Nicky Hayden - © GP-Fever.de

© GP-Fever.de – Ex-Champion Nicky Hayden ist in Indianapolis der einzige US-Amerikaner

Fährt Nicky Hayden auch noch 2016 in der MotoGP? Der Vertrag des Weltmeisters von 2006 mit Aspar läuft mit Saisonende aus und es ranken sich Gerüchte über ein Karriereende.

Der Wechsel auf die Open-Honda zahlte sich bisher nicht aus. In der ersten Saisonhälfte schaffte es Hayden nur zweimal in die Punkteränge. Zu seiner Verteidigung muss auch hinzugefügt werden, dass er dreimal 16. und zweimal 17. wurde und somit mehrmals knapp an einem WM-Punkt scheiterte.

Trotzdem ist klar, dass Haydens Karriere eigentlich seit seinem Titelgewinn auf dem absteigenden Ast ist. Nach seinem WM-Triumph in Valencia 2006 fuhr der heute 34-Jährige in achteinhalb Jahren nur achtmal auf das Podest. Sein bestes Ergebnis in dieser Zeitspanne war ein zweiter Platz in Indianapolis 2008. Auf dieser legendären Rennstrecke gastiert die Königsklasse an diesem Wochenende.

Beim Heimrennen steht Hayden im Mittelpunkt der US-Medien, da er auch der einzige Lokalmatador ist. Viele Fragen drehen sich um seine Zukunft: „Natürlich denke ich darüber nach, aber es ist noch nichts entschieden“, hält er fest. „Ich muss abwarten, welche Möglichkeiten sich ergeben. Ich genieße es immer noch, diese Motorräder zu fahren. Wenn sich die richtige Chance ergibt, dann möchte ich weitermachen und Spaß haben.“

Indianapolis ist für Hayden, der aus dem benachbarten US-Bundesstaat Kentucky stammt, das richtige Heimrennen, denn Austin in Texas ist etwas weiter entfernt. Sollte Haydens Karriere dennoch bald vorbei sein, würde laut aktuellem Stand kein US-Amerikaner in der Motorrad-WM fahren. Mit Legenden wie Kenny Roberts, Freddie Spencer und Wayne Rainey dominierte die USA einst die Königsklasse.

Diese Zeiten sind lange vorbei. Hayden und Ben Spies waren die Letzten, die in Europa und in der WM Erfolge feiern konnten. „Hoffentlich kommt jemand“, denkt Hayden an einen Nachfolger. „Momentan wird es etwas dauern, aber es ist Blödsinn, dass es nie mehr einen US-Amerikaner in der Motorrad-WM geben wird. Ich hoffe, dass sich MotoAmerica gut entwickelt.“ Die US-Meisterschaft wurde in diesem Jahr neu aus der Taufe gehoben und wird auch von Rainey betreut.

Die US-Fans haben vor allem zwei Hoffnungsträger: Cameron Beaubier kämpft derzeit mit Routinier Josh Hayes in der MotoAmerica um den Titel. Außerdem fungiert Spies als Berater von Beaubier. Der zweite vielversprechende Mann ist PJ Jacobsen, der am vergangenen Wochenende in Sepang seinen ersten Sieg in der Supersport-WM feierte.

Text von Gerald Dirnbeck

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