© Ducati - Valentino Rossi mühte sich in Aragon zu einem glanzlosen zehnten Platz

Valentino Rossi musste in Aragon aus der Box starten, weil er bereits den siebten Motor in dieser Saison in seinem Ersatzmotorrad verbaut hat. Sechs Triebwerke pro Fahrer sind erlaubt. Zu Beginn konnte der Ducati-Fahrer den Nachteil gut kompensieren, machte in der turbulenten ersten Runde gleich drei Plätze gut und fand Anschluss an das große Mittelfeld. In den ersten Runden überholte der Italiener Gegner um Gegner und es sah nach einer guten Aufholjagd aus. Dann stagnierte er jedoch und musste sich am Ende noch Cal Crutchlow (Tech 3) geschlagen geben. Der neunfache Weltmeister führt Reifenprobleme auf den zehnten Platz zurück.

„Es war ein schwieriges Rennen. Wir hatten ein etwas besseres Renntempo erwartet“, sagt Rossi im Anschluss. „In den letzten acht Runden verlor ich viel von meinem Tempo, weil ich große Probleme mit dem Verschleiß des Hinterreifens hatte. Vielleicht war etwas beim Reifen nicht in Ordnung, aber der Reifen war im Ziel komplett zerstört. Ich musste langsamer werden, weil ich große Vibrationen verspürte. Es war sehr schwierig, das Motorrad zu fahren. Mit einem vibrierenden Motorrad kann man nicht so schnell fahren, wie man will.“

Nach diesem Rennen fällt es Rossi auch schwierig, das neue Modell der Ducati, bei dem der Vorderteil aus Aluminium besteht, einzuschätzen. „Es war nicht so schlecht. Das Hauptproblem war an diesem Wochenende der Grip hinten. Im Rennen wurde das mit dem Rennreifen immer größer. Bereits ab der zweiten Runde drehte der Reifen so stark durch, wie wir es im Training nie gesehen hatten.“

„Vielleicht war der Reifen nicht fantastisch. Er war am Ende so zerstört, wie ich es noch nie gesehen hatte. Ich sage aber nicht, dass ich mit einem guten Reifen auf das Podium gefahren wäre.“ Rossi und Ducati sehen die restliche Saison nur noch als Testlauf an. Die Motorstrafe wurde absolviert, weshalb in zwei Wochen in Motegi ganz normal mit zwei Alu-Chassis gearbeitet werden kann. Der Podestplatz in Le Mans bleibt weiterhin die einzige Ausbeute der schwierigen Saison.

„Wir arbeiten immer noch in verschiedene Richtungen. Zuerst kümmern wir uns um Dinge, die nicht soviel Zeit in Anspruch nehmen. Es sieht aber so aus, als hätten wir nicht viel in Ordnung gebracht, denn wir sind immer noch recht langsam“, sagt Rossi klipp und klar. „Abgesehen von ein paar guten Rennen sind wir nicht konstant. Wir müssen weiter arbeiten, damit wir verstehen, wie wir das Gefühl für die Frontpartie verbessern können.“

„Ich kann nicht so schnell fahren wie ich will, und auch nicht so fahren wie ich will. Wir sorgten uns hier um den Grip. Nicky war um 25 Sekunden langsamer als im Vorjahr. Das ist das große Fragezeichen. Das Gefühl für den Vorderreifen ist nicht so schlecht. Auf der Bremse bin ich nicht so schlecht, aber bei Richtungswechseln bin ich weiterhin langsam. Es sieht so aus, als hätten wir nach vielen Rennen nichts in Ordnung gebracht. Wir müssen das wahre Problem verstehen.“

Teammanager und Testfahrer Vittoriano Guareschi sagt über das Rennen, in dem Hayden mit der GP11.1 Siebter geworden ist: „Es war sehr schwierig für uns, aber es war wichtig, weil wir ein Projekt gestartet haben. Es hat zwar zu einer Strafe bei Valentino geführt, aber es war der erste Schritt in die zukünftige Entwicklung der Desmosedici.“

„Wir wissen, dass es für die Fahrer nicht leicht ist, wenn sie wissen, dass die Performance nicht besser ist. Es gibt uns aber große Motivation, unsere Arbeit noch mehr zu beschleunigen. Nicky und sein Team tut auch alles, um so viele Informationen wie möglich über die GP11.1 zu bekommen, obwohl sie nicht die neue Frontpartie haben. Es ist immer noch ein neues Motorrad, bei dem es noch viel Raum für Verbesserungen bei der Abstimmung gibt.“

Text von Gerald Dirnbeck

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