© Infront - John Hopkins feierte seine Pole-Position schon vor Ablauf der Zeit

Die Superbike-Weltmeisterschaft steht Kopf: Wildcard-Starter John Hopkins mischt die etablierte Konkurrenz am Rennwochenende in Silverstone weiter auf. Nun hat sich der US-Amerikaner auch nocch sensationell die Superpole gesichert. Zuvor war „Hopper“ auf seiner Crescent-Suzuki, mit der er normalerweise in dier Britischen Meisterschaf startet, schon im ersten Freien Training und den Qualifikationssessions der Schnellste. In der entscheidenden Superpole führte dann auch kein Weg an ihm vorbei.

In den ersten beiden Teilen der Session gab der WM-Führende Carlos Checa (Althea-Ducati) noch das Tempo vor. Doch im entscheidenden dritten Teil schlug die große Stunde von Hopkins. Mit einer Zeit von 2:04.041 Minuten fuhr er die bisher schnellste Zeit des ganzen Wochenendes. In der Schlussphase leistete die Konkurrenz dann auch keine große Gegenwehr mehr. Und so konnte „Hopper“ seine Pole-Position schon bejubeln, während auf der Uhr noch die letzte Minute ablief. Der US-Amerikaner fuhr langsam um den Kurs und winkte den Fans, bevor er auf der Start-Ziel-Linie noch mit Wheelies feierte.

Startplatz zwei sicherte sich Yamaha-Pilot Eugene Laverty. Er hatte nur 27 Tausendstelsekunden Rückstand auf Hopkins, war aber auch schon vor Ablauf der Zeit wieder an die Box abgebogen. Aprilia-Werkspilot Leon Camier steht als bester Lokalmatador auf Startplatz drei. Sein Rückstand auf Hopkins betrug 0,262 Sekunden. WM-Spitzenreiter Checa wurde am Ende Vierter und steht so immerhin noch in der ersten Startreihe.

Startplatz fünf ging an Sylvain Guintoli auf der Liberty-Ducati. Der Franzose war als Letzter noch auf der Strecke, wurde aber für Hopkins auch keine Gefahr mehr. Yamaha-Pilot Marco Melandri steht neben ihm auf dem sechsten Platz vor Michel Fabrizio (Alstare-Suzuki). Noriyuki Haga komplettiert mit seiner Pata-Aprilia die zweite Startreihe. Der Japaner stürzte bereits auf seiner ersten Runde im dritten Teil der Superpole und hatte so keine Chance mehr auf einen besseren als den achten Platz.

BMW Werksfahrer Leon Haslam verpasste den Einzug in die dritte Superpole und damit die ersten beiden Startreihen um gerade einmal zwei Hundertstelsekunden. Der Brite, der im erste Superpole-Teil noch Vierter war, geht nun vom neunten Platz aus in die Rennen. Direkt neben ihm steht Markenkollege Ayrton Badovini aus dem BMW-Italia-Team. Der Italiener war im ersten Teil gestürzt, konnte aber mit der anderen Maschine weiterfahren und sich für den zweiten Teil qualifizieren. Dort belegte er den zehnten Platz.

Eine Enttäuschung war diese Superpole für Weltmeister Max Biaggi. Der aktuelle WM-Zweite stürzte bereits in den ersten Minuten. Als er sich wieder aus dem Kiesbett befreit hatte, gelang ihm die Qualifikation für den zweiten Teil. Doch dort konnte Biaggi nicht glänzen, am Ende reichte es bei ihm nur für den elften Platz. Mark Aitchinson komplettiert die dritte Startreihe als Zwölfter. Der Australier sorgte mit dem Einzug in die Superpole 2 für ein Erfolgserlebnis beim privaten Pedercini-Kawasaki-Team.

Für Jakub Smrz (Liberty-Ducati) war die Superpole bereits nach dem ersten Teil beendet. Er steht auf Startplatz 13. Rückkehrer James Toseland (BMW Italia) schied ebenfalls in der ersten Session aus und holte den 14. Platz . Rookie Maxime Berger (Supersonic Ducati), der in der Qualifikation noch mit Topplatzierungen überraschen konnte, musste sich mit Startplatz 15 begnügen vor Kawasaki-Lokalmatador Tom Sykes.

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Ergebnisse:

1. John Hopkins (Samsung Crescent Racing) Suzuki GSX-R1000 2’04.041
2. Eugene Laverty (Yamaha World Superbike Team) Yamaha YZF R1 2’04.068
3. Leon Camier (Aprilia Alitalia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 2’04.303
4. Carlos Checa (Althea Racing) Ducati 1098R 2’04.362
5. Sylvain Guintoli (Team Effenbert-Liberty Racing) Ducati 1098R 2’05.456
6. Marco Melandri (Yamaha World Superbike Team) Yamaha YZF R1 2’05.639
7. Michel Fabrizio (Team Suzuki Alstare) Suzuki GSX-R1000 2’05.997
8. Noriyuki Haga (PATA Racing Team Aprilia) Aprilia RSV4 Factory 2’04.627
9. Leon Haslam (BMW Motorrad Motorsport) BMW S1000 RR 2’05.091
10. Ayrton Badovini (BMW Motorrad Italia SBK Team) BMW S1000 RR 2’05.115
11. Max Biaggi (Aprilia Alitalia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 2’05.184
12. Mark Aitchison (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 2’06.238
13. Jakub Smrz (Team Effenbert-Liberty Racing) Ducati 1098R 2’05.400
14. James Toseland (BMW Motorrad Italia SBK Team) BMW S1000 RR 2’05.403
15. Maxime Berger (Supersonic Racing Team) Ducati 1098R 2’05.709
16. Tom Sykes (Kawasaki Racing Team Superbike) Kawasaki ZX-10R 2’06.304
17. Troy Corser (BMW Motorrad Motorsport) BMW S1000 RR 2’06.524
18. Alexander Lowes (Castrol Honda) Honda CBR1000RR 2’06.787
19. Joan Lascorz (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 2’06.895
20. Roberto Rolfo (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 2’07.482
21. Fabrizio Lai (Castrol Honda) Honda CBR1000RR 2’07.889
22. Jon Kirkham (Samsung Crescent Racing) Suzuki GSX-R1000

Text von Gerald Dirnbeck

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