Jonathan Rea - © Kawasaki

© Kawasaki – Weltmeister Jonathan Rea ist der Mann, den es in dieser Saison zu schlagen gilt

Nach der bemerkenswerten Vorstellung von Kawasaki-Werkspilot Tom Sykes am ersten Testtag auf Phillip Island wurde die Reihenfolge am zweiten Tag kräftig durcheinander gewürfelt.

Weltmeister Jonathan Rea war mit seiner Kawasaki der schnellste Mann des Tages und verdeutlichte mit der Bestzeit, dass er die Probleme mit der 2016er-Maschine offensichtlich aussortiert hat. Rea fuhr bei weniger idealen Bedingungen auf dem Niveau des Vortages und benötigte für seinen schnellsten Umlauf 1:31.249 Minuten.

Sykes, der am Montag das Tempo vorgab, konnte seine Zeiten am Dienstag nicht bestätigen. Der Brite wurde am zweiten Testtag nur auf Position sechs geführt. In der kombinierten Liste beider Tage blieb Sykes aber auf Position eins, da seine Zeit vom Montag von keinem Fahrer unterboten werden konnte. Dennoch dürfte der Weltmeister von 2013 mit der sechstschnellsten Zeit nicht zufrieden sein. Die hohen Temperaturen lagen Sykes weniger als Teamkollege Rea.


Einen großen Sprung konnte Ducati-Werkspilot Davide Giugliano machen. Der Italiener setzte sich am zweiten Tag auf Position zwei und verlor nur eineinhalb Zehntelsekunden auf die Tagesbestzeit. Und auch Honda ist auf Phillip Island stark: Michael van der Mark bestätigte als Dritter die starke Form vom Vortag. Superbike-WM-Rookie Nicky Hayden rundete das gute Honda-Ergebnis als Fünfter ab. Der US-Amerikaner hatte nur etwas mehr als drei Zehntelsekunden Rückstand auf Reas Bestzeit.

Zwischen den beiden Hondas überraschte Sylvian Guintoli mit seiner neuen Yamaha R1. Der Franzose verdaute einen leichten Ausrutscher unbeschadet und wurde am Ende des zweiten Tages mit 0,224 Sekunden auf Position vier geführt. Yamaha-Teamkollege Alex Lowes kann das Tempo von Guintoli noch nicht mitgehen. Der Brite hatte als Achter etwa sieben Zehntelsekunden Rückstand.

Und auch Vizeweltmeister Chaz Davies ist noch nicht in Topform. Der Ducati-Pilot war am Dienstag deutlich langsamer als Teamkollege Giugliano und beendete den finalen Testtag nur auf Position sieben. Markenkollege Javier Fores und BMW-Althea-Pilot Jordi Torres rundeten die Top 10 ab. Markus Reiterberger verpasste den Einzug in die Top 10 wie am Vortag nur knapp. Mit einer Sekunde Rückstand wurde der Deutsche auf Position elf gelistet. Die Althea-Mechaniker hatten am Dienstag reichlich Arbeit: Sowohl Torres als auch Reiterberger stürzten mit ihren BMWs.

Nach wie vor durchwachsen ist die Performance der Aprilia-Piloten. Im Vergleich zum Vortag gelangen Lorenzo Savadori und Alex de Angelis Steigerungen, doch mit den Positionen 13 und 18 ist Aprilia weit entfernt vom Glanz vergangener Jahre. Im Vorjahr fuhr Leon Haslam mit der RSV4 immerhin einen Laufsieg ein und verließ Phillip Island punktgleich mit Jonathan Rea als WM-Führender. Und auch die Milwaukee-BMWs müssen sich noch steigern. BSB-Champion Josh Brookes beendete den zweiten Testtag als 15., Ex-MotoGP-Pilot Karel Abraham lag außerhalb der Top 20.

Die Testzeiten aus Phillip Island (Dienstag):
1. Jonathan Rea (Kawasaki) – 1:31.249 Minuten
2. Davide Giugliano (Ducati) + 0,151 Sekunden
3. Michael van der Mark (Honda) +0,209
4. Sylvain Guintoli (Yamaha) +0,224
5. Nicky Hayden (Honda) +0,336
6. Tom Sykes (Kawasaki) +0,546
7. Chaz Davies (Ducati) +0,636
8. Alex Lowes ( Yamaha) +0,689
9. Javier Fores (Ducati) +0,709
10. Jordi Torres (BMW) +0,953
11. Markus Reiterberger (BMW) +1,023
12. Roman Ramos (Kawasaki) +1,229
13. Lorenzo Savadori (Aprilia) +1,338
14. Leon Camier (MV Agusta) +1,453
15. Joshua Brookes (BMW) +1,465
16. Mike Jones (Ducati) +1,993
17. Sylvain Barrier (Kawasaki) +2,065
18. Alex De Angelis (Aprilia) +2,074
19. Fabio Menghi (Ducati) +2,373
20. Joshua Hook (Kawasaki) +2,601
21. Karel Abraham (BMW) +2,813
22. Dominic Schmitter (Kawasaki) +3,415
23. Saeed al Sulaiti (Kawasaki) +3,693
24. Peter Sebestyen (Yamaha) +4,292
25. Imre Toth (Yamaha) +4,901

Text von Sebastian Fränzschky

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