Valentino Rossi, Marc Marquez © Yamaha

© Yamaha – Rossi bekam die Entschlossenheit von Marquez schon am eigenen Leid zu spüren

Spätestens seit seiner furiosen Fahrt in Brünn, bei der er die Routiniers Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo ziemlich alt aussehen ließ, ist Marc Marquez der Top-Favorit auf den WM-Titel der MotoGP 2013.

Der Rookie mischt die Szene weiterhin gehörig auf und hat sich mit vier Siegen in Folge ein Polster von 26 Punkten an der WM-Spitze geschaffen – mehr als ein Grand-Prix-Sieg. Vor dieser Leistung muss auch der neunmalige Weltmeister Valentino Rossi den Hut ziehen.

„Marc macht einen großartigen Job. Es ist beeindruckend, dass er bei elf Rennen zehn Mal aufs Podium gefahren ist“, sagt Rossi. „Man kann das mit dem ersten Jahr von Kenny Roberts vergleichen. Ich konnte das nicht verfolgen, weil es 1978 war. Aber Kenny kam auch an und war in der Lage, die Meisterschaft im ersten Anlauf zu gewinnen.“

In der Tat ist der US-Amerikaner bisher der einzige Pilot in der Geschichte der Motorrad-Weltmeisterschaft, der gleich im ersten Jahr seiner Teilnahme die größter Klasse (damals 500ccm) gewann. 25 Jahre später kann Marquez in Roberts‘ Fußstapfen treten. Für Rossi steht damit aber noch nicht fest, dass Marquez derzeit auch der stärkste Fahrer im Feld ist, hier sieht er seinen Teamkollegen Jorge Lorenzo ganz vorne. Vielmehr sei die Kombination aus Fahrer und Motorrad derzeit fast unschlagbar.

„Jorge ist sehr stark, vielleicht sogar stärker als Marquez, aber die Kombination Marquez/Honda ist derzeit schwierig zu schlagen. Er nutzt die Honda auf fantastische Weise“, so der Italiener. Nachdem Marquez schon in seiner ersten MotoGP-Saison regelmäßig an der Spitze fährt, befürchten manche Beobachter schon eine Dominanz des Spaniers in den kommenden Jahren.

Rossi hat allerdings einen – nicht ganz ernst gemeinten – Rat, wie man Marquez stoppen kann. „Ich hoffe, dass er sich entscheidet, in der Formel 1 zu fahren“, lacht der Italiener. „Vielleicht wäre das eine gute Idee, ich könnte ihm da Ratschläge geben“, so Rossi, der selbst bereits einen Formel-1-Ferrari getestet hat und zeitweilig mit einem Wechsel in die Königsklasse des Vierradsports in Verbindung gebracht wurde.

Text von Markus Lüttgens

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