© Motorsport-Total.com - Bradley Smith hat bei den Testfahrten in Spanien die Tech 3 weiterentwickelt

Bradley Smith hat seine Debüt-Saison in der Moto2 auf dem siebten WM-Rang abgeschlossen und war der beste Brite. Die Höhepunkte waren drei Podestplätze im Frühsommer. Beim Heimrennen in Silverstone wurde er Zweiter, und in Assen und Mugello jeweils Dritter. Generell war die Saison von Höhen und Tiefen geprägt. An der Spitze dominierten Stefan Bradl, der ein Kalex-Motorrad fuhr, und Marc Marquez mit der Suter. Smith saß auf einer Eigenentwicklung von Tech 3. Es wurden konstant Fortschritte erzielt.

„Ich habe nicht erwartet, dass es so gut laufen wird. Das Tech-3-Motorrad ist eigentlich schon eine Überraschung für sich. Wir haben vom ersten Test bis zum Saisonfinale große Fortschritte gemacht. Ich schätze, das ist die größte Überraschung überhaupt“, wird Smith von ‚Motor Cycle News‘ zitiert. Auch im kommenden Jahr wird der dreifache Grand-Prix-Sieger für Herve Poncharal antreten. Im Vertrag ist der MotoGP-Aufstieg für 2013 festgelegt.

Smith und das Tech-3-Team verfolgen einen langfristigen Plan. Als große Stärke bezeichnet der 21-Jährige sein „Gefühl für das Motorrad und wie ich dieses Gespür an das Team weitergeben kann. Da ich vom Motocross komme, verstehe ich, was das Motorrad tut, wenn es rutscht.“ Im Alter von sechs Jahren hat Smith seine erste Motocross-Maschine bekommen. Sein Vater ist früher Motocross-Rennen gefahren.

„Sobald ich über die Reifen ein Gefühl für das Motorrad habe, dann verstehe ich sehr schnell, in welche Richtung wir gehen und welche Bereiche wir verbessern müssen. In diesem Jahr haben wir den Rückstand von 1,5 Sekunden auf die schnellsten Jungs reduziert.“ Feedback zählt also zu den Stärken des Briten. Das wird auch nötig sein, wenn er in die Königsklasse wechseln wird, wo die Abstimmung der Motorräder um ein Vielfaches komplizierter ist.

Soweit denkt Smith aber noch nicht, denn erst gilt es, eine erfolgreiche Saison 2012 zu absolvieren. „Die Moto2 passt besser zu meinem Stil. Ich bin ab dem Alter von sechs Jahren mit Motocross aufgewachsen, also bin ich es gewohnt, wenn das Motorrad unter mir rutscht. Damit fühle ich mich zuhause. Mit der 125er musstest du sorgfältig umgehen. Meine Größe hatte mir am Ende auch nicht geholfen. Trotzdem habe ich mit der 125er den Straßensport gelernt.“

Die große Frage bleibt immer noch offen, ob die Moto2 eine gute Vorbereitung für die Königsklasse ist. Während Toni Elias große Probleme hatte, konnte sich Karel Abraham teilweise gut in Szene setzen. Nun steht Stefan Bradl vor der Herausforderung, von der Moto2 auf eine MotoGP-Maschine umzusteigen. „Ich würde gerne mehr Power sehen“, sagt Smith über die mittlere Klasse.

„Im Moment ist es mehr eine große, schwerere und kräftigere 125er. Man kontrolliert nicht viel mit dem Gasgriff. Man geht von 25 bis 30 Prozent Öffnung sofort auf 100 Prozent. Man muss über nichts nachdenken. Vom Gewicht her ist es richtig, weil man sich daran gewöhnt, dass sich das Motorrad stark bewegt und man hier und dort einen Unterschied ausmachen kann. Ich würde es lieber sehen, wenn man mehr mit dem Gasgriff kontrollieren muss.“

Text von Gerald Dirnbeck

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