Eugene Laverty, Tom Sykes - © Aprilia

© Aprilia – Eugene Laverty meldete sich in Istanbul im Kampf um die WM zurück

Die vier Spitzenpiloten der Superbike-Weltmeisterschaft haben sich auch in Istanbul keine Fehler geleistet. Aprilia-Werkspilot Eugene Laverty meldete sich nach einigen schwierigen Rennwochenenden zurück und gewann beide Läufe.

Durch die 50 Punkte zog der Nordire an Marco Melandri (BMW) vorbei. Doch auch der Italiener holte 33 Punkte und wahrte damit seine WM-Chancen.

An der Spitze der WM konnte Kawasaki-Pilot Tom Sykes seinen Vorsprung auf acht Zähler ausbauen. Der Vizeweltmeister von 2012 wurde im ersten Rennen Dritter und holte im zweiten Rennen den zweiten Platz. WM-Konkurrent Sylvain Guintoli kam bei beiden Läufen direkt hinter Sykes ins Ziel und verlor dadurch sieben Punkte auf den WM-Führenden.

„Zwei starke Rennen, aber es fehlte dennoch etwas“, grübelt Guintoli. „Ich bin nicht sicher, ob es das Tempo oder meine körperliche Verfassung war. Ich erwartete nach den guten Trainings und dem Startplatz in der ersten Reihe ehrlich gesagt etwas mehr von diesem Wochenende. Es war aber kein komplettes Desaster, weil wir nah an Sykes dran waren und ich auf dem Podium stand. Dummerweise ist meine Schulterverletzung nicht so einfach auszublenden.“

Sykes baut Führung aus
Sykes war mit seiner Ausbeute zufrieden, auch wenn er nicht siegen konnte. „Zwei Podestplätze, auch wenn ich zum ersten Mal hier war“, bemerkt er. „Wir hatten nur eineinhalb Stunden auf der Strecke, um gegen zwei Topfahrer zu bestehen, die bereits hier Erfahrungen sammeln konnten. Wir haben zwischen den Rennen zwei oder drei Änderungen am Motorrad vorgenommen. Ich denke, jeder konnte sehen, dass unser Motorrad im zweiten Rennen besser war.“

„Wir begannen das Rennen ziemlich stark. Ich konnte das Rennen anführen, doch unsere Gegner nutzten die Reifen besser. Eugene Laverty konnte mich einholen. Leider ermöglichte es mir mein Paket nicht, am Ende des zweiten Rennens zurückzuschlagen, damit ich um den Sieg kämpfen kann“, bedauert Sykes. „Ich denke, dass wir von diesem Wochenende lernen können. Ich wollte auch das erste Rennen gewinnen und pushte hart.“

„Doch ich fühlte, dass ich über das Limit ging, als ich härter pushte. Die Änderungen, die wir an diesem Wochenende machten, sollten uns bei den kommenden Rennen helfen“, ist sich der Kawasaki-Pilot sicher, der sich über die Entwicklung in der Fahrerwertung freut: „Wir konnten unseren Vorsprung vergrößern.“ Aprilia-Pilot Laverty nahm Sykes in der Türkei 14 Punkte ab. Dadurch konnte er bis auf 26 Punkte an Sykes herankommen. Bei noch drei Rennwochenenden ist alles möglich.

Laverty nutzt die Performance der RSV4

„Meinen letzten Doppel-Erfolg feierte ich 2011 in Monza“, blickt Laverty zurück, der in Istanbul nicht der Favorit war. „Diese beiden Siege fühlen sich besonders gut an, weil ich sie nicht erwartete. Ich bin sehr zufrieden. Das Motorrad war in beiden Läufen perfekt abgestimmt. Besonders gegen Ende der Rennen, als die Reifen nachließen, war das Setup richtig gut. Deshalb konnte ich so viel Vorsprung herausfahren.“

BMW-Pilot Melandri sammelte in Istanbul 33 Punkte und rutschte in der Fahrerwertung auf Position vier ab. Den erhofften Sieg konnte der Italiener trotz der erfolgreichen MotoGP-Bilanz in Istanbul nicht feiern. Dafür konnte Melandri seinen Teamkollegen in der Wertung abschütteln. Chaz Davies kam in Istanbul nicht über einen achten und einen sechsten Platz hinaus und liegt bereits 84 Punkte zurück.

Text von Sebastian Fränzschky

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