Am vergangenen Wochenende fand am Nürburgring der dritte Lauf der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft statt. Trotz ständig wechselnden Wetterbedingungen sahen die 14.700 Zuschauer spannende Rennen.


Die beiden Rennen der IDM-Superbike waren fest in der Hand von Karl Muggeridge. Der Australier bescherte der Marke Honda auf der CBR1000RR Fireblade, nach dem EuroSpeedway Lausitz, den zweiten Doppelsieg des Jahres. Von Startplatz zwei aus ließ er wenig anbrennen.  Die weiteren Podestplätze gingen im ersten Lauf am Mittag an Werner Daemen aus Belgien und Stefan Nebel auf der KTM RC8R. Das Rennen wurde abgebrochen, da kurz vor Schluss Regen einsetzte.
Auch das zweite Rennen am Sonntag Nachmittag musste abgebrochen werden. Gleich in der ersten Kurve kam es zu einer Massenkarambolage, in die unter anderen Teuchert, Marc Wildisen, Dario Giuseppetti, Jakub Smrz und Barry Veneman verwickelt waren. Nach dem Neustart war gegen Karl Muggeridge erneut kein Kraut gewachsen. Muggeridge kam mit 1,4 Sekunden Vorsprung aus der ersten Runde zurück und verwaltete die Lücke hinter sich über die komplette 21-Runden-Distanz. Daemen der einen schlechten Start erwischte, arbeitete sich von Platz 13 nach vor.  Ab Halbzeit kämpfte er hart mit KTM-As Bauer und mit seinem BMW-Teamkollegen Veneman um Rang zwei. Letzterer holte sich den dritten Platz. In der Gesamtwertung konnte Muggeridge seinen Vorsprung in der Eifel klar ausbauen.


Pünktlich zum Start der IDM-Supersport öffnete Petrus seine Schleusen und das Rennen wurde als Regenrennen gestartet. Der Sieg ging an Michael Ranseder vor Günther Knobloch (beide AUT) und Jesco Günther (Wuppertal). Gemeinsam mit dem Australier Damian Cudlin(alle Yamaha) bestimmten sie in beiden Teilen des Rennens. Es gab eine Zweiteilung, denn wegen diverser Stürze musste zunächst in Runde vier abgebrochen und dann neu gestartet werden. Positionskämpfe gab es kaum, Ranseder hatte von vornherein mehrere Sekunden Abstand zwischen sich und die Verfolger gebracht. Mit 4,2 Sekunden Vorsprung gewann der Österreicher vor Knobloch und Günther, der die Führung in der Gesamtwertung übernommen hat.


Der Waldkraiburger Luca Grünwald war der überlegene Pilot in der Klasse IDM 125 auf dem Nürburgring. Der 15-jährige Pilot vom Freudenberg Racing Team holte sich am Samstag die Pole Position und gewann anschließend auch beide Rennen der Achtelliterklasse. Damit hat Grünwald vier der bisherigen fünf Saisonrennen gewonnen und führt in der Meisterschaft klar. Der zweite Rang im aufregenden Samstagsrennen ging an den Schweizer Damien Raemy (KTM) vor seinem Landsmann Patrick Meile (Aprilia). Am Sonntag standen der Schweizer Giulian Pedone (Aprilia/2.) und der 14-jährige Philipp Öttl (KTM/3.) aus Ainring mit Grünwald auf dem Podest.


Als letzten Rennen standen die Sidecars auf dem Programm. Die Polesetter Pekka Päivärinta/Adolf Hänni gewannen das verkürzte Regenrennen. Kurt Hock/Michael Hildebrand, die lange Zeit das Rennen anführten, mussten sich nach einem Dreher in Runde zehn mit dem zweiten Rang zufrieden geben. Der amtierende Meister, Markus Schlosser/Thomas Hofer, hatte mit Reifenproblemen zu kämpfen und erreichte am Ende den dritten Platz.

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