Valentino Rossi, Jorge Lorenzo - © Yamaha

© Yamaha – Valentino Rossi und Jorge Lorenzo bestimmen in der MotoGP das Geschehen

Die Honda-Dominanz war gestern, in dieser Saison ist in der MotoGP wieder Yamaha die Marke, die es zu schlagen gilt. Nach einem Drittel der Saison führen Valentino Rossi und Jorge Lorenzo die WM-Wertung an.

Derzeit deutet vieles auf ein Duell der beiden Yamaha-Piloten um den WM-Titel hinaus, was bei vielen MotoGP-Piloten Erinnerungen an glorreiche Zeiten hervorruft.

Denn schon einmal, in der Saison 2009, kämpften Lorenzo und Rossi als Yamaha-Fahrer um den Titel in der MotoGP, nachdem Lorenzo im Jahr zuvor in die MotoGP aufgestiegen war. „Unser bester Zweikampf war 2009, wir hatten in einigen Rennen tolle Duelle“, erinnert sich Rossi an die damalige Zeit zurück. Und auch Lorenzo meint: „2009 war das Jahr des großen Duelle.“

Höhepunkt dieser Duelle war der Kampf um den Sieg beim Grand Prix von Katalonien 2009 in Barcelona, der zu den besten Rennen in der Geschichte der MotoGP gezählt wird. In den letzten Runden wechselte die Führung zwischen Rossi und Lorenzo teilweise in jeder Kurve, ehe der Italiener nach einem riskanten Überholmanöver in der letzten Kurve die Oberhand behielt.

Erinnerungen an die Schlachten des Jahres 2009
So war es auch am Ende der Saison 2009, in der sich Rossi seinen neunten und bisher letzten WM-Titel sicherte. „Damals hatte ich noch nicht so viel Erfahrung und war nicht konstant genug“, blickt Lorenzo auf die damalige Zeit zurück. „Ich machte viele Fehler und bin oft gestürzt. Ich hatte den Speed, wir waren sehr ähnlich.

Im Jahr darauf deutete bei den ersten drei Rennen alles auf eine Wiederholung des teaminternen Duells hin. „2010 ging es weiter, aber leider war ich verletzt“, erinnert sich Rossi. Im Training zum Grand Prix von Italien stürzte er und brach sich das Bein, weshalb er vier Rennen verpasste. „Es war also kein richtiger Zweikampf“, sagt Lorenzo, der sich am Ende der Saison 2010 seinen ersten MotoGP-Titel sicherte.

Während der Spanier in den folgenden Jahren weiter Siege errang, fuhr Rossi nach seinem Wechsel zu Ducati hinterher. Erst 2014 kam es zur Wiedervereinigung der beiden Teamkollegen. Doch während die erste Zusammenarbeit der beiden von Spannungen und gegenseitigem Misstrauen geprägt war, hat sich das Verhältnis zwischen Rossi anno 2015 deutlich entspannt.

Lorenzo: „Unsere Beziehung ist jetzt besser“
„Unsere Beziehung ist jetzt besser, denn unsere Positionen im Team sind akzeptiert“, sagt Lorenzo. „Wir arbeiten auch sehr gut, damit Yamaha das Motorrad verbessern kann.“ Auch Rossi bestätigt: „Die Atmosphäre im Team ist gut, weil alles klar ist. Es herrscht auch auf der Strecke guter Respekt.“

Die Früchte dieser besseren Zusammenarbeit ernten Rossi und Lorenzo in diesem Jahr auf der Rennstrecke, was die beeindruckende Bilanz von fünf Siegen bei den ersten sechs Saisonrennen unterstreicht. Das spiegelt sich auch in der WM-Wertung wider, wo Andrea Dovizioso (Ducati) als erster Verfolger bereits 29 Punkte Rückstand auf Lorenzo hat. Weltmeister Marc Marquez (Honda) liegt sogar schon 49 Punkte hinter dem WM-Führenden Rossi zurück.

Trotz dieses klaren Bildes will der die Konkurrenz im Kampf um den WM-Titel aber lange noch nicht abschrieben. „Die Motorräder sind je nach Strecke ausgeglichen. Deshalb kämpfen nicht nur Jorge und ich um den Titel, sondern vielleicht auch Ducati und Honda“, meint der Italiener. Ohnehin werde die WM jetzt noch nicht entschieden.

„Die WM wird sich erst in den letzten zwei oder drei Rennen entscheiden“, sagt Rossi. „Bis dahin muss man bei jedem Rennen das Maximum herausholen. An jedem Wochenende muss man alles geben, damit man auf dem Podium steht. Das oberste Ziel ist immer der Sieg, aber wenn das nicht möglich ist, muss man an die WM-Punkte denken.“

Text von Markus Lüttgens

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