Jonas Folger - © IntactGP

© IntactGP – Jonas Folger freundet sich immer besser mite den Öhlins-Komponenten an

Das Intact-Team startete vergangene Woche in die Saison 2016. Bei einem zweitägigen Test in Valencia versuchten Jonas Folger und Sandro Cortese, ihren Rhythmus zurückzufinden und die neuen Teile für 2016 zu testen.

Neuzugang Folger saß erstmals auf der 2016er-Maschine. Bei den Nachsaisontests im Vorjahr schickte ihn das Team bewusst nur mit dem gewohnten Modell auf die Strecke, da Folger ein Gefühl für die Öhlins-Komponenten entwickeln musste. Bei AGR fuhr Folger mit WP-Federelementen.

Die Bedingungen in Valencia waren nicht ideal. Starker Wind und niedrige Temperaturen machten Vergleiche zum Nachsaisontest schwierig. Zudem limitierte Regen am ersten Tag die Testzeit. Dennoch zogen beide Piloten positive Fazits. Cortese kam am Donnerstag und Freitag auf insgesamt 115 Runden, Folger spulte 124 Umläufe ab.

„Wir haben sehr intensiv am Setup gearbeitet und gegenüber dem ersten Tag einen großen Schritt gemacht“, betont Ex-Moto3-Weltmeister Cortese. „Ich bin sehr zufrieden, nachdem ich am zweiten Tag noch einmal fast 70 Runden fahren konnte. Wir haben einen guten Weg eingeschlagen und sehr gut mit Öhlins zusammengearbeitet.“

Folger wünscht sich mehr Testzeit
„Es war ein erfolgreicher erster Test, der sturzfrei blieb, was sehr wichtig ist fürs Selbstvertrauen“, bilanziert Cortese, der zusammen mit Folger im Anschluss an den Valencia-Test einen weiteren Test in Spanien absolvieren wird: „Ich freue mich jetzt auf Jerez. Dort haben wir noch viele Dinge vor. Darum war es sehr nützlich, dass wir schon ein paar Sachen aussortieren konnten“, so der Intact-Pilot.

Für Teamkollege Folger war Valencia ein wichtiger Test. Die Arbeit mit der 2016er-Kalex genoss der Deutsche: „Wir hatten zwei produktive Tage, an denen wir eine Menge wertvoller Informationen und Daten mit der 2016-Kalex gesammelt haben. Vor allem am zweiten Tag konnten wir die Zeit auf der Strecke intensiv nutzen. Wir haben viele Sachen probiert und aussortiert. Das war wichtig, damit wir wissen, wo wir in Jerez weitermachen. Ein großes Dankeschön an das gesamte Team, meine Crew und Öhlins, die uns viel zur Seite standen“, so Folger.

Restlos zufrieden ist der ehemalige AGR-Pilot aber nicht: „Etwas mehr Runden hätten nicht sicher nicht geschadet, doch es war allemal ein guter Auftakt zum Einfahren. Die Witterungsbedingungen waren wegen des böigen Winds auch am zweiten Tag nicht einfach. Dennoch haben wir die Streckenzeit vollends zu unseren Gunsten genutzt und einen guten Weg gefunden“, berichtet Folger.

Lingg fiebert dem Jerez-Test entgegen
„Es wurden viele verschiedene Dinge ausprobiert und einiges aussortiert. Es gibt natürlich noch vieles mehr zu probieren, was auch unsere Aufgabe für den anstehenden Test an diesem Wochenende in Jerez sein wird. Mit den hier gewonnenen Erkenntnissen werden wir dort weitermachen“, schildert Folger. „Meine schnellste Rundenzeit fuhr ich zwar mit dem weichen Reifen, doch angesichts der Verhältnisse am Freitag kann sich diese Marke durchaus sehen lassen. Ich freue mich, dass es gleich in Jerez wieder weitergeht.“

„Es war ein durchaus positiver Test“, fasst Teamchef Jürgen Lingg zusammen. „Beide Fahrer konnten ihren Winterrost abstreifen und hatten speziell heute einen sehr guten Rhythmus. Die Jungs haben ebenfalls super gearbeitet. Wir haben viel probiert und einiges dazugelernt. Es liegt noch Arbeit vor uns, trotz allem geht es in die richtige Richtung. Auch in Jerez gibt es viele Dinge zu probieren, vor allem fahrwerksseitig – speziell hinsichtlich der Federelemente und der Geometrie. Es wird mit Sicherheit interessant, die gewonnen Daten in Jerez zu vergleichen“, so Lingg.

Text von Sebastian Fränzschky

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