Tom Sykes - © Kawasaki

© Kawasaki – Tom Sykes reist mit einem Punktevorsprung nach Magny-Cours

Zwei Rennwochenenden sind in der laufenden Saison der Superbike-WM noch zu fahren. 100 WM-Punkte sind noch zu vergeben und vier Fahrer haben noch Chancen auf den Titel. Es wird auf alle Fälle einen neuen Weltmeister geben.

Kawasaki-Ass Tom Sykes führt nach dem Ausflug nach Laguna Seca die WM mit 361 Punkten an. Der Brite eroberte in Kalifornien einen Sieg und einen vierten Platz. Auf der Lauer liegen die beiden Aprilia-Werksfahrer.

Eugene Laverty, der im nächsten Jahr aller Voraussicht nach bei Forward MotoGP fahren wird, hat seinen Aufwärtstrend in den USA fortgesetzt. Nach Platz drei im ersten Lauf holte sich der Nordire im zweiten Rennen in einem engen Duell gegen Davide Giugliano seinen siebten Saisonsieg ab. Damit schob sich Laverty in der WM an seinem Teamkollegen Sylvain Guintoli vorbei auf den zweiten Platz. Sein Rückstand auf Sykes beträgt 23 Punkte.

Guintoli wurde in den USA zweimal Fünfter wodurch sein Punkterückstand auf 24 Zähler angewachsen ist. Ebenfalls noch Chancen hat BMW-Werksfahrer Marco Melandri, dem 42 Punkte auf Sykes fehlen. Der große Favorit ist Sykes, der in diesem Jahr auch die Konstanz auf seiner Seite hat. „Der Sieg am Samstag war großartig und auch am Sonntag habe ich lange geführt, aber dann hatte ich zum ersten Mal an diesem Wochenende Probleme mit dem Grip“, spricht Sykes den zweiten Lauf in Laguna Seca an.

„Ich war plötzlich um sechs oder sieben Zehntelsekunden von meinen besten Zeiten entfernt. Wir müssen uns ansehen was da los war. Wir wissen, dass wir am Sonntag das Potenzial hatten. Generell habe ich meine WM-Führung ausgebaut, aber ein zweiter Podestplatz wäre schön gewesen. Wir können uns noch verbessern und es kommen jetzt gute Strecken für uns. Deshalb bin ich zuversichtlich. In weniger als einer Woche geht es bereits in Frankreich weiter.“

Bereits am kommenden Wochenende gastiert die Superbike-WM in Magny-Cours. Am 20. Oktober steigt das Finale in Jerez. Sykes gegen Aprilia lautet das Motto. Laverty ist im Angriffsmodus: „Es war kein einfaches Rennen. Am Samstag hatte ich Mühe mit der Spitze mitzuhalten und kam nach zwei Überholmanövern in der letzten Runde noch auf das Podest. Ich muss mich beim Team bedanken, denn wir haben viel am Motorrad gearbeitet. Wir haben auch einen großen Schritt vorwärts gemacht. Trotz der Gripprobleme konnte ich besser fahren.“

„Ich habe dieses Resultat nicht erwartet. Dadurch bin ich jetzt Zweiter in der Weltmeisterschaft, aber es kommen jetzt zwei unterschiedliche Strecken auf uns zu“, blickt Laverty mit Sorgen voraus. „Im Vorjahr hatte ich in Magny-Cours Mühe, aber meine RSV4 hat sich seit damals stark verändert. Jerez ist unsere Teststrecke, also könnten wir dort einen Vorteil haben. Ich werde an den kommenden beiden Wochenenden in jedem Training 100 Prozent geben.“

Das muss auch Guintoli machen, wenn er den WM-Titel gewinnen will. Lange führte der Franzose die WM an, doch in jüngster Zeit machte ihm vor allem sein Teamkollege Laverty das Leben schwer. „Es war ein enttäuschendes zweites Rennen. Ich hatte mir viel mehr erwartet. Mein Start war gut, aber wenn man einige Meter verliert, dann kann man die Lücke kaum aufholen, weil die Pace sehr hoch ist. So wie am Samstag fehlte mir etwas, wenn ich in einer Gruppe fahre.“

„Ich konnte dann nicht die gleiche Pace halten, die ich alleine fahren konnte. Daran müssen wir arbeiten, denn wir haben das Motorrad zwischen den beiden Rennen nicht verändert. Ich muss mich wieder konzentrieren“, so Guintoli. „Mir fehlte nicht der Speed. Als ich am Samstag vorne war, war ich sehr schnell. In einigen Tagen geht es nun in Magny-Cours weiter. Das ist mein Heimrennen. Ich hoffe, dass ich dort wichtige Punkte aufholen kann.“

Text von Gerald Dirnbeck

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