© Ducati - Noriyuki Haga möchte in Donington "den Spirit von Japan" zeigen

Die Umweltkatastrophe in Japan hält die Welt seit fast einer Woche in Atem. Auf der Erdbeben vor der Nordostküste des Inselstaates folgte ein verheerender Tsunami, der ganze Landstriche verwüstete und tausende Todesopfer forderte. Hunderttausende Japaner sind obdachlos – und dann ist da noch die nach wie vor prekäre Lage im Atomkraftwerk Fukushima 1, es droht der Super-GAU.

Diese Ereignisse schockieren auch die Motorsportwelt. Der Grand Prix von Japan in Motegi wurde bereits von Ende April auf Anfang Oktober verschoben. Die Formel 1 wird die Lage in Japan beim Saisonauftakt in Melbourne diskutieren. Superbike-Pilot Noriyuki Haga erlebte das Erdbeben in seiner Heimatstadt Nagoya, die 260 Kilometer westlich der Hauptstadt Tokio gelegen ist.

Der Japaner war nach dem Saisonstart der Superbike-Weltmeisterschaft in Australien Ende Februar in seine Heimat gereist. Haga hat sich inzwischen zu Wort gemeldet und berichtet, dass es seiner Familie und ihm gut gehe. „Ich möchte mich bei allen bedanken, die mir geschrieben und mich angerufen haben, die sich um meine Familie und meine Freunde gesorgt haben“, schreibt der Pata-Aprilia-Pilot.

„Wir sind sehr schockiert über das, was in Japan passiert“, fährt Haga fort. „Erdbeben, Tsunami und jetzt die Probleme mit dem Atomkraftwerk. Es ist wie ein Albtraum! Es ist sehr schlimm und hässlich, besonders in der Gegend um Sendai. Ich bin dort früher Rennen gefahren und habe gute Erinnerungen daran, aber jetzt ist alles unglaublich traurig, traurig, traurig.“

Haga will in Donington starten

Sein Zuhause habe bei dem Erdbeben und den zahlreichen Nachbeben nur leichte Beschädigungen davongetragen. „Aber ich habe auch gute Nachrichten. Unseren Freunden Yukio Kagayama und Katsuaki Fujiwara, sowie ihren Familien, geht es gut“, erklärt Haga. „Ich trauere mit allen, die Freunde und Familienmitglieder verloren haben.“

Haga versucht, in den kommenden Tagen nach Europa zu reisen, um es rechtzeitig zum zweiten Rennwochenende der Superbike-WM nach Donington zu schaffen. Der Routinier gibt sich kämpferisch: „Ich werde in Donington Park mein Bestes geben, um allen den Spirit von Japan zu zeigen.“

Text von Lennart Schmid

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