© Yamaha - Pech für Colin Edwards: In der letzten Runde blieb seine Yamaha stehen

Das Tech-3-Duo meisterte die schwierigen Witterungsbedingungen in Jerez sehr gut. Rookie Cal Crutchlow kämpfte in seinem erst zweiten MotoGP-Rennen mit arrivierten Fahrern in den Top 10. In Runde zwölf tauchte der Brite bereits auf dem fünften Platz auf. Er machte Jagd auf Nicky Hayden (Ducati), der das Rennen als Dritter beendete, doch in Runde 20stürzte der Yamaha-Pilot in Kurve neun.

Nach einigen Momenten konnte Crutchlow weiterfahren und kam schließlich auf dem achten Platz ins Ziel. Viel Pech hatte sein Teamkollege Colin Edwards. Gegen Rennende kämpfte der US-Amerikaner gegen seinen Landsmann Hayden um den letzten Podestplatz. Der „Texas Tornado“ setzte sich durch und freute sich nach dem Sturz eines weiteren Landsmannes, Ben Spies, bereits auf die Champagnerdusche.

In der letzten Runde blieb der Routinier allerdings aufgrund technischer Schwierigkeiten stehen. „Das ist schwierig zu verdauen, denn man bekommt nicht jede Woche die Chance auf ein MotoGP-Podium“, ärgert sich der 37-Jährige. „Das Rennen war unglaublich. Es ging darum, wer am längsten sitzen bleibt. Zu einem Zeitpunkt lag ich recht weit zurück, aber ich wollte keine Dummheiten machen und stürzen. Ich fühlte mich immer wohler und wohler und konnte dann angreifen.“

„Nicky habe ich sehr schnell eingeholt. Ich wusste, dass ich ihn leicht überholen kann, denn er steckte in Reifenproblemen. Ich hatte nicht viel mehr Grip, aber ich konnte mich von im absetzen. Das Podium lag in Griffweite. Am Ausgang der letzten Kurve hat sich das Motorrad schon komisch angefühlt. Als ich die erste Kurve der letzten Runde erreichte, stoppte sie einfach.“

„Ich bin enttäuscht, aber ich kann nichts daran ändern. Ich wollte das Podium für meine Jungs bei Tech 3 holen, denn sie sind unglaublich. Nun geht es weiter und wir wollen in Estoril zurückschlagen.“ Teamkollege Crutchlow fuhr als Achter erstmals in die Top 10. Die Freude war groß, denn er kannte vor diesem Wochenende die Strecke nicht.

„Ich hätte nie gedacht, dass ich in der MotoGP stürzen kann und trotzdem in die Top 10 komme. Es war ein unglaubliches Rennen und ganz bestimmt nicht eines der leichtesten meiner Karriere. Die Bedingungen waren unvorhersehbar. Ich hatte viele Schrecksekunden mit beiden Reifen. So ist es aber den anderen Fahrern auch gegangen.“

„Ich konnte die Fehler meiner Gegner sehen. Als ich Fünfter war fühlte ich mich sehr wohl. Ich wünschte mir weiteren Regen, weil sich die Reifen sehr schnell abnützen“, so Crutchlow. „Ich habe Nicky rasch eingeholt. Ohne Zweifel habe ich an das Podium gedacht. Ich hatte nichts zu verlieren, also griff ich an und stürzte in Kurve neun.“

„Eigentlich habe ich das Heck verloren, aber plötzlich drückte die Front und ich lag auf dem Boden. Ich kritisiere mich jetzt nicht zu hart dafür, denn ich habe für ein MotoGP-Podium gekämpft. Ich bin zufrieden, denn vor dem Aufwärmtraining bin ich dieses Motorrad noch nie im Regen gefahren. Unser Standort ist ein gutes Zeichen. Im Nassen und im Trockenen war ich in den Top 10, und das auf einer Strecke, die ich noch nie zuvor gesehen habe. Ich mache gute Fortschritte.“

Text von Gerald Dimbeck

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