Davide Giugliano - © Ducati

© Ducati – Davide Giugliano fuhr an beiden Testtagen konkurrenzfähige Rundenzeiten

Nach der schlechtesten Saison in der Geschichte der Superbike-WM hat sich Ducati für 2014 neu aufgestellt. Die Italiener halten weiterhin an der Panigale 1199 fest, überarbeiteten das Motorrad aber in Details.

Als Einsatzteam fungiert in diesem Jahr Feel-Racing und als Fahrer wurden Davide Giugliano und Chaz Davies verpflichtet. An den letzten beiden Testtagen vor dem Saisonstart in Australien präsentierte sich Giugliano einen Tick schneller als Davies. Giugliano kam im schnellen Phillip Island auf eine persönliche Bestzeit von 1:30,644 Minuten und klassierte sich in der kombinierten Zeitenliste beider Tage auf dem fünften Platz.

Rund vier Zehntelsekunden fehlten auf die Bestzeit von Kawasaki-Ass Tom Sykes. Giugliano mischte im Spitzenfeld mit, wobei anzumerken ist, dass dem Italiener viel auf den Rundenrekord von 1:30,234 Minuten fehlte. Mit dieser Runde holte sich Carlos Checa im Vorjahr auf Phillip Island die Superpole. Es sollte das einzige Glanzlicht für die Panigale im Vorjahr bleiben. Im Laufe der beiden Testtage testeten Giugliano und Davies neue Teile beim Motor und der Elektronik. Während Giugliano konstant unter 1:31 Minuten fahren konnte, schaffte es Davies nicht unter diese Marke.

„Ich bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Wir haben viel an der Abstimmung gearbeitet und mein Gefühl und unsere gesamte Arbeit haben positive Resultate gebracht“, meint Giugliano. „Wir waren in allen Sessions ziemlich schnell. Zudem hat uns der Longrun am Dienstagnachmittag wertvolle Daten beschert. Wir versuchen in die gleiche Richtung weiterzuarbeiten, denn es ist wichtig, dass wir über das Rennwochenende performen und nicht nur beim Test. Ducati hat uns für diesen Test viele Kleinigkeiten gebracht, die in Kombination den Unterschied ausmachten. Das Motorrad wird Schritt für Schritt besser, was wirklich ermutigend ist.“

Davies konnte nicht das Tempo von Giugliano fahren und war nur um wenige Zehntelsekunden schneller als Niccolo Canepa, der die Evo-Version der Panigale fährt. Außerdem trägt Davies in diesem Jahr die Startnummer 7, die durch Checa weltberühmt wurde. „Ich fühle, dass wir soweit gut gearbeitet haben“, findet Davies nach Rang zehn in der kombinierten Zeitenliste. „Ich würde sagen, dass wir definitiv in die richtige Richtung gehen.“

„Wir probierten unterschiedliche Strategien bei der Elektronik aus sowie einige Entwicklungsteile beim Motor. Alles scheint positiv zu sein. Soweit so gut. Es gibt aber noch Bereiche, die ich verbessern will, aber wir haben am Freitag und Samstag noch Zeit dafür. Die Rundenzeiten lagen bei diesem Test eng beisammen. Deshalb glaube ich, dass wir am Sonntag aufregende Rennen sehen werden.“ Es bleibt abzuwarten, ob Ducati die Favoriten herausfordern wird können. Die Stimmung im Team ist aufgrund der Veränderungen aber positiv.

Ernesto Marinelli, der Ducati-Projektleiter in der Superbike-WM, ist guter Dinge: „Über den Winter haben wir in Bologna viel gearbeitet. Dadurch konnten wir hier in Australien viel beim Motor und der Elektronik testen. Die Resultate waren positiv. Chaz und Davide haben alle Entwicklungsteile ausprobiert. Beide Fahrer waren mit der gefundenen Basis an diesen beiden Tagen zufrieden.“

„Das ist für das erste Rennwochenende sehr wichtig. Alle unsere Referenzdaten für die Rennreifen aus dem Vorjahr sehen bisher besser aus. Das bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Der Rückstand ist relativ klein, aber wir müssen trotzdem hart weiterarbeiten, um ihn weiter zu reduzieren.“

Text von Gerald Dirnbeck

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