© Infront - Carlos Checa gewann 2011 seinen erste Superbike-Weltmeisterschaft

Seit 1993 startet Carlos Checa im internationalen Motorradrennsport. Nach ersten Gehversuchen in der 125er- und 250er-Weltmeisterschaft stieg er ab 1995 beim damaligen Pons-Team zur festen Größe in der 500er-Weltmeisterschaft auf. Zwei Siege feierte der Spanier auf einer Honda NSR500, bevor er 1999 zu Yamaha wechselte. Doch anstatt des erhofften Durchbruchs folgten neun eher durchwachsene Jahre in der „Königsklasse“.

Zwar schaffte Checa mehrmals den Sprung aufs Podium, doch aus dem erhofften dritten Grand-Prix-Sieg wurde nichts. Nach seinem Wechsel in die Superbike-WM ging es für den Routinier zunächst ähnlich weiter. Fünf Rennsiege in den ersten drei Jahren bei Ten Kate und Althea waren zwar keine schlechte, aber auch keine überragende Ausbeute. Doch in der abgelaufenen Saison dominierte Checa phasenweise nach Belieben. 15 Siege in 26 Rennen sprechen eine eindeutige Sprache. Der Ducati-Pilot distanzierte den WM-Zweiten Marco Melandri am Ende um satte 110 Punkte.

Die Gründe für die überlegenen Erfolge 2011 liegen für Checa in dem Umstand, dass er trotz diverser Rückschläge und Enttäuschungen im Laufe seiner langen Rennfahrerkarriere nie aufgab. „Ich habe vieles über den Rennsport und mich selbst gelernt. Ich habe mich immer weiter entwickelt, habe ständig dazugelernt und bin ein besserer Fahrer und besserer Mensch geworden“, wird der neue Champion von ‚Fastbike‘ zitiert. In dieser Entwicklung liege für ihn die größte Befriedigung.

Einen weiteren Grund für seinen späten Durchbruch sieht der Katalane in der guten Atmosphäre innerhalb der Althea-Ducati-Mannschaft. „Ich fühle mich mit der 1198 und meinem Team sehr wohl – ich würde sagen, wir passen besser zusammen als ich das jemals zuvor mit einem anderen Bike oder Team erlebt habe. Und daraus ergibt sich eine siegreiche Kombination“, meint Checa.

Am letzten Rennwochenende der Saison 2011 unterschrieb der Weltmeister einen neuen Vertrag bei Althea. Zuvor hatte es im Fahrerlager Gerüchte um einen Wechsel zu BMW oder ein Karriereende gegeben. Doch Checa stellt seine Ziele für die kommende Saison klar: „Ich werde 2012 am Start sein, um meinen Titel zu verteidigen. Ich bin in der besten Form meines Lebens.“

Dass der Ducati-Pilot die Mission Titelverteidigung mit der bewährten 1198 angehen muss – und nicht etwa mit der neuen 1199 Paginale -, erscheint ihm nicht unbedingt als Nachteil. „Mich verbinden besondere Gefühle mit der 1198 und ich fahre besser als je zuvor. Daher bin ich natürlich sehr froh, auch nächste Saison auf diesem Bike weiterzufahren“, sagt Checa, über das Nachfolgermodell ohnehin noch nicht viel weiß. Er habe aber „sehr viel Gutes“ über die Leistung der 1199 während der bisherigen Testphase gehört.

Text von Lennart Schmid

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