Aleix Espargaro - © GP-Fever.de

© GP-Fever.de – Aleix Espargaro kam in Jerez vor seinem Teamkollegen ins Ziel

Das Suzuki-Werksteam war beim Grand Prix im spanischen Jerez in der Verfolgerrolle.

Aleix Espargaro und Maverick Vinales kamen auf den Plätzen fünf und sechs ins Ziel. Damit war man direkt hinter Yamaha und Honda. Auf Sieger Valentino Rossi fehlten auch „nur“ 14 beziehungsweise 16 Sekunden.

Über weite Strecken hielt Espargaro mit Dani Pedrosa mit und konnte die Suzuki mit der Honda vergleichen. „In schnellen Kurven sind wir stärker, unsere Traktion ist gut“, sieht Espargaro einen Vorteil gegenüber der Honda.

„Beim Motor ist es ähnlich, Dani war auf der Geraden nicht wirklich schneller als ich. Honda hat aber in langsamen Kurven viel mehr Grip. Wenn wir ans Gas gehen, dreht der Hinterreifen stark durch. Dadurch verlieren wir bei der Beschleunigung viel. Das ist sicherlich eine mechanische Sache.“ Vor allem daran will Suzuki beim Test am Montag arbeiten. In der Schlussphase konnte Pedrosa die beiden Suzuki noch abschütteln.

„Ich habe alles gegeben, um Dani einzuholen und Maverick abzuschütteln. In den letzten acht Runden war Dani sehr gut unterwegs und ich konnte ihm nicht folgen. Deshalb war Platz vier nicht möglich“, so Espargaro. „Trotzdem machen wir Fortschritte.“ Insgesamt ist der Spanier nach den schwierigen ersten Rennen mit seiner Leistung zufrieden. Espargaro fuhr vorne mit dem harten Reifen und hinten mit medium.

Dagegen entschied sich Teamkollege Vinales auch vorne für den Medium-Reifen. „Es war ein schwieriges Rennen mit den Reifen. Wir haben an diesem Wochenende kein gutes Setup gefunden“, sagt der jüngere der beiden Spanier nach dem Rennen. Der härtere Vorderreifen wäre für Vinales nicht infrage gekommen: „Nein, weil mit dem harten Vorderreifen konnte ich nicht umlenken. Daran müssen wir beim Test arbeiten.“


Suzuki nur noch knapp hinter der Konkurrenz
Insgesamt zeigt sich, dass Suzuki in diesem Jahr deutlich konkurrenzfähiger ist, aber vor allem Yamaha und Honda noch einen Vorsprung haben. Es geht auch um den Grip, wie Vinales erklärt: „Der Reifen macht einen großen Unterschied. Ich war hinter Dovizioso. Normalerweise ist er sehr gut, aber auch er hatte große Probleme mit den Reifen. Es scheint, dass Yamaha und Honda besser sind. Ich weiß nicht, ob das Motorrad besser lenken muss oder mehr Grip haben muss.“

Teamintern hatte in Jerez Espargaro die Nase vor Vinales. Das war ein wichtiges Ergebnis für Espargaro: „Das war sehr wichtig, denn er hatte einen sehr guten Saisonstart. Jeder redet über ihn, weil er sehr talentiert ist. Ich sehe es auch auf den Daten“, meint er über seinen Teamkollegen. „Wir sind beide je einmal gestürzt und sind nur durch einen Punkt voneinander getrennt. Wir haben sehr gut gearbeitet. Er hat mir nach dem Rennen gratuliert. In der Suzuki-Box herrscht eine gute Atmosphäre. Suzuki macht große Fortschritte. Man war noch nie so nahe an der Konkurrenz dran.“

Und auch Vinales sieht seine Niederlage entspannt: „Im Vorjahr war Aleix hier sehr gut. Die Strecke kommt ihm entgegen. Ich war nicht weit von ihm weg, aber ich wollte am Ende nicht pushen, weil der Vorderreifen am Limit war. Platz sechs ist gut. Trotzdem denke ich, dass wir nicht 100 Prozent aus dem Bike herausgeholt haben. Im letzten Teil des Rennens habe ich ihn eingeholt. Zu Beginn war er sehr gut unterwegs. Aleix hatte für diese Strecke eine bessere Abstimmung gefunden. Ich bin viel gerutscht. Jetzt kommen für mich gute Strecken. Es haben acht Sekunden auf das Podium gefehlt, also müssen wir weiterarbeiten.“

Text von Gerald Dirnbeck & David Emmett

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