Jonathan Rea - © Kawasaki

© Kawasaki – Regen und nasse Piste bestimmten den ersten Trainingstag in Assen

Das Wochenende der Superbike-WM in Assen (Holland) begann nass. Als das erste Freie Training am Freitagvormittag freigegeben wurde, regnete es in der Kathedrale des Motorradsports.

Da die Wettervorhersage für die weiteren Tage gemischt ist, nutzten die Teilnehmer die Streckenzeit.

Mehrere Fahrer rutschten allerdings aus. Darunter waren Karel Abraham, Markus Reiterberger, Michael van der Mark und Chaz Davies. Weltmeister Jonathan Rea führte das Klassement lange an, bevor am Ende sein Kawasaki-Teamkollege Tom Sykes die Bestzeit aufstellte.

Auch das zweite Training war nass, obwohl der Regen zwischendurch aufhörte und die Rundenzeiten etwas schneller wurden als am Vormittag. Alex Lowes fuhr mit der neuen Yamaha in 1:52.701 Minuten Tagesbestzeit. „Ich bin zum ersten Mal mit der Yamaha im Nassen gefahren und es fühlte sich gut an“, lächelt der Brite. „Natürlich hoffe ich morgen auf besseres Wetter, aber unsere Basis ist gut.“

Sylvain Guintoli bestätigte als Dritter, dass die neue Yamaha auf nasser Strecke guten Grip bietet. Die Anleihen zur MotoGP M1 wurden deutlich. „Es ist eine Kombination verschiedener Faktoren“, erklärt der Ex-Weltmeister. „Das Bike hat sehr viel mechanischen Grip. Mein Gefühl war von Beginn an sehr gut. Mein Teamkollege und ich sind auch viel in England gefahren und kennen uns im Nassen aus.“

Zwischen die beiden Yamaha schob sich Sykes mit einer halben Sekunde Rückstand auf den zweiten Platz. „Generell sind wir recht zufrieden. Am Vormittag waren einige Jungs gleich sehr schnell, während ich am Kurveneingang Probleme hatte“, berichtet Sykes seinen Tag. „Mein Team hat sehr gut gearbeitet, denn Grip ist ein großes Problem. Wir sind jetzt aber schon näher dran. Wir müssen noch die Abstimmung und die Elektronik optimieren. Die Performance war am ersten Tag nicht so schlecht.“ Weltmeister Rea beendete das Training auf dem sechsten Platz und tastete sich methodisch heran.


Chaz Davies knapp in Superpole 2
Bester Ducati-Mann war Xavi Fores vom Kundenteam Barni als Vierter. Die Werksfahrer lagen etwas zurück. Davide Giugliano wurde Siebter und Davies rutschte als Zehnter in Superpole 2: „Ich bin am Vormittag gestürzt. Das kann im Regen passieren“, zuckt der WM-Zweite mit den Achseln. „Unser Motorrad ist jetzt ganz anders als wir das letzte Mal im Nassen gefahren sind. Deshalb musste ich alles erst verstehen. Wir sind aber dabei. Es geht darum, in der Kurvenmitte mehr Traktion zu finden. Wenn es morgen trocken sein sollte, habe ich ein Motorrad, mit dem ich sofort schnell bin. Das wird uns helfen.“

Positiv in Szene setzte sich Superbike-Rookie Nicky Hayden mit der fünftschnellsten Zeit. Auch für den US-Amerikaner war es in erster Linie ein Lerntag: „Der Tag hat nicht viel Spaß gemacht, aber er war sehr nützlich“, lautet sein Kommentar. „Am Vormittag war es nicht sehr einfach. Aber sobald ich Vertrauen gefunden hatte, war das Gefühl recht gut.“ Teamkollege van der Mark beschädigte seine Honda am Vormittag stark und auch im zweiten Training lag der Lokalmatador auf der Nase. Als Neunter schaffte er es direkt in Superpole 2.

Die Markenvielfalt im Spitzenfeld rundete Lorenzo Savadori mit der Ioda-Aprilia ab. Dagegen schaffte es kein BMW-Fahrer am Freitag in die Top 10. Reiterberger, Jordi Torres und Josh Brookes müssen am Samstag in Superpole 1 antreten. Im zweiten Training steigerte sich Reiterberger auf 1:56.239 Minuten und landete auf dem 20. Platz. Am Samstag stehen die Superpole und der erste Lauf auf dem Programm. Das Rennen startet morgen um 13:00 Uhr MESZ.

Direkt für Superpole 2 qualifiziert:
Alex Lowes (Yamaha)
Tom Sykes (Kawasaki)
Sylvain Guintoli (Yamaha)
Xavi Fores (Ducati)
Nicky Hayden (Honda)
Jonathan Rea (Kawasaki)
Davide Giugliano (Ducati)
Lorenzo Savadori (Aprilia)
Michael van der Mark (Honda)
Chaz Davies (Ducati)

Ergebnisse FP1 in Assen
1 66 T. SYKES GBR Kawasaki Racing Team Kawasaki ZX-10R 1’54.995 18 142,191 266,3
2 1 J. REA GBR Kawasaki Racing Team Kawasaki ZX-10R 1’55.743 0.748 0.748 18 141,272 270,0
3 50 S. GUINTOLI FRA Pata Yamaha Official WorldSBK Team Yamaha YZF R1 1’55.882 0.887 0.139 16 141,102 268,3
4 22 A. LOWES GBR Pata Yamaha Official WorldSBK Team Yamaha YZF R1 1’56.471 1.476 0.589 15 140,389 271,3
5 7 C. DAVIES GBR Aruba.it Racing – Ducati Ducati Panigale R 1’57.476 2.481 1.005 15 139,188 270,7
6 12 X. FORÉS ESP Barni Racing Team Ducati Panigale R 1’57.617 2.622 0.141 15 139,021 263,7
7 69 N. HAYDEN USA Honda World Superbike Team Honda CBR1000RR SP 1’57.634 2.639 0.017 21 139,001 262,1
8 15 A. DE ANGELIS RSM IodaRacing Team Aprilia RSV4 RF 1’58.194 3.199 0.560 13 138,342 256,8
9 32 L. SAVADORI ITA IodaRacing Team Aprilia RSV4 RF 1’58.314 3.319 0.120 20 138,202 268,0
10 34 D. GIUGLIANO ITA Aruba.it Racing – Ducati Ducati Panigale R 1’58.428 3.433 0.114 15 138,069 254,9
11 2 L. CAMIER GBR MV Agusta Reparto Corse MV Agusta 1000 F4 1’58.439 3.444 0.011 12 138,056 258,9
12 94 M. LUSSIANA FRA Team ASPI BMW S1000 RR 1’58.539 3.544 0.100 12 137,939 257,7
13 60 M. VAN DER MARK NED Honda World Superbike Team Honda CBR1000RR SP 1’58.545 3.550 0.006 14 137,932 260,5
14 119 P. SZKOPEK POL Team Tóth Yamaha YZF R1 1’58.888 3.893 0.343 19 137,534 249,3
15 44 L. MAHIAS FRA Pedercini Racing Kawasaki ZX-10R 1’59.411 4.416 0.523 17 136,932 245,1
16 81 J. TORRES ESP Althea BMW Racing Team BMW S1000 RR 1’59.536 4.541 0.125 19 136,789 255,2
17 40 R. RAMOS ESP Team GoEleven Kawasaki ZX-10R 1’59.693 4.698 0.157 14 136,609 252,0
18 25 J. BROOKES AUS Milwaukee BMW BMW S1000 RR 1’59.903 4.908 0.210 17 136,370 260,5
19 151 M. BAIOCCO ITA VFT Racing Ducati Panigale R 2’00.507 5.512 0.604 19 135,687 254,9
20 16 J. HOOK AUS Grillini Racing Team Kawasaki ZX-10R 2’02.265 7.270 1.758 19 133,736 234,1

Ergebnisse FP2 in Assen
1 22 A. LOWES GBR Pata Yamaha Official WorldSBK Team Yamaha YZF R1 1’52.701 12 145,085 271,3
2 66 T. SYKES GBR Kawasaki Racing Team Kawasaki ZX-10R 1’53.288 0.587 0.587 15 144,333 268,0
3 50 S. GUINTOLI FRA Pata Yamaha Official WorldSBK Team Yamaha YZF R1 1’53.846 1.145 0.558 15 143,626 270,7
4 12 X. FORÉS ESP Barni Racing Team Ducati Panigale R 1’53.856 1.155 0.010 19 143,613 267,3
5 69 N. HAYDEN USA Honda World Superbike Team Honda CBR1000RR SP 1’54.070 1.369 0.214 21 143,344 268,3
6 1 J. REA GBR Kawasaki Racing Team Kawasaki ZX-10R 1’54.107 1.406 0.037 5 143,297 270,0
7 34 D. GIUGLIANO ITA Aruba.it Racing – Ducati Ducati Panigale R 1’54.267 1.566 0.160 15 143,096 266,0
8 32 L. SAVADORI ITA IodaRacing Team Aprilia RSV4 RF 1’54.277 1.576 0.010 22 143,084 264,3
9 60 M. VAN DER MARK NED Honda World Superbike Team Honda CBR1000RR SP 1’54.280 1.579 0.003 21 143,080 267,3
10 7 C. DAVIES GBR Aruba.it Racing – Ducati Ducati Panigale R 1’54.348 1.647 0.068 12 142,995 271,0
11 2 L. CAMIER GBR MV Agusta Reparto Corse MV Agusta 1000 F4 1’54.564 1.863 0.216 19 142,725 262,7
12 15 A. DE ANGELIS RSM IodaRacing Team Aprilia RSV4 RF 1’55.392 2.691 0.828 14 141,701 264,3
13 151 M. BAIOCCO ITA VFT Racing Ducati Panigale R 1’56.199 3.498 0.807 20 140,717 263,7
14 94 M. LUSSIANA FRA Team ASPI BMW S1000 RR 1’57.122 4.421 0.923 8 139,608 260,5
15 44 L. MAHIAS FRA Pedercini Racing Kawasaki ZX-10R 1’57.264 4.563 0.142 18 139,439 254,0
16 40 R. RAMOS ESP Team GoEleven Kawasaki ZX-10R 1’57.726 5.025 0.462 17 138,892 263,4
17 25 J. BROOKES AUS Milwaukee BMW BMW S1000 RR 1’57.768 5.067 0.042 17 138,842 261,8
18 81 J. TORRES ESP Althea BMW Racing Team BMW S1000 RR 1’57.798 5.097 0.030 19 138,807 261,4
19 16 J. HOOK AUS Grillini Racing Team Kawasaki ZX-10R 1’58.014 5.313 0.216 17 138,553 245,9
20 21 M. REITERBERGER GER Althea BMW Racing Team BMW S1000 RR 1’59.239 6.538 1.225 21 137,130 259,9
21 56 P. SEBESTYÉN HUN Team Tóth Yamaha YZF R1 2’00.882 8.181 1.643 16 135,266 256,5
22 17 K. ABRAHAM CZE Milwaukee BMW BMW S1000 RR 2’01.447 8.746 0.565 12 134,637 254,3
23 9 D. SCHMITTER SUI Grillini Racing Team Kawasaki ZX-10R 2’01.594 8.893 0.147 21 134,474 255,5
24 11 S. AL SULAITI QAT Pedercini Racing Kawasaki ZX-10R 2’02.838 10.137 1.244 8 133,112 249,3
25 119 P. SZKOPEK POL Team Tóth Yamaha YZF R1 2’04.051 11.350 1.213 5 131,810 245,6

Text von Gerald Dirnbeck

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