© worldsbk.com - Carlos Checa hat sich zum vierten Mal in dieser Saison die Pole-Position gesichert

Pünktlich zum Start der Superpole hörte es in Salt Lake City auf zu regnen. Die Strecke im Miller Motorsportpark war nass, trocknete aber kontinuierlich auf. Die Rundenzeiten sanken mit jedem Umlauf. Am Ende duellierten sich zwei Ducati-Piloten um die Pole-Position. Jakub Smrz (Liberty) fuhr die Bestzeit, doch Carlos Checa (Althea) war im letzten Moment noch schnell unterwegs. Der WM-Spitzenreiter konnte sich durchsetzen und schnappte sich in 1:58.315 Minuten die Pole-Position.

Smrz verpasste seine zweite Pole in der Superbike-WM um 0,075 Sekunden. Das Yamaha-Werksteam, das zuletzt in Monza einen Doppelsieg feierte, präsentierte sich in der Superpole stark. In den Trainings waren die beiden Motorräder nicht im Spitzenfeld zu finden. Marco Melandi musste die Strecke erst lernen. Mit Erfolg, wie Startplatz drei unterstrich. Teamkollege Eugene Laverty komplettierte die erste Reihe.

Sylvain Guintoli trug als Fünfter zur guten Mannschaftsleistung von Liberty-Ducati bei. BMW-Pilot Troy Corser reihte sich auf Platz sechs ein. Weltmeister Max Biaggi kam in seinem letzten Angriff von der Strecke ab und rollte in der nassen Wiese aus. Der Römer hatte alles unter Kontrolle, doch bei niedriger Geschwindigkeit kippte die RSV4 um und Biaggi lag am Boden.

Passiert ist dabei nichts. Der Weltmeister wurde durch den Zwischenfall auf Rang sieben zurückgereicht. BMW-Italia-Pilot Ayrton Badovini setzte seine Leistungssteigerung der letzten Wochen fort und zog Startplatz acht an Land.

In Superpole 2 mussten die Fahrer auf der rutschigen Strecke einiges riskieren, denn die Top 10 lagen innerhalb von einer Sekunde. Leon Haslam konnte das starke Ergebnis vom Vormittag nicht bestätigen. Der BMW-Pilot war nicht qualifiziert und stürzte in den letzten zwei Minuten. Die S1000RR war auf der rechten Seite voll Schlamm und Dreck, als der Brite in langsamer Fahrt zurück an die Box kam. Somit schaute nur Startplatz zwölf heraus.

Die Strecke trocknete immer mehr auf, weshalb die Zeiten in den letzten Minuten purzelten. Routinier Noriyuki Haga (Aprilia) verpasste knapp den Sprung in Superpole 3 und musste sich mit Rang neu begnügen. Auch Tom Sykes, der sich mit seiner Kawasaki in den Trainings gut präsentiert hatte, blieb hängen und wird am Montag von Platz zehn starten. Auch für Leon Camier, der Elfter wurde, war frühzeitig Feierabend.

Der 23-Jährige sorgte gleich zu Beginn des ersten Abschnitts für eine Schrecksekunde. Camier stürzte spektakulär per Highsider. Der Grund dafür waren kalte Reifen. Die Aprilia überschlug sich in der Wiese mehrmals und wurde stark beschädigt. Camier konnte die Szenerie unverletzt verlassen und stieg in der Box auf die Ersatzmaschine. Damit konnte sich der Brite in letzter Sekunde noch für Superpole 2 qualifizieren.

Einen herben Rückschlag erlebte die Castrol-Honda-Mannschaft, die den Miller Motorsportpark als offizielle Teststrecke nominiert hat. Im Vorfeld des Rennwochenendes testete das Team einige Tage in den USA, doch bereits in Superpole 1 war Schluss. Jonathan Rea verpasste denn nächsten Abschnitt um zwei Zehntelsekunden und wird am Montag von Platz 13 starten. Teamkollege Ruben Xaus reihte sich direkt dahinter ein.

Auch Suzuki-Speerspitze Michel Fabrizio schaffte die Hürde als 15. nicht. Der Italiener ist verkühlt in die USA geflogen und körperlich nicht ganz fit. Erwartungsgemäß konnte sich Yoshimura-Pilot Josh Waters ebenfalls nicht für Superpole 2 qualifizieren. Bei seinem zweiten Rennwochenende war der Australier um acht Zehntelsekunden langsamer als Camier, der im erfahrenen Alstare-Team fährt.

Joan Lascorz (Kawasaki) und James Toseland (BMW) waren nicht für die Superpole qualifiziert. Auch Mark Aitchison (Kawasaki), Maxime Berger (Ducati) und Roberto Rolfo (Kawasaki) nahmen nicht am Kampf um die Pole-Position teil. Diese fünf Piloten werden von den Plätzen 17 bis 21 die beiden Rennen starten.

Ergebnisse:
1. Carlos Checa (Althea Racing) Ducati 1098R 1’58.315
2. Jakub Smrz (Team Effenbert-Liberty Racing) Ducati 1098R 1’58.390
3. Marco Melandri (Yamaha World Superbike Team) Yamaha YZF R1 1’58.609
4. Eugene Laverty (Yamaha World Superbike Team) Yamaha YZF R1 1’58.860
5. Sylvain Guintoli (Team Effenbert-Liberty Racing) Ducati 1098R 1’59.069
6. Troy Corser (BMW Motorrad Motorsport) BMW S1000 RR 1’59.262
7. Max Biaggi (Aprilia Alitalia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 1’59.736
8. Ayrton Badovini (BMW Motorrad Italia SBK Team) BMW S1000 RR 1’59.827
9. Noriyuki Haga (PATA Racing Team Aprilia) Aprilia RSV4 Factory 2’00.303
10. Tom Sykes (Kawasaki Racing Team Superbike) Kawasaki ZX-10R 2’00.477
11. Leon Camier (Aprilia Alitalia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 2’00.643
12. Leon Haslam (BMW Motorrad Motorsport) BMW S1000 RR 2’01.127
13. Jonathan Rea (Castrol Honda) Honda CBR1000RR 2’03.232
14. Ruben Xaus (Castrol Honda) Honda CBR1000RR 2’03.382
15. Michel Fabrizio (Team Suzuki Alstare) Suzuki GSX-R1000 2’03.397
16. Joshua Waters (Yoshimura Suzuki Racing Team) Suzuki GSX-R1000 2’04.156
17. Joan Lascorz (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 1’50.195
18. James Toseland (BMW Motorrad Italia SBK Team) BMW S1000 RR 1’50.306
19. Mark Aitchison (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 1’50.646
20. Maxime Berger (Supersonic Racing Team) Ducati 1098R 1’50.717
21. Roberto Rolfo (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 1’51.586

Text von Gerald Dirnbeck

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