Valentino Rossi, Jorge Lorenzo - © GP-Fever.de

© GP-Fever.de – Valentino Rossi konnte Jorge Lorenzo zuletzt nur im Nassen herausfordern

Jorge Lorenzo hat seine WM-Chancen durch den Sieg in Aragon deutlich verbessert. Im typischen Lorenzo-Stil fuhr der Yamaha-Pilot den sechsten Sieg der laufenden Saison ein.

Bemerkenswert: Bei jedem seiner sechs Siege führte Lorenzo das Feld vom Start bis ins Ziel an und musste sich auf keine direkten Duelle einlassen. Während WM-Leader Valentino Rossi bisher nur 50 Runden führte, spulte Lorenzo mehr als 200 Runden als Führender ab.

In der Meisterschaft werden die beiden Yamaha-Piloten nach 14 von 18 Rennen nur noch von 14 Punkten getrennt. Titelverteidiger Marc Marquez hat nach seinem fünften Nuller der Saison nur noch theoretische Chancen auf die Meisterschaft. Der Honda-Pilot schiebt Lorenzo nach Aragon die Favoritenrolle zu: „Es ist einfach, zu erkennen, dass Jorge schneller ist. Jorges Tempo ist besser“, betont der 22-jährige Spanier, der beim Grand Prix in Aragon in der zweiten Runde stürzte.

Rossi versuchte in Aragon alles, um Dani Pedrosa hinter sich zu lassen und nur fünf Punkte zu verlieren. Doch der Honda-Pilot konterte stets und verwies Rossi auf Position drei. Dadurch verlor der Italiener neun wertvolle Punkte auf Lorenzo. „Valentino erwartete vermutlich nicht, dass Dani vor ihm ins Ziel kommt. Valentino zeigte ein gutes Rennen und kassierte 16 Punkte, aber Jorge war in Silverstone und Misano der schnellste Fahrer“, betont Marquez. „Und auch hier war er der Schnellste.“

Für Marquez ist klar, dass Lorenzo Weltmeister wird, wenn es bei den vier ausstehenden Rennen trocken bleibt: „Unter normalen Bedingungen ist Jorge der schnellere Fahrer, aber bei den ausstehenden Rennen in Japan, Australien, Malysia und auch in Valencia könnte es regnen“, erklärt der Weltmeister von 2013 und 2014.

Rossi trauert zweitem Platz hinterher

„Es ist ein bisschen schade, weil die Punkte für die Meisterschaft wichtig gewesen wären. Ich habe alles versucht, aber es reichte nicht“, bedauert Rossi. „Der Kampf in dieser Saison ist sehr hart. Es ist toll, weil es sich von Rennen zu Rennen ändert. Jorge fährt fantastisch und ist nah an der Perfektion. Es wird hart, ihn zu besiegen“, grübelt der WM-Führende. Geschlagen geben will sich Rossi aber noch lange nicht.

„Wir sind aber auch ziemlich stark. Jetzt stehen die Rennen am anderen Ende der Welt auf dem Plan. Das ist immer etwas Besonderes. Ich mag alle bevorstehenden Strecken. Wir ruhen uns jetzt eine Woche aus und dann treten wir die Reise an“, schildert der neunmalige Weltmeister, der in Japan wieder auf Angriff setzt: „Ich werde meine Herangehensweise, die ich in den vergangenen 20 Jahren hatte, nicht ändern. Es wird sich bei den kommenden Rennen nichts ändern.“

Lorenzo auf WM-Kurs?
Aragon-Sieger Lorenzo war nach seinem Sieg vor den heimischen Fans erleichtert. Es war nach Jerez und Barcelona der dritte Sieg auf spanischem Boden. Zudem gelang es ihm endlich wieder, das hohe Tempo der Trainings in einen Sieg umzuwandeln. Zuletzt schaffte er das in Brünn. „Für die Zuschauer ist es toll. Ich holte Punkte auf, büßte wieder welche ein, holte wieder auf – das macht diese Meisterschaft sehr interessant“, bemerkt der WM-Zweite und verspricht: „Ich versuche, bei den kommenden Rennen weitere Punkte gutzumachen.“

„Das wird nicht einfach werden, denn Marc dürfte in Japan stark sein. Valentino demonstrierte heute, dass er in den Rennen nie aufgibt und stark ist. Ich denke aber, wir sollten das Potenzial haben. Deswegen werden wir in allen Trainings und Rennen das Maximum geben“, erklärt Lorenzo kämpferisch. Besonders froh war der Spanier über den zweiten Platz von Landsmann Pedrosa.

„Ich konnte die Wiederholung noch nicht sehen, freue mich aber darauf. Ich bin gespannt auf die letzte Runde von Dani und Valentino. Mir wurde gesagt, dass Dani sehr entschlossen agierte und die Positionen mehrmals wechselten. Ich muss Dani danken, denn diese vier Punkte sind für die Meisterschaft sehr wichtig“, so Lorenzo.

Text von Sebastian Fränzschky & David Emmett

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