Valentino Rossi - © Yamaha

© Yamaha – Valentino Rossi bevorzugt jenes Motorrad, das dem Vorjahr sehr ähnlich ist

Für das Yamaha-Werksteam stand beim dreitägigen MotoGP-Test auf Phillip Island die Frage im Mittelpunkt, ob man mit jenem Modell weitermachen wird, das dem Vorjahr sehr ähnlich ist, oder auf die neue 2016er-Version setzt.

Valentino Rossi und Jorge Lorenzo fuhren viele Vergleichstests. Alleine am Freitag kamen bei Rossi 56 Runden hinzu, Lorenzo drehte 41 Runden. Der Spanier beendete den Tag nach einem Sturz, den er unverletzt überstand, vorzeitig.

Im Ergebnis war Yamaha nicht ganz vorne zu finden. Rossi belegte mit 0,277 Sekunden Rückstand Rang fünf. Lorenzo fehlten sechs Zehntel auf die Spitze, was Position neun bedeutete. Schließlich entschieden sich die beiden Fahrer für eine der beiden Chassisvarianten. Die Wahl fiel auf die ältere Version, da diese am Kurveneingang mehr Gefühl vermittelt. Auch die Rundenzeit ist damit etwas besser als mit der neuen Version. Somit steht fest, mit welchen Motorrädern Yamaha zum letzten Test und zum ersten Rennen nach Katar reisen wird.

„Leider waren die Streckenverhältnisse heute auch nicht fantastisch“, spricht Rossi eine Regenunterbrechung zu Mittag an. „Schließlich hatten wir nur einen guten Tag, und der war gestern. Das ist aber besser als nichts. Heute haben wir wieder beide Motorräder verglichen. Ich denke, ich werde mit dem alten Model fahren. Ich fühle mich mit dem Bike und den Reifen gut, also bin ich recht zufrieden.“

Lorenzo stürzt zu Beginn einer Rennsimulation
Ursprünglich wollte Yamaha in Australien auch erstmals eine Rennsimulation mit den neuen Michelin-Reifen und der neuen Elektronik absolvieren. Dazu kam es aber nicht, obwohl Lorenzo am späten Nachmittag eine Simulation starten wollte: „Ich bin in meiner ersten Runde gestürzt, weil die Strecke sehr kühl war“, berichtet er von seinem Zwischenfall. „Zu dieser Tageszeit gab es viele Stürze. Für den Grip des Vorderreifens habe ich etwas zu hart gebremst und bin gecrasht. Damit war der Test vorbei und ich werde nach Hause fliegen.“

Bis zum Sturz spulte der Weltmeister dennoch ein umfangreiches Programm ab: „In der Früh bin ich meine beste Rundenzeit mit einem Hinterreifen gefahren, der schon 24 Runden drauf hatte. Ich bin heute den ganzen Tag mit gebrauchten Reifen gefahren, weil wir nur noch einen neuen hatten. Als ich mit diesem neuen Reifen eine Rundenzeit setzen wollte, ist Laverty gecrasht und ich musste die Runde abbrechen.“

Nach dem ersten Wintertest in Sepang hatte das Yamaha-Team die Favoritenrolle innen, doch in Phillip Island war das komplette Feld ausgeglichen. Welche Rückschlüsse kann man daraus ziehen? „Sepang war für uns ein unglaublich guter Test“, sagt Lorenzo und ergänzt: „Hier war es komplett anders, weil das Streckenlayout anders ist. Jetzt müssen wir abwarten, was in Katar passieren wird.“ In der kombinierten Zeitenliste aller drei Tage belegte Lorenzo Platz vier, Rossi folgte als Sechster.

Die Testzeiten aus Australien (Freitag):
01. Marc Marquez (Honda) – 1:29.158 Minuten (64 Runden)
02. Maverick Vinales (Suzuki) +0,141 Sekunden (39)
03. Cal Crutchlow (LCR-Honda) +0,190 (58)
04. Hector Barbera (Avintia-Ducati) +0,203 (65)
05. Valentino Rossi (Yamaha) +0,277 (56)
06. Loris Baz (Avintia-Ducati) +0,425 (54)
07. Dani Pedrosa (Honda) +0,448 (42)
08. Pol Espargaro (Tech-3-Yamaha) +0,560 (44)
09. Jorge Lorenzo (Yamaha) +0,602 (41)
10. Andrea Dovizioso (Ducati) +0,702 (65)
11. Scott Redding (Pramac-Ducati) +0,764 (61)
12. Andrea Iannone (Ducati) +0,774 (53)
13. Danilo Petrucci (Pramac-Ducati) +0,837 (57)
14. Jack Miller (Marc-VDS-Honda) +0,865 (37)
15. Tito Rabat (Marc-VDS-Honda) +0,961 (56)
16. Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) +1,030 (45)
17. Aleix Espargaro (Suzuki) +1,040 (38)
18. Yonny Hernandez (Aspar-Ducati) +1,334 (54)
19. Eugene Laverty (Aspar-Ducati) +1,897 (45)
20. Takuya Tsuda (Suzuki) +4,374 (46)

Text von Gerald Dirnbeck

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