Valentino Rossi fuhr eine persönliche Bestzeit von 2:01.550 Minuten. Das bedeutete einen Rückstand von 1,077 Sekunden auf Weltmeister Casey Stoner (Honda).

Sepang zählt zu den längeren Kursen im Kalender. Auf einer kürzeren Strecke sollte der Abstand theoretisch etwas geringer sein. „Das einzig Positive ist, dass der Rückstand zur Spitze kleiner geworden ist. Die Platzierung selbst ist aber viel schlechter, weil wir nach dem ersten Test hinter den Werksteams von Honda und Yamaha gelegen sind“, vergleicht Rossi. „Alles, was wir hier ausprobiert haben, hat nicht funktioniert. Jetzt liegen wir noch hinter Tech-3-Yamaha und den andren Honda-Piloten. Deshalb machen wir uns Sorgen.“

„Unsere Position ist schlechter als beim ersten Test. Positiv ist, dass wir den Rückstand von 1,2 auf eine Sekunde reduzieren konnten. Trotzdem sind einige Jungs schneller als wir. Meine Rundenzeit war recht gut, aber wir hatten Probleme mit der Front des Motorrades. Wir sind sicherlich nicht glücklich. Abgesehen von der Elektronik versuchten wir andere Probleme zu lösen, wie das Beschleunigungsverhalten, aber wir schafften es nicht. Wir liegen zurück und müssen jetzt konzentriert weiterarbeiten.“

Testfahrer Franco Battaini hat Mitte Februar in Jerez die neue Elektronik getestet. Laut Rossi „funktioniert sie gut und ist eine Hilfe, aber ich kann nicht den richtigen Kurvenspeed halten. Bei der Beschleunigung bewegt sich das Motorrad auch stark. Ich verliere viel zu viel Zeit, wir sind nicht schnell genug. Wir verlieren sechs Zehntel, was sehr viel ist. Wir haben viele verschiedene Dinge ausprobiert. Leider hat nichts der Dinge hier bei diesem Test funktioniert. Das macht mir Sorgen.“

„Ich habe starkes Untersteuern. Ich kann die Bremsphase nicht als Vorteil nutzen. Deshalb muss ich härter bremsen und mein Tempo in der Kurvenmitte ist zu langsam“, spricht der Superstar das Hauptproblem an. Trotzdem versucht Rossi etwas Positives zu finden. „Ich glaube, wir haben uns verbessert, denn ich hatte einige kritische Momente, bei denen ich mit dem alten Motorrad gestürzt wäre.“

„Der Charakter des Bikes ist aus dieser Sicht sehr ähnlich geblieben. Nach dem ersten Test hatte ich mir Sorgen über die Beschleunigungsphase gemacht. Deshalb probierten wir hier einiges aus. Zunächst war ich optimistisch, weil der Rückstand beim ersten Test gut war. Jetzt ist das große Problem, dass wir uns nicht verbessert haben.“

„Die anderen Fahrer haben ihre Schwierigkeiten besser gelöst. Ich kann mit diesem Motorrad nicht schneller und schneller fahren. Wir müssen das verstehen.“ Vor dem Saisonauftakt in Katar (8. April) stehen lediglich noch die Testfahrten in Jerez (23.-25.03.) auf dem Programm. „Jerez ist eine andere Strecke, wo andere Temperaturen herrschen. Dort müssen wir unsere Arbeit verstehen.“ In der Journalistenrunde wurde der Italiener auch gefragt, ob er sich Chancen auf den WM-Titel ausrechnet. Diese Frage beantwortete Rossi lediglich mit einem schallenden Lachen…

Text von Gerald Dirnbeck

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