Bikern, die sich mit anderen Motorradreisenden austauschen wollen, sei das Touratech Travel-Event empfohlen. Das findet einmal pro Jahr statt. Tausende Motorradfahrer treffen sich dort, um sich unter Gleichgesinnten ihrem Fernweh hinzugeben und Motorradzubehör zu testen. Erfahrungen aus erster Hand bieten auch zahlreiche Dokumentationen, wie die von Hollywood-Star Ewan McGregor, der die Welt auf dem Motorrad umrundete. Der Film heißt „Long way round“ und erreichte ein Millionenpublikum. Er erzählt von seiner 115-tägigen Motorreise durch über 15 Länder – eine gute Einstimmung auf den anstehenden Motorradurlaub. Quelle: Bild 1: pixabay © PetrFromMoravia (CCO Public Domain) Bild 1: pixabay © drozdzok (CCO Public Domain) Bild 1: pixabay © hbieser (CCO Public Domain)

Mit oder ohne Reiseveranstalter – eine Motorradreise muss im Vorfeld gut geplant sein.

Mehr als sechs Millionen Motorräder sind derzeit in der Bundesrepublik angemeldet. Die Branche boomt und ein Ende ist nicht abzusehen. Möglich, dass hier auch die steigenden Spritpreise eine Rolle spielen, die immer mehr junge Menschen darüber nachdenken lassen, ob ein motorisiertes Zweirad nicht die bessere Alternative ist. Wie auch immer das Interesse am Motorradfahren geweckt wird, eines liegt auf der Hand: Wer in jungen Jahren bereits aufs Motorrad steigt, der kann sich ein Leben ohne das praktische Gefährt kaum noch vorstellen. In den meisten Fällen wächst das Interesse am Motorradfahren mit steigendem Alter. Allerdings kommen andere Aspekte hinzu, die die Verbindung zum Zweirad stärken. Einer davon ist unbestritten die Freizeitgestaltung.

Geweckte Reiselust per Motorrad wächst über die Jahre

Das Interesse, mit einem Zweirad fremde Kulturen und Länder zu erobern, nimmt stetig zu. Für eingefleischte Motorradfans ist eine Motorradreise in die USA genau das Richtige. Das On-the-Road-Feeling und Freiheitsgefühl, dass sie bei diesen Reisen empfinden, lässt sich mit nichts so schnell nachmachen. Und wer einmal auf der Route 66 entlang gecruist ist oder auf der Panamericana von Feuerland nach Alaska auf zwei Rädern reiste, weiß, was Abenteuer bedeutet. Eine Motorradreise durch die USA ist etwas Besonderes. Sie ruft noch Jahrzehnte später Erinnerungen hervor und bringt das Gefühlsleben durcheinander.

Der Wüstenfotograf Michael Martin hat das Hobby Motorradreisen zum Beruf gemacht. Er reist seit über 25 Jahren mit seinem BMW-Motorrad durch die Wüsten dieser Erde, dazu gehören auch die vier großen Wüsten Nordamerikas

  • Chihuahua Desert,
  • Mojave Desert,
  • Sonora Desert und
  • Great Basin Desert.

Der Abenteurer liebt seine Maschine. Denn sie ist leicht, schmal und wendig und lässt einen selbst auf engen Pfaden entlangfahren. Als Fotograf muss er an die entlegensten Stellen gelangen, um den einen Moment mit seiner Kamera einfangen zu können. Aber ohne eine gute Organisation ist sein Reiseleben auf zwei Rädern nicht machbar. Wie sich eine Motorradreise organisieren lässt, wird im Folgenden erläutert.

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Mit der Harley die Route 66 entlang zu cruisen ist ein Traum vieler Biker. Mit der richtigen Vorbereitung wird er zur Realität.

Motorradreise über Veranstalter buchen: schnell, sicher und effizient?

Damit Motorradfahrer sich nicht um die Reise und das Verschiffen des Motorrads kümmern müssen, sollten sie einen Reiseveranstalter ihres Vertrauens aufsuchen, der die Reise durch die USA organisiert. Sonst müssen Motorradfans ihre Abenteuer in der fernen Welt schon Jahre vorher planen. Viele Menschen, die eine solche Reise machen wollen, haben aber beruflich bedingt nur wenige Wochen Zeit. Ein Reiseveranstalter klärt zudem über alle Risiken auf, weißt auf Verkehrsregeln hin und kennt sich mit den Wetterbedingungen aus. Auch zeigt er rustikale Unterkünfte abseits der Zivilisation auf und erklärt, an wen sich die Motorradfahrer im Verletzungsfall wenden sollen.

Bei vielen Veranstaltern lässt sich der Routenverlauf im Hinblick auf Sehenswürdigkeiten und Streckenabschnitte selbst bestimmen. Bei der Auswahl einer Tour sollten die Etappenlänge, die Hotelauswahl, die gebotene medizinische Notfallausrüstung, der Mechanikerservice und die Motorräder eine Rolle spielen. Denn manche Veranstalter bieten vor Ort gleich die geeigneten Maschinen an, sodass das eigene Motorrad zu Hause bleiben kann.

Praxistipp: Bei komplizierten Touren in der Gruppe fahren

Zwar können Motorradreisende bei einer geführten Tour nicht jeden Tag aufs Neue entscheiden, wo die Reise hingeht, doch ein durchorganisiertes Programm hat Vorteile. Die Absicherung in einer Gruppe ist besser, vor allem wenn die Strecke durch schwierige Regionen führt. Wer im argentinischen Patagonien alleine unterwegs ist, sollte sich bewusst sein, dass ein Sturz mit gebrochenem Knöchel tödlich enden kann, weil niemand nach einem Touristen suchen wird. Bestimmte Gebiete sollten deshalb mindestens zu zweit befahren werden. Wer mit einem Tourguide unterwegs ist, sollte eine Person wählen, die die Landessprache beherrscht und eine ausgeprägte soziale Kompetenz hat, damit bei Komplikationen alles glatt verläuft.

Persönliche Vorbereitung auf Motorradreise in Übersee ist wichtig

Sobald die Reise sicher vorbereitet ist, können Motorradfreunde die Sehnsucht nach dem Fernweh stillen. Bei schlechter Planung endet die Traumreise allerdings unter Umständen unsanft. Zu einer guten Vorbereitung gehört auch das Trainieren der körperlichen Fitness. Denn bei einer langen, oft mehrere tausend Kilometer umfassenden Motorradreise durch die USA oder Südamerika, ist man wochenlang unterwegs. Das zehrt an den Kräften. Je fitter der Körper ist, desto länger ist es möglich zu fahren.

  • Auch eine geeignete Schutzkleidung ist notwendig. Bei einer großen Reise sind Motorradfahrer extremen Wetterbedingungen ausgesetzt. Von gleißender Wüstensonne bis hin zu Sturmböen und Starkregen ist wettertechnisch alles dabei.
  • Hochwertige Kleidung ist das A und O. Sollte diese Risse oder Kratzer haben, kann sie schnell versagen und ihre Schutzfunktion einbüßen.
  • Eine Protektoren-Ausrüstung, ein Regenschutz und wasserdichte Handschuhe sollten bei keiner Tour fehlen.
  • Bei Fahrten durch das Gebirge gehört darüber hinaus Sommer- und Winterkleidung ins Gepäck. Membran-Multifunktionskleidung mit herausnehmbaren Thermofutter hat sich bei solchen Reisen bewährt.
  • Wichtig ist auch, die Maschine auf Herz und Nieren zu überprüfen und vor der Abreise einen Termin in einer Werkstatt zu organisieren, damit das Gefährt auf Vordermann gebracht wird.

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Bikern, die sich mit anderen Motorradreisenden austauschen wollen, sei das Touratech Travel-Event empfohlen. Das findet einmal pro Jahr statt. Tausende Motorradfahrer treffen sich dort, um sich unter Gleichgesinnten ihrem Fernweh hinzugeben und Motorradzubehör zu testen. Erfahrungen aus erster Hand bieten auch zahlreiche Dokumentationen, wie die von Hollywood-Star Ewan McGregor, der die Welt auf dem Motorrad umrundete. Der Film heißt „Long way round“ und erreichte ein Millionenpublikum. Er erzählt von seiner 115-tägigen Motorreise durch über 15 Länder – eine gute Einstimmung auf den anstehenden Motorradurlaub.

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