Aleix Espargaro - © Dorna Sports

© Dorna Sports – Seinen ersten Sieg feierte Aleix Espargaro in Argentinien überschwänglich

(Motorsport-Total.com) – Seit Aleix Espargaros umjubeltem Triumph beim Grand Prix von Argentinien in Termas de Rio Hondo sind alle 24 Piloten, die in diesem Jahr in der MotoGP-Klasse antreten, auch Grand-Prix-Sieger.

Espargaro war bis Sonntag noch ohne Sieg dagestanden, denn in den WM-Klassen unterhalb der Königsklasse hatte der Spanier nie ein Rennen gewonnen.

Die Erlösung in Form des ersten Sieges kam für Espargaro ausgerechnet bei seinem 200. MotoGP-Rennen. Daran wird er sich zum einen natürlich aufgrund der Szenen vom Sonntag in Termas de Rio Hondo für den Rest seines Lebens erinnern.

Aber auch aus einem anderen Grund wird Espargaro seinen ersten Grand-Prix-Sieg nicht mehr vergessen. Denn das Datum 3. April 2022 hat er sich in dieser Woche auf beiden Handgelenken tätowieren lassen.

„Vorher hatte ich daran geglaubt, gewinnen zu können. Jetzt weiß ich, dass ich gewinnen kann“, sagt Espargaro am Donnerstag in Austin in Vorbereitung auf das erste Rennen, dass nun auch er als ein Grand-Prix-Sieger in Angriff nehmen wird.

„Es war kein Zwang, gewinnen zu müssen“, denkt der Aprilia-Pilot zurück und ordnet ein: „Ich bin ein sehr glücklicher Mensch. Mein Traum war es, eine Familie zu haben. Die habe ich und es ist großartig. Was ich beruflich tue, ist meine Leidenschaft. Ich fahre ein Motorrad. Ob ich ein Rennen als Sieger beende oder nicht, ändert nichts am großen Ganzen. Ich wusste aber, dass ich es schaffen kann und das hat mir das nötige Selbstvertrauen gegeben, es tatsächlich zu erreichen.“

Genau wie sein jüngerer Bruder Pol Espargaro, so gilt auch Aleix Espargaro grundsätzlich als ein fröhlicher und positiv denkender Mensch. „Ich hatte während der zurückliegenden zwei Jahre immer ein gutes Gefühl und war überzeugt, besser als je zuvor zu fahren“, bestätigt der Aprilia-Pilot.

„Als ich sagte, dass ich einer der besten Fahrer sei, habe ich das wirklich geglaubt“, so Aleix Espargaro und weiter: „Sicher, jeder Fahrer denkt so. Ich aber habe das nicht nur gesagt, um es zu sagen. Ich habe es wirklich geglaubt. Doch dieses Gefühl allein genügt eben nicht. Du brauchst auch ein gutes Bike. Und Aprilia hat mir für dieses Jahr ein richtig gutes Bike hingestellt. Dank des Speeds, den wir haben, rechne ich mit einer richtig guten Saison für uns.“

Mit seinem Premierensieg am vergangenen Wochenende hat Aleix Espargaro auch erstmals die Führung in der MotoGP-Gesamtwertung übernommen. Und auch für Aprilia ist es das erste Mal, dass ein Fahrer die Punktewertung in der Königsklasse der Motorrad-WM anführt.

„Das hört sich richtig gut an“, sagt Espargaro zur WM-Führung, geht aber nicht davon aus, dass die kommenden Rennen für ihn und Aprilia jetzt zwingend einfacher werden: „Das Feld ist in diesem Jahr extrem ausgeglichen. Ein Rennen zu gewinnen ist in diesem Jahr vielleicht nochmals schwieriger als es das ohnehin schon ist.“

Wie die weitere Saison im Detail verlaufen wird, bleibt abzuwarten. Aprilia droht bei weiteren Erfolgen der Verlust der im Reglement festgeschriebenen Konzessionen (mehr Motoren, mehr Testfahrten) für die Saison 2023. Momentan genießt der italienische Hersteller diese Vorteile als einziger der sechs Hersteller im MotoGP-Feld.

An diesem Wochenende wird auf dem Circuit of The Americas in Austin gefahren. Und zumindest dort lief es für Espargaro und Aprilia zuletzt überhaupt nicht rund. Im Verlauf des Rennwochenendes 2021 (damals im Oktober) hatte Espargaro nicht weniger als fünf Stürze zu beklagen.

Text von Mario Fritzsche, Co-Autor: German Garcia Casanova

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