Jorge Lorenzo, Marc Marquez - © Yamaha

© Yamaha – Jorge Lorenzo und Marc Marquez boten den Fans in Silverstone eine tolle Show

Mit dem Sieg beim Grand Prix von Großbritannien hat Yamaha-Werkspilot Jorge Lorenzo die Siegesserie von Landsmann Marc Marquez beendet.

Der MotoGP-Rookie gewann zuletzt vier Rennen in Folge, setzte sich so an die Spitze der Fahrerwertung und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Dabei profitierte der Honda-Pilot vom Verletzungspech seiner größten Konkurrenten. Teamkollege Dani Pedrosa und Lorenzo zogen sich Schlüsselbeinverletzungen zu.

In Silverstone duellierten sich Lorenzo und Marquez um den Sieg. Dieses Mal hatte der Weltmeister von 2010 und 2012 die Nase vorn. „Es ist gut für den Sport, wenn beide gegeneinander kämpfen“, betont Yamaha-Teammanager Wilco Zeelenberg. „Jorge und Marc sind Kämpfer. Dani hält sich etwas aus den Zweikämpfen heraus. Er ist schnell, muss aber mehr riskieren, wenn er Rennen gewinnen möchte. Er ist aber offensichtlich momentan nicht in der Verfassung dazu. Man sollte nicht vergessen, dass er sich noch von einer Verletzung erholt.“

„Marc gewann vier Rennen in Folge. Dani und Jorge waren aber verletzt. Ich würde Laguna und den Sachsenring nicht als Referenz betrachten, weil beide nicht mitmischen konnten. Doch jetzt sind beide wieder vorn dabei“, ist sich Zeelenberg sicher, der die Hoffnung noch nicht aufgibt, dass Lorenzo in der Fahrerwertung noch zurückschlägt. Sechs Rennen vor dem Ende der Saison liegt der amtierende Weltmeister 39 Zähler zurück.

Lorenzo ist von den Entwicklungen bei Yamaha abhängig. In Japan arbeitet man fieberhaft am neuen Seamless-Getriebe, das noch in der laufenden Saison debütieren soll. Doch auch andere Updates sollen in der Pipeline stecken. „Man muss aufpassen, dass man nicht in einem Bereich etwas verliert, wenn man einen anderen verbessert“, warnt Teammanager Zeelenberg. Doch Yamaha muss nachlegen.

„Jorge versucht, das Maximum aus unserem Paket herauszuholen und die Stärken bei der Kurvengeschwindigkeit und beim Einlenken zu nutzen. Diese Stärken haben wir nicht nur durch unser Chassis. Auch der sanfte Motor der M1 hat daran einen Anteil, besonders in Schräglage. Lange Schräglagen versuchen die Honda-Piloten zu vermeiden. Sie haben nicht so viel Grip in Schräglage, arbeiten aber daran“, analysiert Zeelenberg. „Wir versuchen seit einem Jahr, uns in den Beschleunigungsphasen zu verbessern, was uns offensichtlich gut gelingt.“

In den Bremszonen hat Honda momentan einen kleinen Vorteil. „Jorge ist nicht der größte Spätbremser. Doch das ist auch nicht unser Ziel. Man muss sich bei diesen Motorrädern auf den Kurvenausgang konzentrieren. Wir sind zur Zeit ziemlich schnell am Kurvenausgang. Es scheint, als ob er nicht so viel Kurvengeschwindigkeit opfern muss wie die Honda-Piloten. Die Honda-Piloten versuchen, ihre Motorräder so schnell wie möglich aufzurichten. Doch selbst im aufgerichteten Zustand sind sie nicht mehr so viel schneller als wir“, bemerkt der Yamaha-Teammanager.

Auch Valentino Rossi fordert von Yamaha Verbesserungen. Der Italiener kann momentan nicht mit den Top 3 mithalten und stand in der zweiten Saisonhälfte noch nicht auf dem Podium. In der laufenden Saison kämpft der „Doktor“ besonders zu Beginn der Rennen, das Tempo der Spitze mitzugehen. Gegen Rennende ist er meist auf dem gleichen Niveau wie die drei dominanten Spanier. „Das Tempo ist zu Beginn der Rennen ziemlich hoch. Er hat nicht das Vertrauen, um dieses Tempo mitzugehen, obwohl er sich beim Bremsen steigern konnte“, bestätigt Zeelenberg.

Text von Sebastian Fränzschky

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