Jorge Lorenzo - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Jorge Lorenzo besucht die Rennen immer noch regelmäßig

(Motorsport-Total.com) – In den vergangenen drei, vier Jahren hat in der MotoGP ein großer Generationenwechsel stattgefunden.

Dani Pedrosa, Jorge Lorenzo, Valentino Rossi und Andrea Dovizioso haben ihre Karrieren beendet.

Mit Fabio Quartararo, Francesco Bagnaia, Joan Mir, Enea Bastianini, Jorge Martin, um einige Namen zu nennen, haben neue Fahrer das Zepter übernommen. Lediglich Marc Marquez ist von der „älteren“ Superstar-Generation noch dabei.

Als dreimaliger MotoGP-Weltmeister ist Lorenzo immer noch bei vielen Rennen vor Ort und analysiert das Geschehen im spanischen Fernsehen. Parallel dazu fuhr der 35-Jährige die Saison im italienischen Porsche-Cup, den er in der Meisterschaft als 14. abschloss.

Zur aktuellen MotoGP hat Lorenzo eine klare Meinung: „Es geht sehr konkurrenzfähig zu. Mit Ausnahme von Honda haben alle Motorräder Rennen gewonnen. Viele Fahrer kämpfen vorne mit, aber es fehlt die klare Führungspersönlichkeit, die mit Autorität gewinnt.“

Für Lorenzo fehlt das klare Aushängeschild des Sports. Er erlebte eine Phase, in der er mit Casey Stoner und Pedrosa den Sport dominiert hat. Dazu gab es natürlich Superstar Rossi und anschließend den aufstrebenden Marquez.

„Das ist ein Faktor, der der Meisterschaft Wichtigkeit verleiht“, findet Lorenzo im Gespräch mit der italienischen Edition von ‚Motorsport.com‘. „Es fehlen auch Fans, die hinter den Fahrern stehen. Sie sind sie noch nicht gewöhnt.“

„Die Aerodynamik spielt auch eine große Rolle, denn sie verhindert Überholmanöver. Es fehlen einfach die Charaktere. Die gegenwärtigen Fahrer haben nicht den Charakter, den wir vier, fünf Fahrer damals hatten.“

Aber wer imponiert Lorenzo von der gegenwärtigen Generation? „Ich denke, Bagnaia, Martin und Quartararo haben Aspekte von mir. Deswegen würde ich sagen, ein Mix dieser drei Fahrer. Bagnaia fährt sehr elegant, sehr präzise. Seine Linien sind sehr rund.“

„Martin ist in den ersten Runden sehr explosiv, so wie ich mit der Yamaha und der Ducati war. Und Quartararo fährt die Yamaha so, wie ich sie sehr lange gefahren bin. Sein Fahrstil und wie er sich auf dem Motorrad ausdrückt, ist mir sehr ähnlich.“

Vor seinen drei MotoGP-Titeln wurde Lorenzo zweimal in der 250er-Klasse Weltmeister. Klassenübergreifend hat er 68 Rennen gewonnen, womit er in der ewigen Bestenliste auf dem sechsten Platz ist.

Text von Gerald Dirnbeck, Co-Autor: Gianluca Marchese

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