Tom Sykes - © Kawasaki

© Kawasaki – Tom Sykes bewies in Laguna Seca einen langen Atem und siegte in Rennen 1

Zwei Rote Flagge und fast zwei Stunden Renndauer: Das 22. Saisonrennen der Superbike-Weltmeisterschaft 2013 in Laguna Seca war eine wahre Marathon-Veranstaltung, die letztlich jedoch eine spannende Rennentscheidung hervorbrachte.

Triumphator auf der auf der 3,610 Kilometer langen Strecke in Kalifornien war letztlich Tom Sykes (Kawasaki), der mit seinem siebten Saisonsieg seine WM-Führung ausbaute. Neben dem Briten standen sein Landsmann Chaz Davies (BMW) und Eugene Laverty (Aprilia) auf dem Podium.

Großer Verlierer des Rennens war Sylvain Guintoli (Aprilia), der von der Pole-Position aus gestartet war, letztlich aber nur als Fünfter ins Ziel kam und damit wichtige Punkte auf Sykes einbüßte. Fünf Rennen vor Saisonende hat der Kawasaki-Pilot nun 22 Punkte Vorsprung auf den Aprilia-Piloten. Vierter wurde Marco Melandri (BMW). Davide Guigliano (Althea-Aprilia), Jules Cluzel (Crescent-Suzuki), Toni Elias (Red-Devils-Roma-Aprilia), Ayrton Badovini (Alstare-Ducati) und Mark Aitchinson (Pedercini-Kawasaki) komplettierten die Top 10.

Aber der Reihe nach: Beim Start verteidigte Guintoli seine Führung und ging vor Sykes in die erste Kurve. Dahinter reihten sich Melandri und Davies ein. Von den Startplätzen sieben beziehungsweise fünf gelang den BMW-Piloten ein guter Start. Im Verlauf der ersten Runden ging Davies dann an seinem Teamkollegen vorbei, und setzte Sykes unter Druck, während kurz darauf Laverty Melandri überholte und sich damit nach schwächerem Start wieder auf Position vier verbesserte.

Blitzstarts der BMW

In Runde sieben wurde das Rennen mit der roten Flagge unterbrochen. Ursache dafür war ein Sturz von Gaststarter Danny Eslick (Jordan-Suzuki), der in Kurve sechs von der Strecke gerutscht war. Eslick überstand den Unfall unverletzt, was allerdings nicht für den sogenannten Air-Fence galt. Dem Aufprallschutz vor der Leitplanke ging im wahrsten Sinne die Luft aus. Erst nachdem das Luftpolster ausgetauscht wurde, ging das Rennen nach einer mehr als 30-minütigen Unterbrechung weiter.

Beim Neustart über eine Distanz von 20 Runden wiederholte sich das Szenario des ersten Starts. Guintoli ging vor Sykes in Führung, während dahinter erneut Melandri mit einem Blitzstart Positionen gutmachte. Dahinter reihten sich Laverty und Davies ein, der in der ersten Kurve kurz mit Davide Giugliano (Althea-Aprilia) aneinander geriet. In der vierten Runde rückte Davies jedoch mit einem entschlossenen Manöver in Kurve zehn wieder an Laverty vorbei.

Ähnlich kompromisslos zeigte sich Davies in Runde sieben, als er an seinem Teamkollegen Melandri vorbei auf Position drei ging. Für Nicolo Canepa (Alstare-Ducati) und Leon Haslam (Honda) war das Rennen kurz darauf nach Stürzen beendet. Canepa, der den verletzten Carlos Checa vertritt, konnte im Rennen die starke Vorstellung aus den Trainings nicht wiederholen und fiel von Startplatz drei aus bald ans Ende der Top 10 zurück.

Sykes auf Kurs Richtung WM-Titel
Canepa überstand den Sturz unverletzt, während Haslam sich das linke Bein hielt und nur mit Hilfe eines Streckenpostens das Kiesbett verlassen konnte. Kurz darauf kam auch Gaststarter Roger Lee Hayden (Jordan-Suzuki) trotz geschwenkter gelber Flaggen an der gleichen Stelle wie Haslam zu Fall, woraufhin wieder einmal eine Überholung der Air-Fences notwendig war. Erneut wurde die rote Flagge gezeigt, nach neun Runden des zweiten Rennteils folgte die nächste Unterbrechung.

Ziemlich genau 90 Minuten nach dem ersten Rennstart schalteten die Ampeln in Laguna Seca zum dritten Mal von rot auf grün, zwölf Runden waren noch zu fahren. Wieder einmal gelang den BMW-Piloten der beste Start, während Guintoli nicht gut wegkam. Davies ging als Erster in Kurve eins, gefolgt von Melandri, Guintoli, Sykes und Laverty. In der vierten Runde wagte Guintoli eingangs Start-Ziel einen Angriff auf Melandri, verbremste sich dabei jedoch und musste in der Folge Sykes passieren lassen.

Der Kawasaki-Pilot arbeitete sich in der Folge an Melandri heran und wagte in Runde sieben in der Schlusskurve eine Angriff, der erfolgreich war. Eine Runde später musste Melandri an gleicher Stelle auch Guintoli passieren lassen. Drei Runden vor dem Rennende spitzte sich der Kampf um die Führung zu. Sykes fuhr an Davies heran und wagte in Kurve zehn ein Manöver, das erfolgreich war. Damit stand der Sieg für den WM-Spitzenreiter fest.

Dahinter wagte Melandri zunächst einen Angriff auf Davies, der jedoch fehlschlug. In der Schlussrunde musste der Italiener dann auch noch Laverty ziehen lassen, der zuvor seinen Teamkollegen Guintoli überholt hatte. Das zweite Rennen wird heute um 23 Uhr MESZ gestartet.

Ergebnisse Superbike-WM Laguna Seca Race1:

1. Tom Sykes (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 16’55.703
2. Chaz Davies (BMW Motorrad GoldBet SBK) BMW S1000 RR 16’56.956
3. Eugene Laverty (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 16’58.157
4. Marco Melandri (BMW Motorrad GoldBet SBK) BMW S1000 RR 16’58.353
5. Sylvain Guintoli (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 16’59.133
6. Davide Giugliano (Althea Racing) Aprilia RSV4 Factory 16’59.287
7. Jules Cluzel (Fixi Crescent Suzuki) Suzuki GSX-R1000 17’04.837
8. Toni Elias (Red Devils Roma) Aprilia RSV4 Factory 17’06.955
9. Ayrton Badovini (Team Ducati Alstare) Ducati 1199 Panigale 17’09.843
10. Mark Aitchison (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 17’13.533
11. David Salom (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 17’13.713
12. Blake Young (Fixi Crescent Suzuki) Suzuki GSX-R1000 17’17.470
13. Michel Fabrizio (Pata Honda World Superbike) Honda CBR1000RR 17’17.790
14. Federico Sandi (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 17’28.540
15. Vittorio Iannuzzo (Grillini Dentalmatic SBK) BMW S1000 RR 17’29.970
16. Glen Allerton (Next Gen Motorsports) BMW S1000 RR 17’45.870

Text von Markus Lüttgens

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