Tom Sykes  - © Kawasaki

© Kawasaki – Ex-Weltmeister Tom Sykes will 2015 erneut nach der Superbike-Krone greifen

Seit mittlerweile drei Jahren zählt Tom Sykes zur Elite der Superbike-WM. Der Brite führte Kawasaki nach langer Durststrecke zurück an die Spitze.

2011 holte er auf dem Nürburgring völlig überraschend den ersten Sieg. Richtig vorwärts ging es dann ab dem Jahr 2012, als das Einsatzteam wechselte. Sykes verpasste den WM-Titel gegen Max Biaggi (Aprilia) nur um einen halben Punkt. 2013 holte sich der 29-Jährige seine erste Weltmeisterschaft.

Im Vorjahr fehlten am Ende sechs Zähler auf eine erfolgreiche Titelverteidigung, nachdem es viele Stallorder-Diskussionen mit seinem Teamkollegen Loris Baz gegeben hatte. 2015 ist alles neu. Baz wechselte in die MotoGP und Jonathan Rea übernahm die zweite Ninja ZX-10R. Sykes startet einen neuen Angriff auf den WM-Titel. „Ich habe die Meisterschaft in zwei von drei Jahren verloren. Ich schiebe das auf Fehlkalkulationen anderer Fahrer, die uns das gekostet haben“, sagt Sykes gegenüber ‚Crash.Net‘.

Deswegen waren die Wintermonate auch nicht einfach. Sykes musste die WM-Niederlage von Katar verdauen, auch wenn der WM-Titel bei anderen Rennen (Stichwort Malaysia) verloren gegangen war. „Wenn es als Fahrer nicht deine Schuld ist, dann ist es sehr schwierig zu akzeptieren. Du hast das Ziel vor deinen Augen und dann schnappt es dir jemand weg“, gibt der Brite Einblicke in seine Gefühlswelt. „Das ist zumindest meine Auffassung.“

Für Sykes kann in diesem Jahr nur der WM-Titel das Ziel sein. Alles andere wäre eine Niederlage. „Ich muss weiterarbeiten und versuchen, den Titel zurückzuholen. Ich widme dieser Aufgabe mein komplettes Leben. Wenn dir dann ein anderen den Titel wegnimmt, ist es schwierig zu akzeptieren.“ In der anstehenden Saison ist vieles neu. Technisch gesehen wurde in der Superbike-WM abgerüstet und Sykes hat einen neuen Teamkollegen bekommen.

Für viele Beobachter zählt Rea ebenfalls zu den Titelkandidaten. Sykes könnte das nächste Stallduell erwarten. Darüber hinaus geht es zwischen den beiden Briten auch um die Ehre in ihrer Heimat. „Es liegt am Teammanagement, das zu kontrollieren. Im Vorjahr hatte ich keine Kontrolle, aber für Kawasaki ist es ein Bonus, dass wir jetzt zwei starke Fahrer haben“, sieht Sykes die Situation positiv. „Es wird interessant. Das Team wird im Laufe des Jahres mehr Möglichkeiten vorfinden.“

Offen ist die Frage, wie sich die Hackordnung unter dem neuen technischen Reglement gestalten wird. Ducati präsentierte sich bei den Wintertests in Jerez stark. Kawasaki hatte aber nichts vom Tempo eingebüßt. Dazu kommen Leon Haslam mit der Aprilia sowie die vermeintlichen Außenseiter Honda mit Weltmeister Guintoli sowie Crescent-Suzuki. Kawasaki spielte die technische Abrüstung nicht in die Karten, doch die Ninja konnte laut bisherigen Erkenntnissen konkurrenzfähig gemacht werden.

Sykes begrüßt die technische Abrüstung schon seit Monaten nicht: „Wir mussten Rückschritte machen“, findet er bei ‚Crash.Net‘. „Das ist aber Teil des Rennsports. Ich bin kein Fan dieser Änderungen, aber so ist es eben. Wir bei Kawasaki arbeiten hart, um das Beste aus unserer Situation zu machen.“ Mit 23 Siegen ist Sykes auf Platz acht der ewigen Bestenliste. Außerdem ist er mit 16 Podestplätzen in einer Saison der erfolgreichste Fahrer.

Text von Gerald Dirnbeck

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