Tom Sykes - © Kawasaki

© Kawasaki – Tom Sykes ließ sich in Magny-Cours die Butter nicht vom Brot nehmen

Vizeweltmeister Tom Sykes (Kawasaki) hat in Magny-Cours den Grundstein zum Gewinn seines ersten WM-Titels gelegt.

Mit zwei Siegen holte der Brite in Frankreich die Maximalpunktzahl und baute den Vorsprung in der Fahrerwertung weiter aus. Das Aprilia-Duo musste sich in beiden Läufen geschlagen geben. Durch Podestplätze in beiden Rennen wahrten Eugene Laverty und Sylvain Guintoli eine Minimalchance, die WM doch noch zu holen.

Vor dem WM-Finale in Jerez liegt Laverty 37 Punkte hinter Sykes. Teamkollege Guintoli, der die Fahrerwertung in der laufenden Saison lange Zeit anführte, hat 38 Punkte Rückstand. „Tom fuhr wie von einem anderen Planeten“, bemerkt Laverty gefasst. „Ich versuchte in den ersten Runden, den Anschluss zu halten, doch er machte aus den langsamen Kurven heraus zu viel Zeit gut. Am Ende lieferte ich mir mit Sylvain einen Kampf.“

„Ich mag solche Situationen in der Regel nicht, weil ich sehr viel Respekt für ihn empfinde und wir beide um den Titel kämpfen. Doch jeder Punkt ist zu diesem Zeitpunkt der Saison wichtig. Ich bin mit den beiden Ergebnissen zufrieden, auch wenn es unser Ziel war, den Rückstand zum Führenden zu verkürzen. Wir haben zwischen den beiden Rennen Verbesserungen erzielt. Ich war definitiv schneller, doch es reichte nicht. Jerez ist unsere letzte Chance, die Fahrer-Meisterschaft zu holen“, so Laverty.

Guintoli sorgt sich um seine Schulter
„Das zweite Rennen war spannend“, bestätigt Teamkollege Guintoli. „Ich hatte einen tollen Kampf mit Eugene. Es ist schade, dass wir nicht mit Tom mithalten konnten, der sehr schnell war.“ Beide Aprilia-Piloten gingen im zweiten Rennen zu Boden, wurden aber durch die rote Flagge dennoch auf den Positionen zwei und drei gewertet. „Ich hoffe, dass ich meine Schulter bei den Unfall nicht zu sehr beschädigt habe“, betont Guintoli.

„Mein Visier war voller Insekten und ich konnte die rutschigen Stellen auf der Strecken nicht sehen. Im ersten Rennen konnte ich mithalten und verlor nicht zu viel Zeit. In den letzten Runden versuchte ich, Tom zu überholen, doch dann kamen die roten Flaggen. Es ist wahr, dass es in Jerez schwierig wird, aufzuholen, doch rechnerisch sind wir noch im Rennen“, stellt der Franzose kämpferisch klar. „Deshalb kämpfe ich, bis die Meisterschaft vorbei ist.“

Sykes strebt weiter nach Perfektion
WM-Leader Sykes kommt mit einem beruhigenden Vorsprung nach Jerez. Doch auch Weltmeister Max Biaggi kam vor einem Jahr mit einem beruhigenden Polster zum Saisonfinale. Damals machte es der Römer extrem spannend, stürzte im ersten Lauf und kämpfte sich in Lauf zwei wieder vor, um den Titel mit einem halben Punkt Vorsprung zu holen. So viel Dramatik möchte Sykes vermeiden.

„Es ist toll, hier zwei Siege geholt zu haben“, berichtet der Kawasaki-Pilot. „Wir haben vor dem zweiten Rennen zwei kleine Änderungen am Motorrad vorgenommen. Wir streben noch immer nach Perfektion, dafür opfern wir unsere Leben. Wenn man am Limit ist, sind es kleine Änderungen, die große Wirkungen erzielen. Das Motorrad ließ sich heute gut fahren und die Rennen verliefen sehr gut.“

„Wenn die Bedingungen einem Motorrad und Fahrer entgegenkommen, muss man daraus den größtmöglichen Vorteil herausziehen. Magny-Cours war fantastisch für mich, das Motorrad und alle Leute von Kawasaki. Es war toll. Gegen Ende des zweiten Rennens tröpfelte es. Das war etwas schwierig, zu kontrollieren, auch wenn ich einen großen Vorsprung und nicht viel Druck hatte. Das Heck rutschte stark“, erklärt Sykes. „Wir haben noch ein bisschen Arbeit vor uns. Gut ist, dass wir in der gesamten Saison vorne oder in der Nähe der Spitze waren.“

Text von Sebastian Fränzschky

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