(Motorsport-Total.com) – In der nächsten Saison, der letzten unter den aktuellen Technikregeln, bevor die MotoGP 2027 größere Änderungen erfährt, wird Ducati denselben Ansatz wie in diesem Jahr beibehalten. Die Idee, sechs identische Maschinen einzusetzen, wurde verworfen, hauptsächlich aus Produktions- und Vertragsgründen.

Die Marquez-Brüder werden 2026 identisches Werksmaterial erhalten

Daher wird es drei volle Werksmaschinen und drei Bikes aus dem Vorjahr geben, genau wie jetzt. Motorsport.com, eine Schwesterseite von Motorsport-Total.com, hat jedoch erfahren, dass eine bedeutende Änderung bevorsteht.

Die dritte GP26 wird nicht an VR46 und Fabio Di Giannantonio gehen, wie es in dieser Saison der Fall ist, sondern stattdessen an Gresini und Alex Marquez vergeben werden.

Das Ducati-Management informierte alle Beteiligten am vergangenen Sonntag in Misano über die Entscheidung, nachdem das Team von Valentino Rossi die Option einer Maschine der neuesten Spezifikation für 2026 abgelehnt hatte.

Ducati entschied daraufhin, sie dem Fahrer zu übergeben, der ihrer Ansicht nach in diesem Jahr am meisten verdient: dem jüngeren Marquez-Bruder, aktuell Zweiter in der WM.

Es bleibt bei drei aktuellen Prototypen
Angesichts von Kontroversen und Diskussionen über das Potenzial der neuesten Desmosedici-Version, der GP25, hatte Ducati ernsthaft erwogen, den neuen Prototyp zu standardisieren. Dieser hätte jedoch auf einer der bereits homologierten Maschinen basieren müssen, da die Motoren für die nächste Saison eingefroren sind.

Die Leistung und Wettbewerbsfähigkeit von Marc Marquez auf der GP25 beseitigte jedoch alle Zweifel und überzeugte Ducati, an der aktuellen Strategie festzuhalten.

Di Giannantonio, der 2025 das aktuelle Werksbike pilotiert, hat zwar einen Werksvertrag, muss jedoch in der nächsten Saison zurückstecken, da sein Team sich geweigert hat, den doppelten Preis für ein Bike der neuesten Spezifikation zu zahlen, das ihrer Ansicht nach kaum Unterschiede zur GP24 bietet.

Upgrade für Gresini und Alex Marquez
Was Fermin Aldeguer betrifft, so kam der Spanier mit dem Versprechen zu Ducati, in seiner zweiten Saison eine volle Werksmaschine zu erhalten – etwas, das letztlich nicht eintreten wird. Zur Entschädigung hat Ducati ihm eine Reihe von Zugeständnissen angeboten, die seiner langfristigen Karriere zugutekommen könnten.

Generaldirektor Gigi Dall’Igna, der Mann hinter Aldeguers Verpflichtung, ist begeistert von der Leistung des Rookies – er wird voraussichtlich zum „Rookie of the Year“ gekrönt – und unterstützt ihn als Teil eines langfristigen Projekts.

Ducati und Gresini, bis Ende 2026 unter Vertrag, verhandeln nun die Bedingungen eines Abkommens, das ihnen den Status von Ducatis zweitem Werksteam verleihen und sicherstellen würde, dass Alex die Anerkennung für seine starke Saison erhält.

Alex Marquez selbst hat seinen Vertrag mit Gresini im letzten Jahr um zwei Jahre bis 2026 verlängert, wobei unklar bleibt, ob sich sein aktueller Status innerhalb des Ducati-Fahreraufgebots in der kommenden MotoGP-Saison ändern wird.

Text von Ruben Carballo Rosa, Übersetzung: Juliane Ziegengeist

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