Marc Marquez, Dominique Aegerter © Repsol

© Repsol – So nah wie in Le Mans kam Dominique Aegerter Marc Marquez nur selten

Nachdem Marc Marquez den Moto2-WM-Titel in seiner Debütsaison 2011 noch knapp gegen Stefan Bradl verloren hatte, was unter anderem am einen oder anderen Sturz zu Saisonbeginn und der Verletzungspause am Saisonende lag, drückte der kleingewachsene Spanier der Saison 2012 eindrucksvoll seinen Stempel auf.

Mit neun Siegen bei 17 Rennen fuhr Marquez überlegen zum Titel und steigt für die Saison 2013 in die Königsklasse MotoGP auf.

Neben seinem schieren Speed fiel Marquez in seinen beiden Moto2-Jahren wiederholt durch Kollisionen auf. Konkurrent Dominique Aegerter will diesen Umstand aber nicht überbewerten und verteidigt den Spanier. „Marquez bewegt sich am Limit, das ist so“, stimmt Aegerter im Gespräch mit ‚Motorsport aktuell‘ zu, schiebt aber sofort hinterher: „Als Rennfahrer habe ich damit kein Problem. Der Kampf gehört zu unserem Geschäft.“

Auf dem Weg zum Moto2-Titel geriet Marquez einmal auch mit Aegerter aneinander. Im Hinblick auf den einen oder anderen Vorfall um den Spanier spricht der Schweizer Technomag-Pilot einen interessanten Punkt an. „Ich hatte auch mit anderen Fahrern Berührungen auf der Strecke. Bloß sehen die Fans diese nicht, weil die TV-Kameras eben am schnellen Marquez dranbleiben.“

Das in den beiden vergangenen Jahren von Marquez immer wieder gezeigte Tempo führt Aegerter unter anderem auf dessen geringes Körpergewicht zurück. So begrüßt der Schweizer die Änderung im Moto2-Reglement, wonach ab sofort ein Mindestgewicht für die Kombination aus Motorrad und Fahrer (215 Kilogramm) gilt.

Von den Vorwürfen, dass im Monlau-Team von Marquez in der Saison 2012 nicht alles mit rechten Dingen zuging und im Bereich der Elektronik zu illegalen Mitteln gegriffen wurde, hält Aegerter jedenfalls nichts. „Marquez und sein Team machten einfach einen sehr guten Job. Und wenn man diesen sehr gut macht, schauen am Ende eben drei, vier Stundenkilometer mehr Speed heraus“, so der Schweizer.

Text von Mario Fritzsche

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