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© GP-Fever.de – Hofmann rätselt, was Marquez motivierte, Rossi so energisch zu bekämpfen

Seit dem kontroversen Zwischenfall beim Malaysia-Grand-Prix in Sepang gab es in den sozialen Netzwerken unzählige Meinungen zu Valentino Rossis Verhalten.

Bei den Fans, den Fahrerkollegen und den MotoGP-Experten gibt es nach wie vor keine einheitliche Meinung: Es gibt Sympathisanten, die Rossis Manöver verteidigen, aber auch Gegner, die den Routinier vorwerfen, den Sport geschädigt zu haben.

TV-Experte und Ex-Racer Alex Hofmann stellt sich auf Rossis Seite und hinterfragt, was Marc Marquez motiviert hat, den WM-Führenden so energisch herauszufordern. Via ‚Twitter‘ macht sich der ehemalige MotoGP-Pilot Luft und stellt klar, dass ihn die meisten Kommentare in den sozialen Netzwerken nerven.

„Nun lassen wir den ehemaligen Racer in mir zu Wort kommen. Es tut mir leid, dass ich 99,9999 Prozent der anderen damit ausschließe. Wer sich nie mit einer MotoGP-Maschine einen harten Kampf in Sepang geliefert hat, bei dem sehr viel Adrenalin, Leidenschaft, Frustration, Hoffnung, Risiko, Enttäuschung und eine gewisse Aufopferung im Spiel sind, der kann kein Urteil darüber abgeben“, betont Hofmann energisch.

„Es treffen Leidenschaft und Adrenalin aufeinander. Zudem kommt die persönliche Gefühlslage dazu und die Fahrer sollen dann bei über 300 km/h binnen Millisekunden ihre Entscheidungen treffen. Ihr Couchpotatoes seid so lustig“, kritisiert Hofmann die teilweise unsportlichen Meinungen der MotoGP-Fans. Dass es in Sepang zu einem Zwischenfall kommen wird, ahnte Hofmann bereits nach wenigen Runden, als der Zweikampf zwischen Marc Maruqez und Rossi immer intensiver wurde.

„Der Racer in mir prophezeite den Sturz in Termas und auch den Zwischenfall in Sepang, bevor er passierte, weil er alle Faktoren genau kannte. Ich weiß, wie die Jungs unter ihren Helmen ticken“, schreibt Hofmann, der von 1999 bis 2007 Stammpilot in der Motorrad-Weltmeisterschaft war.

„Der Racer in mir kann nicht ganz nachvollziehen, welche Beweggründe Marc Marquez in diesen zwei Rennen hatte. Der Racer in mir hat vollstes Verständnis für eine Reaktion, wie sie Valentino Rossi in dieser besonderen Situation zeigte. Egal, ob sie richtig oder falsch war, fair oder unfair“, bemerkt Hofmann. „Ich kann selbst Loris Capirossis Manöver in der Saison 1998 nachvollziehen – oder das von Marco Melandri 1999 oder Hans Spaan und alle weiteren Zwischenfälle bevor. Sie verfolgten auf der Strecke einen Traum und waren mit dem Herzen echte Racer. Deswegen lieben wir sie.“

Text von Sebastian Fränzschky

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5 Antworten auf Alex Hofmann: „Habe vollstes Verständnis für Rossi“

  1. Pol

    ich wünsche mir rossi als weltmeister, dann ist endlich einmal einer weltmeister der dümmer ist als sein bike.

  2. Gina

    DANKE ALEX !!!! HAST du sehr gut formuliert !

  3. Harry

    Alex hat es auf den Punkt gebracht und der User pol ist ein Depp..

  4. Schmidbauer Roland

    Bravo Alex. Rossi´s Reaktion war nur Menschlich. Wenn mich einer mehrmals anrempelt, schieb ich ihn auch weg. Rossi wollte sicher nicht, das MM stürzt, aber seine Aktionen muss er sich auch nicht gefallen lassen. Auf jede Aktion folgt nun mal eine Reaktion.

  5. pool

    SCHADE! Ich habe so für Rossis Motorrad gehofft. Es hätte Weltmeister werden können. Aber mit Rossis Verstand ist das leider nicht möglich. SCHADE;)

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