Jorge Lorenzo, Valentino Rossi - © Yamaha

© Yamaha – Jorge Lorenzo will in Barcelona zum nächsten Schlag ausholen

Auf dem Circuit de Catalunya in Montmelo nahe Barcelona geht die Saison 2013 der MotoGP am kommenden Wochenende in ihre sechste Runde. Die beiden Yamaha-Werksfahrer reisen mit unterschiedlichen Erwartungen nach Spanien.

Jorge Lorenzo will seinem Erfolg beim fünften Saisonlauf in Mugello bei seinem Heim-Grand-Prix den nächsten Sieg folgen lassen. Teamkollege Valentino Rossi benötigt nach dem frühen Aus von Mugello ein Erfolgserlebnis. Dort war er in der ersten Runde von Alvaro Bautista abgeräumt worden und spektakulär abgeflogen.

„Nach dem Unfall in Mugello tat mir einige Tage lang alles weh“, sagt der Italiener. „Glücklicherweise konnte ich gleich wieder ins Training einsteigen und habe so keine Zeit verloren. Das Barcelona-Rennen wird sehr wichtig, vor allem wegen der Resultate der vergangenen Rennen. Ich möchte in Spanien aufs Podium kommen und werde wie immer mein Bestes geben. Es wird wichtig sein, das Wochenende bestmöglich zu beginnen und ein gutes Qualifying zu fahren. Es wäre sehr wichtig, von vorne zu starten.“

Rossi gewann in der höchsten Klasse der Motorrad-WM bereits fünf Mal in Barcelona. Sein letzter Sieg dort im Jahr 2009 ging in die Geschichte ein. Rossi und Lorenzo, damals auch Teamkollegen bei Yamaha, lieferten sich in der Schlussphase des Rennens ein packendes Duell um den Sieg, bei dem die Führung teilweise von Kurve zu Kurve wechselte. Mit einem sagenhaften Überholmanöver in der letzten Kurve schob sich Rossi wenige Meter vor dem Ziel an seinem Teamkollegen vorbei und sicherte sich den Sieg.

Barcelona liegt der M1

Doch auch Lorenzo feierte auf seiner Heimstrecke schon mehrere Erfolge. 2007 gewann er dort in der 250ccm-Klasse, 2010 und 2012 siegte er in der MotoGP. Nun kommt er mit dem Rückenwind des überlegenen Siegs von Mugello in sein Heimatland. „Ich bin sehr zufrieden mit dem großartigen Resultat in Mugello, das ein fast perfektes Wochenende abgerundet hat. Erneut zu gewinnen war für mich und mein Team im Vorfeld meines Heim-Grand-Prix in Montmelo sehr positiv“, sagt Lorenzo.

Die 1991 eröffnete Strecke mit ihren flüssigen Kurven sollte der Yamaha M1 nach Ansicht des amtierenden Weltmeisters entgegenkommen: „Einige Teile der Strecke sollten uns liegen, die Frage ist jedoch, ob die Streckenbedingungen und die Temperaturen uns in die Karten spielen. Ich bin sehr optimistisch für das Rennen und möchte mit dem Motorrad dort weitermachen, wo ich in Italien aufgehört habe.“

„Im Vergleich zu Mugello ist Montmelo etwas langsamer, aber zumindest gibt es keine Erste-Gang-Kurven, was uns hoffentlich sehr helfen sollte“, spricht Lorenzo den Traktionsnachteil der Yamaha im Vergleich zur Honda an. „Dies ist eine gute Strecke für uns. Das müssen wir ausnutzen und versuchen, den Sieg zu wiederholen. Das wäre großartig für die Meisterschaft. Was mich betrifft, werde ich alles geben, um dieses Ziel zu erreichen“, so der Spanier.

Gutes Resultat für Rossi wichtig

„Barcelona steht vor der Tür, und drei spanische Fahrer führen die Weltmeisterschaft an“, beleuchtet Teammanager Wilco Zeelenberg die WM-Situation. „Alle drei werden bei ihrem Heim-Grand-Prix hochmotiviert sein. Im vergangenen Jahr hatten wir einen großen Kampf mit Dani (Pedrosa). Ich denke, die Strecke sollte unserm Motorrad liegen. Nach dem Sieg in Mugello, wo unser Paket wirklich gut funktionierte, freuen wir uns auf den Besuch in Montmelo, wo wir wieder angreifen werden.“

Teamdirektor Massimo Meregalli meint: „Nach Mugello werden wir auch am Wochenende in Barcelona wieder in guter Form sein. Die Strecke hat unserem Motorrad immer recht gut gelegen, daher bin ich optimistisch, dass wir an die Vorstellung von Mugello anknüpfen können. Jorge wird wie üblich um die Spitze kämpfen und Valentino benötigt hier ein gutes Resultat, nachdem er in den vergangenen beiden Rennen Pech hatte.“

Text von Markus Lüttgens

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