Valentino Rossi - © Ducati

© Ducati – Rossi hat am aktuellen Renngeschehen der Königsklasse wenig Freude

(Motorsport-Total.com) – Superstar Valentino Rossi geht mit dem aktuellen Renngeschehen in der Königsklasse MotoGP hart ins Gericht. „Für die Zukunft muss sich unbedingt etwas ändern, denn der jetzige Zustand ist der schlimmste, seit ich MotoGP-Rennen fahre“, schimpft der Ducati-Pilot gegenüber ‚BBC‘ und verweist auf die mangelnde Action und geringe Abwechslung auf der Strecke.

Rossis Kritik ist begründet. Die bisherigen 16 Saisonrennen wurden allesamt von drei Fahrern gewonnen: Jorge Lorenzo, Dani Pedrosa und Casey Stoner. Sechsmal war das Siegerpodest komplett in der Hand dieser drei Piloten. Neben den großen Drei schafften in diesem Jahr nur die beiden Tech-3-Yamaha-Piloten Andrea Dovizioso und Cal Crutchlow, Gresini-Honda-Fahrer Alvaro Bautista und Rossi selbst den Sprung aufs Podium.

So bezeichnet der der siebenfache Weltmeister der Königsklasse den dortigen Ist-Zustand als „langweilig wie nie, denn die Rennen sind ziemlich schlecht“. Rossi betont, dass er seine Kritik nur auf die höchste der drei Klassen im Rahmen der Weltmeisterschaft verstanden wissen will. „Moto3 ist sehr aufregend. Moto2 ist fantastisch. Dann kommt MotoGP und es fällt schwer, wach zu bleiben“, spricht der „Doktor“ einen typischen Motorrad-Sonntag aus Sicht der Zuschauer an und fordert: „Am Produkt MotoGP muss etwas geändert werden.“

Rossi sieht die gegenwärtige Eintönigkeit in der Königsklasse sowohl in der Technik als auch im hohen fahrerischen Niveau begründet: „Das Level ist sehr hoch. Die Bikes und die Fahrer sind sehr schnell, aber zu perfekt.“ In der Tat: Technisch bedingte Ausfälle gibt es in Reihen der Werksteams nur selten und Stürze der Fahrer sind meist auf schwierige Bedingungen wie am vergangenen Sonntag in Sepang zurückzuführen.

Marco Simoncelli wird schwer vermisst
Für die Saison 2013 ist Rossi etwas optimistischer, was den Unterhaltungswert angeht. „Aus der Moto2-Klasse rücken einige gute Fahrer wie Marquez und Iannone nach. Ein schneller Fahrer, der durch sein Auftreten für Unterhaltung sorgt, kann einen großen Unterschied bewirken“, spricht der unangefochtene MotoGP-Publikumsliebling die nächste Generation in der Königklasse an. Marquez sitzt in der Saison 2013 auf der zweiten Werks-Honda neben Dani Pedrosa. Iannone fährt gemeinsam mit Ben Spies im Pramac-Ducati-Team.

Im Zusammenhang mit Piloten, die für Unterhaltung sorgen, vermisst Rossi seinen langjährigen Kumpel Marco Simoncelli ganz besonders. „Sein Tod hat eine große Lücke hinterlassen – sowohl bei mir, bei seinen Freunden, bei seiner Familie als auch im MotoGP-Fahrerlager. Einer der vielversprechendsten Fahrer für die Zukunft, der noch dazu mit viel Herz unterwegs war, ist von uns gegangen“, so Rossi exakt ein Jahr nach dem fatalen Sturz von Simoncelli. Der Ducati-Pilot hat den Lockenkopf aus Cattolica als „mutig und lustig gleichermaßen“ in Erinnerung.

blockquote>Text von Mario Fritzsche

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