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© FGlaenzel – Yamaha-Pilot Valentino Rossi: „In der Nacht hatte ich Kopfschmerzen“

Yamaha-Werkspilot Valentino Rossi kassierte beim Rennen in Aragon seinen ersten Nuller der laufenden Saison. In der Anfangsphase kam der Italiener von der Strecke ab und kam auf den feuchten Kunstrasen. Dabei verlor Rossi die Kontrolle über seine Yamaha M1 und flog im hohen Bogen ab. Er schlug hart mit dem Kopf auf den Asphalt und zog sich eine Gehirnerschütterung zu.

Der neunmalige Weltmeister wurde ins Krankenhaus eingeliefert, aus dem er sich selbst entließ. Nun gibt er Entwarnung: „Mir geht es gut. Es ist alles in Ordnung. Das ist am wichtigsten. Ich habe mich nicht zu sehr verletzt, wenn man von dem heftigen Schlag auf den Kopf absieht. In der Nacht hatte ich Kopfschmerzen, doch heute geht es mir gut. Ich bin komplett fit.“

Nach den durchwachsenen Trainings schien Rossi im Rennen deutlich konkurrenzfähiger zu sein. Bis zum Sturz behauptete sich der Misano-Sieger in der Spitzengruppe. Entsprechend enttäuschend war der Ausfall: „Es war schade, weil wir vor dem Rennen eine Änderung vornahmen, die mir half. Das Motorrad lief gut. Ich war gut unterwegs und konnte den Rückstand der ersten Runden aufholen. Ich war in der Spitzengruppe.“

„Ich fühlte mich gut und bin überzeugt, dass ich ein gutes Rennen hätte zeigen können. Deshalb war es schade, dass ich stürzte. Obwohl wir ein schwieriges Wochenende hatten, waren wir am Sonntag konkurrenzfähig, auch wenn es ein Kurs ist, der uns nicht so gut liegt“, berichtet der Yamaha-Pilot, der die Verwendung von Kunstrasen in der Auslaufzone kritisiert. Bei Nässe bietet Kunstrasen nahezu keine Haftung.

„Ich kam wie Iannone auf den künstlichen Rasen. Das ist immer ziemlich gefährlich. Der Kurs war durch die morgendlichen Regenschauer noch immer nass. Es konnte nichts ausgerichtet werden“, ärgert sich der WM-Dritte, der durch die Stürze von Marc Marquez und Dani Pedrosa kaum Punkte verlor. „Marc und Dani versuchten, mit den Slicks auf der Strecke zu bleiben. Sie sind ein großes Risiko eingegangen und stürzten“, bemerkt Rossi.

„Wenn ich nur einen Meter eher von der Strecke abgekommen wäre, hätte ich einfach nur eine weite Linie wählen müssen. Doch stattdessen kam ich aufs Gras und stürzte“, ärgert sich der 35-Jährige, der bei den vier verbleibenden Rennen mit Pedrosa und Lorenzo um den Vizetitel kämpft. Die drei Ausnahmekönner werden momentan von 15 Punkten getrennt. „Es stehen drei Rennen in Folge an. Es sind drei Rennen, die sehr toll sind. Ich kenne die Kurse sehr gut. Ich mag sie alle. Ich werde wie bei den vergangenen Rennen mein Bestes geben“, betont Rossi, der sowohl in Motegi, auf Phillip Island als auch in Sepang schon Rennen gewinnen konnte.

Text von Sebastian Fränzschky

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