Valentino Rossi - © Yamaha

© Yamaha – Wenn die Performance passt, dann will Valentino Rossi weitermachen

MotoGP-Superstar Valentino Rossi ist nach dem ersten Wintertest in Malaysia mehr als zufrieden.

Am letzten Tag belegte er den zweiten Platz, allerdings fehlten 0,976 Sekunden auf seinen Yamaha-Teamkollegen Jorge Lorenzo. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren ist in diesem Jahr mit der Einheitselektronik und den Michelin-Reifen viel neu.

Die Teams und Fahrer müssen viel arbeiten, um sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen. Nach dem Sepang-Test hat Yamaha momentan die Favoritenrolle inne.

Das ist auch für Rossis persönliche Zukunft wichtig: „Für mich ist es eine große Freude und mein Ziel“, lacht der Italiener gut gelaunt. In den kommenden Monaten wird sich entscheiden, ob Rossi die erfolgreiche Karriere beendet, oder doch noch ein weiteres Jahr anhängt: „So wie 2014 werden für mich die Tests und die ersten Rennen wichtig, damit ich mein Potenzial verstehe, ob ich weitermachen kann. Es ist gut, dass ich hier Zweiter und vorne dabei bin. Ich möchte weitermachen, aber nur, wenn ich um die wichtigen Positionen kämpfen kann.“

Deshalb fällt sein Fazit nach den drei Tagen positiv aus: „Ich bin mit diesem Test zufrieden, weil wir sehr gut gearbeitet haben. 2:00,5 Minuten ist auch nicht so schlecht. Es kann natürlich besser laufen, aber Platz zwei ist nicht so schlecht. Wir müssen noch weiterarbeiten. Die große Frage ist, ob wir mit dem 2015er-Bike oder dem neuen weitermachen, denn die 2016er-Version war am Ende nicht so schlecht“, denkt Rossi bereits an den nächsten Test in Australien. „Unsere Ingenieure haben bei der Elektronik sehr gut gearbeitet. Und auch der neue Michelin-Vorderreifen ist ein Fortschritt. Der erste Test war gut.“

Trotzdem musste sich Rossi von Lorenzo distanzieren lassen. Der amtierende Weltmeister war an den drei Tagen klar der schnellere Mann. „Er fährt mehr am Limit und ist schneller, aber es war erst der erste Test“, winkt Rossi ab und vergleicht: „Ich habe im Vergleich zu ihm die schmutzige Arbeit gemacht, denn er hat sich vor allem auf die Performance konzentriert. Trotzdem ist seine Rundenzeit für alle beeindruckend. Ich muss verstehen, wie ich näher herankomme.“

Und wo fand Lorenzo diese Sekunde? „Er ist überall sehr gut. Er bremst sehr hart und fährt sehr schnell in den Kurven“, weiß Rossi nach dem Studium der Telemetriedaten. „Dadurch hat er einen hohen Kurvenspeed. Er ist in guter Form und fährt das Motorrad sehr gut.“ Und passen Lorenzo die Michelin-Reifen besser als Rossi? „Ich weiß es nicht, schwierig zu sagen“, rätselt der Routinier, der vor seiner 21. WM-Saison steht.

Außerdem probierte Rossi am Mittwoch im Gegensatz zu Lorenzo die kleinen Winglets an der Verkleidung aus. Die Form wurde im Vergleich zum Vorjahr etwas verändert, auch wenn sie nicht so wuchtig erscheinen wie bei Ducati. „Ich habe sie probiert. Sie sind interessant, weil die Winglets etwas anders sind. Aber ehrlich gesagt fühle ich keinen Unterschied. Ich bevorzuge das Bike ohne den Flügeln – denn es ist schöner“, lacht Rossi. Ob es weitere Tests mit den Winglets geben wird, bleibt abzuwarten.

Die Testzeiten aus Sepang (Mittwoch):
01. Jorge Lorenzo (Yamaha) – 1:59.580 Minuten (36 Runden)
02. Valentino Rossi (Yamaha) +0,976 (38)
03. Marc Marquez (Honda) +1,303 (45)
04. Cal Crutchlow (LCR-Honda) +1,412 (42)
05. Casey Stoner (Ducati) +1,490 (30)
06. Dani Pedrosa (Honda) +1,581 (48)
07. Danilo Petrucci (Pramac-Ducati) +1,637 (18)
08. Andrea Iannone (Ducati) +1,643 (38)
09. Scott Redding (Pramac-Ducati) +1,649 (42)
10. Maverick Vinales (Suzuki) +1,664 (51)
11. Hector Barbera (Avintia-Ducati) +1,854 (30)
12. Aleix Espargaro (Suzuki) +2,043 (44)
13. Andrea Dovizioso (Ducati) +2,095 (34)
14. Yonny Hernandez (Aspar-Ducati) +2,194 (40)
15. Pol Espargaro (Tech-3-Yamaha) +2,290 (44)
16. Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) +2,338 (65)
17. Loris Baz (Avintia-Ducati) +2,961 (33)
18. Stefan Bradl (Aprilia) +3,212 (44)
19. Katsuyuki Nakasuga (Yamaha) +3,360 (27)
20. Tito Rabat (Marc-VDS-Honda) +3,432 (57)
21. Alvaro Bautista (Aprilia) +3,603 (46)
22. Eugene Laverty (Aspar-Ducati) +3,939 (25)

Text von Gerald Dirnbeck & David Emmett

Motorsport-Total.com
Quelle, Infos, Hintergrundberichte: www.motorsport-total.com/
Motorsport-Total auf Facebook
Motorsport-Total auf Twitter

Dieser Beitrag wurde unter Racing abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *