Aleix Espargaro - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Aleix Espargaro traut sich mit Aprilia in dieser Saison noch einiges zu

(Motorsport-Total.com) – In Silverstone sicherte sich Aleix Espargaro am vergangenen Wochenende sein zweites MotoGP-Podium und das erste für Aprilia in der modernen Ära.

Das Podest folgte auf Kommentare von Espargaro, dass Maverick Vinales‘ Ankunft bei Aprilia beweisen werde, dass er selbst einer der drei besten Fahrer in der MotoGP sei.

Nach seinem Erfolg beim Großbritannien-Grand-Prix darauf angesprochen, stellte der Aprilia-Pilot klar, was er genau damit meinte. „Ich habe nie gesagt, dass ich einer der drei besten Fahrer in der MotoGP bin“, klärt Espargaro auf. „Was ich gesagt habe, ist, dass ich in diesem Moment das Gefühl habe, dass ich auf einem sehr hohen Niveau fahre, unter den Top 3 in der aktuellen MotoGP-Klasse.“

„Ich glaube wirklich, dass es so ist. Aber das ist ein Sport, bei dem man auch ein gutes Motorrad haben muss, um es zu beweisen“, sagt der Spanier weiter. Auch wenn er sich mittlerweile in seiner bereits zehnten MotoGP-Saison befindet, habe er nie „ein wirkliches Top-Bike“ gehabt, um als Fahrer ganz vorne mitzureden.

Aleix Espargaro: „Haben noch kein Siegmotorrad“
Jetzt sei er mit Aprilia auf dem besten Weg dorthin. „Als Marc (Marquez; Anm. d. R.) mir im Qualifying (in Silverstone) folgte, dachte ich: Wow! In den letzten sechs, sieben Jahren war ich es, der ihm Tausende Mal hinterher fuhr“, erinnert sich Espargaro.

„Das ist neu für mich, aber macht mich natürlich sehr glücklich. Jetzt kommt es darauf an, nicht nachzulassen. Das Motorrad ist noch kein Siegmotorrad, aber wir befinden uns auf dem richtigen Weg. Silverstone ist eine schwierige Strecke und wir haben bewiesen, dass die Aprilia hier gut funktioniert. So müssen wir weitermachen.“

Der größte Schwachpunkt ist schnell ausgemacht: „Momentan beanspruche ich den Hinterreifen noch etwas mehr als die anderen, weil wir in der Beschleunigung immer noch Defizite haben. Deshalb muss ich das Gas früher öffnen als die anderen. Es gibt also noch Spielraum. Aber wir sind sehr zufrieden mit den Fortschritten.“

Aprilia-Pilot erinnert an verloren Podestchancen
Das Podium in Silverstone sei der beste Beweis. Zumal Espargaro hart dafür kämpfen musste. „Was mich besonders glücklich macht, ist, dass dieses Podium nicht in einem nassen Rennen oder durch einen Sturz zustande gekommen ist“, betont der Spanier.

„Wir haben in diesem Jahr schon bei vielen Rennen an die Tür geklopft“, blickt er zurück. „Das ist es, was mich glücklich macht, dass wir stark sind. Als der Motor in Le Mans ausfiel, war ich unter den Top 5. Als der Motor in Österreich ausfiel, war ich in einer für mich sehr schwierigen Situation ebenfalls sehr stark, und ich war überzeugt, dass ich auch dort um das Podium kämpfen konnte.“

„Ich bin mir sicher, dass wir ohne diese Motorprobleme in der Lage wären, um die ersten drei Plätze in der Meisterschaft zu kämpfen. Denn wenn man sich die Punkte ansieht, sind wir nicht so weit weg.“ Mit 83 Punkten liegt er derzeit auf Platz neun.

„Niemand ist schneller als ich – außer Quartararo“
Espargaro will das Momentum nutzen und seine starke Form in den nächsten Rennen bestätigen. „Ich weiß, dass es nicht einfach sein wird. Es ist nicht selbstverständlich, dass ich in jedem Rennen ums Podium kämpfen werde. Aber ich denke, wir sind näher dran als je zuvor“, zeigt er sich vor Aragon, Misano und Co. kämpferisch.

„Und wie ich schon sagte, denke ich, dass jeder Fahrer in der MotoGP im Moment auf einem ähnlichen Level ist, außer Fabio (Quartararo), der einen Schritt voraus ist. Aber ich sehe niemanden, der im Moment schneller ist als ich, abgesehen von ihm. Also werde ich hoffentlich auch bei den nächsten Rennen auf dem Podium stehen.“

Text von Juliane Ziegengeist, Co-Autor: Lewis Duncan

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