Marc Marquez - © Michelin

© Michelin – Marc Marquez konzentrierte sich
zum Abschluss des Tests auf die Rennpace

MotoGP-Weltmeister Marc Marquez spulte am letzten Tag der Wintertestfahrten in Katar mit 75 Runden ein enormes Pensum ab. „Wir arbeiteten an unserer Rennpace.

Das ist schließlich der wichtigste Aspekt“, hält der Spanier fest. Sein längster Versuch ging am Abend bei Flutlicht über elf Runden. Dabei fuhr Marquez konstant niedrige bis mittlere 1:55 Minuten. Seine Bestzeit von 1:54.591 Minuten stellte er anschließend in einem kürzeren Run auf. Diese Zeit brachte ihn auf den sechsten Platz mit 0,562 Sekunden Rückstand.

Vor allem Marquez und Cal Crutchlow klagten über den Vorderreifen. Beide bremsen sehr spät und hart. Dadurch wird der Vorderreifen extrem belastet. Die harte Mischung ist für die Bremsphase optimal, aber damit ist das Einlenkverhalten am Kurveneingang nicht gut. Die weichere Variante lenkt zwar, ist für die Bremse aber zu weich. An diesem Aspekt will Honda noch bis zum Rennwochenende arbeiten.

„Keiner der Vorderreifen passt zu meinem Fahrstil“, gibt Crutchlow zu Protokoll. „Aber insgesamt sind wir mit unserer Performance zufrieden. Ich bin einmal zwölf Runden am Stück gefahren und war happy.“ Crutchlow blieb bei diesem Versuch bei mittleren 1:55 Minuten und war damit eine Spur langsamer als Marquez. In seiner schnellsten Runde, die der Brite auch in einem kurzen Run aufstellte, wurde er mit 1:54.457 gestoppt. Das bedeutete am Ende des Tages Platz vier.

„Im Trockenen sind meine Gefühle für das Motorrad recht positiv“, zieht Crutchlow ein positives Fazit. „Aber wir müssen uns definitiv noch verbessern. Zumindest hat das Team genügend Informationen, um in den nächsten Wochen mit Honda an der Situation zu arbeiten. Mein Gefühl für die Frontpartie ist nicht perfekt, aber ich war den ganzen Tag über konstant schnell.“ Bei allen Wintertests war Crutchlow in die Testarbeit des Werksteams eingebunden und evaluierte für HRC verschiedene Komponenten.

Pedrosa riskiert wegen Schmerzen nichts
Dani Pedrosa litt am Freitag und Samstag unter den Nachwirkungen seines heftigen Sturzes vom ersten Tag. Die linke Hand schmerzte, weshalb er weniger Runden fuhr, keinen richtig langen Longrun abspulte und generell nicht ans extreme Limit ging. Den finalen Tag beendete der Routinier mit 0,745 Sekunden Rückstand auf dem elften Platz. „Meine Wintertests waren recht positiv“, zieht der Spanier Bilanz. „Mit meiner Pace und unserer Arbeit bin ich recht zufrieden. Ich war fast bei allen Bedingungen konkurrenzfähig. Das ist positiv.“

Auch wenn der Losail-Kurs für Honda keine einfache Strecke ist, lief es für Pedrosa „generell recht gut“. „Ducati ist hier sehr schnell, aber wir haben unsere Pace etwas verbessert. Wir sind momentan hier nicht so schnell, aber wir haben gut gearbeitet. Man hat hier auch gesehen, dass sich die Streckenverhältnisse zwischen Grip und keinem Grip rasch ändern können. Wir lernen viel über diese Dinge.“

Marquez feierte 2014 seinen einzigen Sieg in Katar. Dazu kommen zwei dritte Plätze. Pedrosa konnte auf dieser Strecke noch nicht gewinnen. Drei dritte und ein zweiter Rang sind seine besten Ergebnisse. Allerdings verpasste er in den vergangenen drei Jahren die Siegerehrung. Crutchlow stand auf diesem Kurs noch nie auf dem Podest. Zudem schied er in den vergangenen beiden Jahren aus.

Text von Gerald Dirnbeck

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