Valentino Rossi - © Yamaha

© Yamaha – Trotz nasser Strecke versuchte Valentino Rossi den Testtag zu nützen

Trotz der Wetterkapriolen nutzte das Yamaha-Werksteam den ersten Testtag auf Phillip Island (Australien), um einige Runden auf nasser Strecke zu drehen.

Valentino Rossi setzte die Vergleichsarbeit mit dem 2016er-Modell der M1 und jener Version, die dem Vorjahr ähnlich ist, fort. Als am späten Nachmittag die Strecke kurzfristig trocken war, fuhr Rossi mit Slicks auf die Strecke und markierte die sechstbeste Zeit. Insgesamt legte der 37-Jährige heute 27 Runden zurück.

„Es ist sehr positiv, dass wir jetzt auf Phillip Island sind, denn wir müssen verschiedene Dinge ausprobieren“, berichtet der Superstar im Anschluss. Hauptsächlich wurde am Mittwoch mit den Regenreifen von Michelin gefahren. „Heute änderte sich das Wetter mindestens zehn Mal, wir mussten lange Pausen einlegen. Das war frustrierend, denn wir haben viel Arbeit vor uns. Leider konnten wir nicht so viele Runden fahren.“

Im Gegensatz zu Bridgestone hat Michelin auch einen Intermediate-Reifen im Angebot. Sollten Mischbedingungen vorherrschen, könnten wir im Laufe der Saison mehr Fahrbetrieb als in der Vergangenheit sehen. „Es ist aber sehr schwierig, das richtige Fenster für den Intermediate-Reifen zu finden“, gibt Rossi zu Bedenken. „Er kann aber helfen. In der Vergangenheit war es mit Slicks sehr gefährlich, bei Mixbedingungen zu fahren. In diesem Jahr könnten wir die Zeit effektiver nutzen.“

Außerdem wurde in Rossis Garage Luca Cadalora gesichtet. Die beiden Italiener testen oft gemeinsam die Yamaha R1 in Misano. Nun soll Cadalora, der in seiner Karriere 34 Grands Prix gewann und einmal 125er- sowie zweimal 250er-Weltmeister war, Rossi mit Ratschlägen zur Seite stehen. Ob Cadalora die komplette Saison als Berater zur Verfügung stehen wird, ist noch nicht entschieden. Zunächst wollen die beiden sehen, wie sich die gemeinsame Arbeit entwickelt.

Auf der anderen Seite der Garage konzentrierte sich Jorge Lorenzo am Mittwoch auf die Regenreifen und das Gefühl mit der neuen Elektronik auf nasser Piste. Zunächst fuhr er am Vormittag einige Versuche. Als es am Nachmittag trockener wurde, stellte der Spanier seine persönliche Bestzeit auf, die aber deutlich über den Slick-Zeiten am Ende lag. Lorenzo fuhr lediglich zwei Besichtigungsrunden mit den profillosen Reifen.

„Wir befinden uns im australischen Sommer. Wie man immer bei den Superbike-Rennen sieht, ist das Wetter gewöhnlich gut, aber heute hatten wir Pech“, seufzt der amtierende Weltmeister. „Es war nicht wirklich nass. Es waren überhaupt keine guten Bedingungen, denn nur wenige Minuten waren trocken. Wichtig war es, die Elektronik im Nassen zu testen. Mit den Slicks bin ich nur zwei Runden gefahren und hatte ein merkwürdiges Gefühl. Ich hoffe, morgen ist es trocken, damit ich sehen kann, wie das Bike mit den Michelin-Reifen funktioniert.“

Text von Gerald Dirnbeck

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