Casey Stoner - © Repsol

© Repsol – MotoGP-Tests, wie hier für Honda, bereiteten Casey Stoner keine Freude

(Motorsport-Total.com) – Vor etwas mehr als neun Jahren fuhr Casey Stoner sein bisher letztes MotoGP-Rennen.

Gedanken an eine Rückkehr vergeudet der mittlerweile 36 Jahre alte Australier nicht mehr.

Die Teilnahme an Rennen reizte Stoner ohnehin nie so sehr. Das Verwalten der Reifen und der zur Verfügung stehenden Treibstoffmenge raubte Stoner den Spaß. Die Qualifyings hingegen machten dem zweimaligen MotoGP-Champion große Freude.

„Das Qualifying ist wohl der einzige Moment, an dem ich das Gefühl habe, noch einmal fahren zu wollen“, gesteht Stoner. „Ich habe den Renntag nie besonders genossen, wenn ich ehrlich sein soll. Manchmal war es gut, wenn alles nach Plan lief. Doch wenn man am Limit fährt, dann unterlaufen schnell Fehler und ich hatte das immer im Kopf. Ich wollte keine Fehler machen.“

„Ich habe nicht den Wunsch und Willen, wieder Rennen zu bestreiten. Ich genoss an den Wochenenden aber die Trainings und die Qualifyings“, berichtet Stoner und stellt klar: „Die Tests machten mir auf jeden Fall keinen Spaß.“

Im Qualifying ans Limit zu gehen war für Stoner das beste Gefühl. „Es hat mir Spaß gemacht, eine oder zwei Runden lang so hart wie nur irgendwie möglich zu fahren. Es hat mich mehr begeistert, wenn man auf eine Runde alles rausholen konnte. Das fand ich besser als ein Rennen zu gewinnen“, bemerkt Stoner.

„In den Rennen muss man immer die Reifen und den Sprit im Auge behalten. Man kontrolliert dann diese Dinge. Wenn man so hart wie möglich attackiert und dabei stürzt, dann sieht man wie ein Trottel aus“, weiß Stoner, der die Erfahrung machen musste, in der Aufwärmrunde zu stürzen.

Langzeitrivale Jorge Lorenzo blieb Stoner nachhaltig im Gedächtnis. Mit seinen aggressiven ersten Runden und den danach konstant schnellen Runden erarbeitete sich der Spanier Stoners Wertschätzung. „Vor Jorge hatte ich immer sehr viel Respekt. Er konnte immer eine schnelle Runde nach der nächsten fahren“, staunt Stoner.

„Es bereitet mir Freude, wenn ich Dominanz beobachten kann“, erklärt der Australier. „Die Leute sehen das anders und wünschen sich Zweikämpfe. Doch wenn ein Fahrer dominieren kann, dann habe ich viel größeren Respekt vor ihm. Das sehe ich lieber als einen Fahrer, der eine schnelle Runde raushaut und im Rennen dann nicht konstant ist.“

Text von Sebastian Fränzschky

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