Jorge Lorenzo © Yamaha

© Yamaha – Jorge Lorenzo ist mit den neuen Bridgestone-Reifen nicht zufrieden

Im Yamaha-Werksteam sah man nach dem ersten Tag des zweiten Sepang-Tests keine glücklichen Gesichter. Jorge Lorenzo kam auf eine persönliche Bestzeit von 2:01,158 Minuten. Damit war der Spanier um drei Zehntelsekunden langsamer als die Bestzeit von Alvaro Bautista (Gresini-Honda). Generell waren die Rundenzeiten am Mittwoch langsamer als beim ersten Sepang-Test, denn der Asphalt war noch schmutzig und bot wenig Grip.

Lorenzo fuhr insgesamt 56 Runden und stellte seine persönliche Bestzeit im letzten Versuch auf. Das bedeutete Rang fünf. Die Sorgenfalten auf der Stirn des zweifachen Weltmeisters waren allerdings groß: „Die neuen Hinterreifen funktionieren mit der Yamaha nicht. Ich habe kein Vertrauen und wir sind sehr langsam“, ärgert er sich. „Wir haben alles ausprobiert, aber keine Lösung gefunden. Wir haben auch etwas mit der Elektronik ausprobiert, aber es war schlechter als im Vorjahr.“

Bridgestone hatte keine neuen Reifen für den zweiten Sepang-Test angekündigt. Beim ersten Test standen den Fahrern neben den 2014er-Pneus noch die Reifen aus dem Vorjahr zur Verfügung. Nun gibt es nur noch die neuen Reifen. „Der Reifen vermittelt in der Kurvenmitte, aber auch bei der Beschleunigung kein Vertrauen. Das Gefühl ist sehr schlecht“, schildert Lorenzo seine Eindrücke. „Es scheint, dass Bridgestone andere Reifen liefert. Wir müssen uns auf diese Situation einstellen, aber um ehrlich zu sein, sind wir sehr enttäuscht.“

Auch sein Teamkollege Valentino Rossi haderte mit den Reifen und lag weit über seiner persönlichen Bestmarke vom ersten Test, als er unter zwei Minuten fahren konnte. Heute Mittwoch wurde der Altmeister in 2:01,349 Minuten gestoppt. Das bedeutete Rang sieben. „Die Strecke war heute nicht fantastisch, vor allem wenn man sie mit dem ersten Test vergleicht, wo sie sehr gut war“, so Rossi. „Viele Autos sind seither gefahren. An manchen Stellen lag Öl.“

„Der Asphalt war also deutlich schmutziger, weshalb es schwierig war eine gute Rundenzeit zu fahren. Am Ende wurde es aber etwas besser. Wir arbeiteten an allen Aspekten und versuchten die richtige Balance zu finden. Wir konzentrierten uns auf die Bremsphase“, spricht der Italiener seinen großen Schwachpunkt aus dem Vorjahr an. „Wir versuchten auch die beste Abstimmung für die Reifen zu finden, denn beim ersten Test benutzten wir noch die alten Reifen von 2013. Diese waren für die M1 gut.“

„Wir haben Probleme mit den 2014er-Reifen. Deswegen müssen wir uns darauf konzentrieren, aber gegen Ende des Tages war es nicht so schlecht.“ Die neuen Reifen stehen bei Yamaha auch an den nächsten beiden Testtagen im Fokus, denn eine passende Abstimmung muss gefunden werden. „Morgen werden wir eine ähnliche Einstellung wie im Vorjahr ausprobieren, damit wir uns verbessern“, sagt Lorenzo über das geplante Programm. „Heute war es nicht sehr gut.“

Text von Gerald Dirnbeck

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