© www.motoGP.com - Im vierten Rennen hat Maverick Vinales zum ersten Mal gewonnen

Der Sieg in Le Mans wurde in einem engen Duell zwischen WM-Spitzenreiter Nicolas Terol und Rookie Maverick Vinales entschieden. Vom Start weg übernahm Terol die Führung, doch sein spanischer Landsmann hängte sich sofort an das Hinterrad und übte Druck aus. In der letzten Kurve unterlief Terol ein kleiner Fahrfehler, den Vinales sofort nutzte und als Erster über die Zielline fuhr. Sandro Cortese und Jonas Folger kämpften in der Verfolgergruppe.

Terol nutzte seine Pole-Position perfekt und ging sofort in Führung. Einen sehr guten Start hatte auch Cortese, der sich sofort an das Hinterrad des Spaniers hängte. Rookie Vinales folgte auf Rang drei. Durch die erste enge Schikane kamen alle gut durch. Auch im Verlaufe der ersten Runde ging niemand zu Boden. Folger reihte sich auf Platz sieben ein. An der Spitze setzte Terol seine Taktik sofort um und fuhr sich einen kleinen Vorsprung heraus.

Bei den kühlen Temperaturen war der Umgang mit den Reifen in der Anfangsphase wichtig. Cortese konnte das Tempo nicht ganz halten und wurde von Vinales überholt. Der Rookie war der Einzige, der Terol folgen konnte. Cortese lag bereits nach zwei Runden zwei Sekunden zurück und führte die Verfolgergruppe an. Diese bestand aus Hector Faubel, Efren Vazquez, Sergio Gadea und einigen weiteren Piloten.

Faubel erhöhte das Tempo und ging an der Start- und Zielgeraden an Cortese vorbei. Somit führten drei Spanier in Frankreich. Eine starke Leistung zeigte Vinales, der am Hinterrad von Überflieger Terol klebte und locker mithalten konnte. Früh vorbei war das Rennen für Niklas Ajo. In der dritten Runde verabschiedete sich der Finne mit einem Sturz.

Das Duo an der Spitze fuhr pro Runde durchschnittlich um acht Zehntelsekunden schneller als die Verfolger. Terol hatte nach dem Qualifying nicht mit Vinales als Hauptkonkurrent gerechnet. In der zweiten Gruppe zeigte Folger sein Talent, überholte Gegner um Gegner und kämpfte munter mit Faubel und Vazquez um Platz drei. Cortese hielt als Sechster mit und beobachtete die Kämpfe vor ihm.

In der elften Runde übernahm Vinales in der Schikane die Führung. Zum zweiten Mal nach Jerez hatte Terol einen echten Gegner in diesem Jahr. Einen Umlauf später übernahm der WM-Spitzenreiter aber wieder die Spitze. Vinales ließ aber nicht locker und setzte sich neun Runden vor Schluss wieder in Front. Terol wehrte sich aber nicht sonderlich und begann, den für ihn ungewohnten Gegner zu studieren.

Cortese drehte ebenfalls auf. Er überholte Folger und Vazquez und machte Jagd auf den letzten Podestplatz, auf dem Faubel fuhr. Die Kampfgruppe lag weiterhin eng beisammen und die Entscheidung fiel erst in den letzten Runden. An der Spitze führte Vinales, der Terol deutete, er solle doch nach vorne fahren. Der Routinier begnügte sich aber mit Platz zwei und wollte nicht die Führungsarbeit leisten. Die Taktikspielchen hatten begonnen.

Vier Runden vor dem Ziel übernahm Terol wieder das Kommando. Vinales blieb aber dran und setzte seinen Landsmann bis zur Ziellinie unter Druck. In der letzten Kurve unterlief Terol ein kleiner Fahrfehler, den Vinales sofort nutzte. Der Teenager stach innen hinein und ließ sich bis zur Ziellinie den Sieg nicht mehr nehmen. Bereits in seinem vierten Rennen hat der amtierende spanische Meister seinen ersten Triumph gefeiert.

Terol musste sich zwar knapp geschlagen geben, doch in der WM führt der Aspar-Pilot immer noch komfortabel mit 36 Punkten Vorsprung vor Cortese. Der Kampf um den letzten Podestplatz war früh entschieden. Vazquez konnte sich wenige Runden vor Schluss von der Gruppe lösen und feierte sein erstes Podium in diesem Jahr. Faubel sorgte als Vierter für einen totalen spanischen Triumph.

Die französischen Fans durften sich über den fünften Platz von Johann Zarco freuen. Die beiden Piloten aus Deutschland konnten am Ende keine Angriffe mehr setzen. Folger kam eine halbe Sekunde vor Cortese als Sechster über die Linie. Gadea, Miguel Oliveira und Luis Salom komplettierten die Top 10. Der Schweizer Giulian Pedone wurde 23.

Pech hatte das Mahindra-Team. Danny Webb kämpfte lange um den letzten WM-Punkt. Wenige Runden vor dem Ziel rollte der Brite mit technischem Defekt aus. Im gleichen Umlauf blieb auch Marcel Schrötter stehen. Auch Harry Stafford sah die karierte Flagge nicht.

Ergebnisse:
1 25 25 Maverick VIÑALES SPA Blusens by Paris Hilton Racing APRILIA 42’00.505 143.456
2 20 18 Nicolas TEROL SPA Bankia Aspar Team 125cc APRILIA 42’00.553 143.454 0.048
3 16 7 Efren VAZQUEZ SPA Avant-AirAsia-Ajo DERBI 42’07.341 143.068 6.836
4 13 55 Hector FAUBEL SPA Bankia Aspar Team 125cc APRILIA 42’08.803 142.986 8.298
5 11 5 Johann ZARCO FRA Avant-AirAsia-Ajo DERBI 42’09.095 142.969 8.590
6 10 94 Jonas FOLGER GER Red Bull Ajo MotorSport APRILIA 42’10.741 142.876 10.236
7 9 11 Sandro CORTESE GER Intact-Racing Team Germany APRILIA 42’11.172 142.852 10.667
8 8 33 Sergio GADEA SPA Blusens by Paris Hilton Racing APRILIA 42’16.147 142.572 15.642
9 7 44 Miguel OLIVEIRA POR Andalucia Banca Civica APRILIA 42’23.343 142.168 22.838
10 6 39 Luis SALOM SPA RW Racing GP APRILIA 42’31.406 141.719 30.901
11 5 23 Alberto MONCAYO SPA Andalucia Banca Civica APRILIA 42’34.301 141.558 33.796
12 4 15 Simone GROTZKYJ ITA Phonica Racing APRILIA 42’34.918 141.524 34.413
13 3 96 Louis ROSSI FRA Matteoni Racing APRILIA 42’35.201 141.509 34.696
14 2 26 Adrian MARTIN SPA Bankia Aspar Team 125cc APRILIA 42’41.741 141.147 41.236
15 1 10 Alexis MASBOU FRA WTR-Ten10 Racing APRILIA 42’57.448 140.287 56.943
16 76 Hiroki ONO JPN Caretta Technology KTM 42’57.914 140.262 57.409
17 52 Danny KENT GBR Red Bull Ajo MotorSport APRILIA 42’58.268 140.242 57.763
18 53 Jasper IWEMA NED Ongetta-Abbink Metaal APRILIA 42’58.328 140.239 57.823
19 63 Zulfahmi KHAIRUDDIN MAL Airasia-Sic-Ajo DERBI 42’58.389 140.236 57.884
20 3 Luigi MORCIANO ITA Team Italia FMI APRILIA 43’02.594 140.008 1’02.089
21 84 Jakub KORNFEIL CZE Ongetta-Centro Seta APRILIA 43’03.218 139.974 1’02.713
22 17 Taylor MACKENZIE GBR Phonica Racing APRILIA 43’25.923 138.754 1’25.418
23 30 Giulian PEDONE SWI Phonica Racing APRILIA 43’43.003 137.851 1’42.498
24 43 Francesco MAURIELLO ITA WTR-Ten10 Racing APRILIA 43’44.390 137.778 1’43.885
25 56 Peter SEBESTYEN HUN Caretta Technology KTM 43’45.408 137.724 1’44.903
26 19 Alessandro TONUCCI ITA Team Italia FMI APRILIA 43’45.861 137.701 1’45.356
27 91 Kevin SZALAI FRA Maxiscoot MVT Racing APRILIA 42’23.829 136.219 1 lap
28 92 Kevin THOBOIS FRA Team RMS HONDA 43’28.245 132.854 1 lap

Text von Gerald Dirnbeck

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