Chaz Davies - © Ducati

© Ducati – Kann Chaz Davies in der kommenden Saison um den WM-Titel kämpfen?

Nachdem Carlos Checa in der Saison 2011 mit der Ducati 1098R den WM-Titel einfuhr und ein Jahr später immerhin noch vier Rennen gewinnen konnte, ging es für Ducati seit der Einführung der Panigale bergab.

In der Saison 2013 fuhren Carlos Checa und Ayrton Badovini meist hinterher. Und auch 2014 konnte Ducati noch nicht mit der Spitze mithalten.

Doch in dieser Saison bewiesen die Italiener endlich, dass die Panigale ein Siegermotorrad ist. Chaz Davies gewann mit dem V2-Superbike in Aragon, Laguna Seca und Sepang. Momentan ist der Brite WM-Zweiter. Teamkollege Davide Giugliano hingeben erlebt die schwierigste Superbike-Saison seiner Karriere. Schwere Verletzungen und lange Zwangspausen hinderten den Italiener daran, sich in der Meisterschaft zu etablieren.

„Wir sind ein bisschen hin- und hergerissen. Chaz fährt eine gute Saison und steht regelmäßig auf dem Podium. Davide erlebt eine schwierige Saison. Durch den Vorsaison-Sturz verpasste er die ersten vier Rennwochenenden. Der Sturz in Laguna Seca hatte zur Folge, dass er bei den finalen vier Rennwochenenden fehlt“, bemerkt Superbike-Projektleiter Ernesto Marinelli auf ‚WorldSBK.com‘. „Das ist natürlich enttäuschend, doch das kann im Rennsport passieren.“

„Wenn Davide fuhr, dann war er auch sehr schnell. Wir sind von seinem Talent überzeugt und hoffen, dass er das Pech nach der laufenden Saison abschütteln kann“, so Marinelli. Kawasaki-Pilot Jonathan Rea ist 2015 der dominante Mann. Der ehemalige Honda-Pilot gibt seit dem Wechsel zu Kawasaki den Ton an und führt die Meisterschaft seit dem Saisonauftakt in Australien an.

Rea stand bei jedem Rennen auf dem Podium und harmoniert sehr gut mit der Kawasaki ZX-10R, die der Ducati Panigale einen kleinen Schritt voraus zu sein scheint. Doch woran arbeitet Ducati im Moment? „Ich denke nicht, dass wir momentan in einem bestimmten Bereich zurückliegen. Es sind kleine Details in allen Bereichen, die uns hier und da eine Zehntelsekunde kosten“, analysiert der Superbike-Projektleiter der Italiener.

„Wir versuchen, beim Bremsen etwas mehr Stabilität zu finden und die Traktion am Kurvenausgang zu verbessern. Gleichzeitig arbeiten wir ständig an der Elektronik und am Motor und suchen nach mehr Leistung“, berichtet Marinelli, der mit den Fortschritten bei Ducati Corse zufrieden ist: „Wir konnten uns in den vergangenen Monaten konstant verbessern.“

In der kommenden Saison strebt Ducati den WM-Titel an. Bleiben Davies und Giugliano? „Daran arbeiten wir im Moment. Bisher gab es keine Vertragsunterzeichnungen. Deswegen konnten wir noch nichts bekanntgeben. Wir sind uns aber so gut wie einig“, schildert Marinelli. „Ich rechne damit, dass wir bald etwas bekanntgeben können.“

„Es war bisher ein sehr gutes Jahr, doch man kann nie komplett zufrieden sein, bis man es nicht an die Spitze geschafft hat. Wir möchten Siege einfahren und die Meisterschaft gewinnen. Das ist unser Ziel. Darauf arbeiten wir hin“, betont Marinelli ehrgeizig. „Die Entwicklung stimmt uns zuversichtlich, doch solange wir unsere gesteckten Ziele nicht erreichen, können wir nicht vollkommen zufrieden sein.“

Text von Sebastian Fränzschky

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