© Yamaha - Melandri und Laverty müssen sich für 2012 einen neuen Arbeitgeber suchen

Am Montag platzte eine Bombe: Yamaha wird am Saisonende werksseitig aus der Superbike-WM aussteigen. Die Ankündigung kam überraschend, denn das Team ist sehr konkurrenzfähig und hat bislang fünf Rennen gewonnen. Marco Melandri liegt auf dem dritten und sein Teamkollege Eugene Laverty auf dem vierten WM-Rang. Beide sind Rookies in der Superbike-WM. Wie es mit den Fahrern weitergeht, ist derzeit komplett offen. Es besteht auch die Möglichkeit, dass ein Privatteam mit Yamaha-Material weitermacht. Mit einem ähnlichen Modell fährt Carlos Checa mit der Althea-Ducati-Mannschaft von Erfolg zu Erfolg.

Laverty hatte einen Zweijahresvertrag mit Yamaha, während sich der Kontrakt von Melandri automatisch verlängerte. „In meinem Vertrag, den ich im letzten Winter unterschrieben habe, gab es die Option der Verlängerung. Wenn ich am 31. Juli WM-Dritter wäre, verlängert sich der Vertrag automatisch“, wird Melandri von ‚Motosprint‘ zitiert. „Ich war glücklich, denn nach vier Jahren ständiger Veränderungen hatte ich endlich die Möglichkeit, zwei Jahre mit dem gleichen Motorrad zu fahren.“

„Leider muss ich mich jetzt nach einer anderen Alternative umsehen. Ich bin erschüttert, aber ich werde ein anderes Motorrad finden und weitermachen.“ Anhand seiner bisherigen Saison ist Melandri auf dem Fahrermarkt ein ganz heißes Eisen. Dazu kommt, dass Max Biaggi (40 Jahre) und Checa (38) auch nicht mehr viele Jahre fahren werden. Auch Laverty hat sich mit zwei Siegen und weiteren Podestplätzen gut in Szene gesetzt.

Trotzdem war es für den Iren ein Schock, dass sein Vertrag frühzeitig zu Ende geht. „Für mich war der Rückzug ein Schock. Das ist sehr enttäuschend für das gesamte Team. Wir sind eine Truppe toller Leute“, twitterte Laverty. Trotzdem ist seine Zukunftsperspektive positiv. „Ich habe noch die restliche Saison vor mir. Es ist jetzt wie ein Einkaufsfenster. Die Ankündigung ist erst kurz her, aber von den Gesprächen sieht es für die kommende Saison gut aus“, wird der 25-Jährige vom ‚Belfast Telegraph‘ zitiert. „MotoGP wäre eine andere Option, aber es ist schwierig dorthin zu kommen.“

Text von Gerald Dirnbeck

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