Maverick Vinales - © www.suzuki-racing.com

© www.suzuki-racing.com – Maverick Vinales fuhr sich am Donnerstag mit der Bestzeit ins Rampenlicht

Die schnelle Strecke auf Phillip Island stellt den Mut der Motorradrennfahrer auf die Probe, und Maverick Vinales zeigte bereits beim Rennen im vergangenen Oktober, dass er „cojones“ hat.

Gestern beendete der Suzuki-Werksfahrer den ersten Testtag auf dem zweiten Platz, am Donnerstag markierte er die Bestzeit. Kurz vor Ablauf der Zeit brannte Vinales 1:29.131 Minuten in den australischen Asphalt und schnappte seinem Landsmann Marc Marquez Rang eins weg. Mit dieser Runde war Vinales um eine halbe Sekunde schneller als seine beste Rennrunde im Vorjahr.

Außerdem fehlt mit dieser Bestmarke nur noch eine Sekunde auf den bestehenden Rundenrekord. Das zeigt, dass Michelin konkurrenzfähige Reifen gebaut hat, Suzuki Fortschritte gemacht und Vinales sein Talent einmal mehr in die Auslage gestellt hat. Lob gibt es von der Konkurrenz: „Ihm gefällt die Strecke und er fährt hier sehr gut“, sagt Landsmann Jorge Lorenzo. „Vor allem im Vergleich zur Performance von Aleix ist der Unterschied extrem groß. Es ist seine Lieblingsstrecke, das hilft ihm sicher.“

Aleix Espargaro hatte mit der zweiten Suzuki 1,3 Sekunden Rückstand war nur auf Platz 15 zu finden. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Seamless-Getriebe ein großer Unterschied. Momentan schaltet es nur ohne Zugkraftunterbrechung hoch. Aber alleine das hilft dabei, das Motorrad bei Schaltvorgängen in den flüssigen Passagen der Strecke ruhiger zu halten. „Ich hatte heute ein sehr gutes Gefühl mit meiner GSX-RR“, strahlt Vinales. „Wir haben das positive Gefühl von gestern bestätigt.“

Vinales: Konstant gute Pace
Abgesehen von schnellen Runden arbeitete Suzuki hauptsächlich an der Konstanz. „Wir arbeiteten heute in zwei Richtungen. Auf der einen Seite ging es um die schnelle Runde, die mir Platz eins gebracht hat. Die zweite Seite betraf die Entwicklung. Ich konnte mich mit jedem Versuch etwas verbessern. Wir nahmen kleine Veränderungen und keine großen Änderungen vor. Diese Konstanz ermöglichte nicht nur die schnellste Runde, sondern auch ein sehr gutes Gefühl für die Pace.“

„Okay, diese Strecke hat natürlich geholfen, denn hier in Phillip Island fühle ich mich immer gut. Ich liebe die Strecke und kann mich austoben wie ich will. Es ist sehr gut, dass mich die Maschine dabei unterstützt und wir derart konkurrenzfähig sind“, nennt Vinales die Gründe für die gute Leistung. „Auch ich kann mittlerweile dem Team meine Eindrücke viel besser mitteilen. Das Team unterstützt mich auch sehr gut und findet Lösungen für meine Anliegen. Für uns alle ist es ein Lernprozess. Das heutige Ergebnis gibt uns natürlich viel Selbstvertrauen.“

Aleix Espargaro hadert mit sich selbst
Enttäuschend war dagegen die Vorstellung von Espargaro. Was war bei der #41 los? „Kein guter Tag für mich“, seufzt der Spanier und erklärt: „Wir haben verschiedene Dinge ausprobiert, um mein Gefühl zu verbessern. Hauptsächlich haben wir uns auf den Kurveneingang konzentriert. Dort fühlte ich mich überhaupt nicht gut. Vielleicht lag es heute aber auch an mir selbst. Meine Bewegungen fühlten sich heute zu steif an und ich konnte nicht geschmeidig fahren.“

„Ich werde mich heute ausruhen und dann die Situation mit meinem Team analysieren. Ich kann ihnen heute keine Schuld geben. Prinzipiell ist der neue Motor ein Fortschritt und auch die neuen Reifen und das Seamless-Getriebe machen es in vielen Kurven stabiler. Suzuki hat sehr gut gearbeitet, wie man an Mavericks Performance sehen kann. Deshalb muss ich morgen meine Leistung finden und zurückkommen.“ Suzuki-Testfahrer Takuya Tsuda landete auf dem letzten Platz. Der Japaner soll aber keine schnellen Zeiten fahren, sondern die Komponenten der GSX-RR – vor allem das neue Seamless-Getriebe – testen.

Text von Gerald Dirnbeck

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