Zu Beginn des Jahres dreht sich in der Rallye-Welt traditionell alles um die Rallye Dakar. Die Langstrecken-Rallye gehört zweifelsfrei zu den bedeutendsten Rennen ihrer Art. Rund um das ehemalige Paris-Dakar ist ein Mythos entstanden, der die Menschen weit über die Grenzen des Rallyesports hinaus in seinen Bann zieht. Ganz gleich, ob PKW, LKW oder Enduro – das Rennen über Stock und Stein verlangt den Teilnehmern alles ab. Doch neben der Rallye Dakar gibt es noch auch noch ein paar weitere legendäre Rallye Raids für Enduro und Co. Wir stellen die Monumente des Rallyesports vor.

Der Mythos Dakar

Nach wie vor ist die Rallye Dakar das Nonplusultra im Rallyesport. Auch wenn von der ursprünglichen Version nicht viel mehr als der Name geblieben ist, zieht das Langstreckenrennen nach wie vor hunderttausende Menschen in seinen Bann. Die Rallye Dakar umweht ein ganz eigener Mythos, der auf den Herausforderungen und Gefahren des Rennens fußt. Ende des Jahres 1978 wurde das Event zwischen der französischen und der senegalesischen Hauptstadt erstmals ausgetragen. Während bei der ersten Ausgabe lediglich PKW und Motorräder an den Start gingen, sind seit der zweiten Auflage auch LKW mit am Start. Von 2009 bis 2019 wurde die Rallye Dakar in Südamerika ausgetragen und seit 2020 findet das Rennen in der Wüste von Saudi-Arabien statt – das gilt auch wieder für die aktuelle Ausgabe.

Nachhaltiges Racing beim Africa Eco Race

Nachdem die Rallye Dakar 2009 nach Südamerika abgewandert ist, haben sich neue Veranstalter gefunden, die weiterhin ein Rennen auf dem afrikanischen Kontinent veranstalten. Dabei steht bei dem Africa Eco Race vor allem der Nachhaltigkeits-Aspekt im Vordergrund. Dem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur wird unter anderem dadurch Rechnung getragen, dass beispielsweise alle Begleitfahrzeuge mit Solarenergie betrieben werden oder dass überwiegend mit lokalen Unternehmen zusammengearbeitet wird. Das Africa Eco Race führt von Marokko über Mauretanien bis in den Senegal nach Dakar. Die Motorradklasse wurde in den vergangenen Jahren von den Italienern dominiert.

Quer durch Mexiko beim Baja 1000

Auch wenn das Baja 100 Ende der 1960er Jahre als Buggy- bzw. Käfer-Rallye entstand, gehört das Rennen durch Mexiko mittlerweile auch bei Motorrad- und Enduro-Fans zu den großen Rallye-Monumenten. Vom Startpunkt Ensenada bis zum Ziel in Cabo San Lucas müssen über 1000 Meilen durch Mexiko zurückgelegt werden – daher auch der Name Baja 1000. Das Rennen gilt neben der Rallye Dakar als anspruchsvollste und gefährlichste Rallye Raid der Welt. Im Gegensatz zu diesem Pendant gehen bei der Baja allerdings überwiegend private Fahrer an den Start. Angelehnt an die Baja 1000 findet mit der Baja Europe mittlerweile auch eine europäische Version statt.

Silkway Rallye nun auch mit Enduros

Die Silkway Rallye führt, wie ihr Name schon anklingen lässt, entlang der historischen Seidenstraße durch Russland und andere Mittelasiatische Staaten. Erstmals ausgetragen wurde die „kleine Rallye Dakar“ im Jahr 2009. Zehn Jahre später ging auch das erste Mal die Motorrad-Klasse an den Start. Bei der Premiere setzte sich der Brite Sam Sunderland auf seiner KTM durch. 2020 ging es von Sibirien über 5000 km bis in die Mongolei. Die Tagesdistanzen von bis zu 600 km verlangen den Fahrern im fernen Osten alles ab.

Offroad-Rallyes verlangen den Piloten alles ab

Ganz gleich, ob nun Rallye Dakar, Africo Eco Race oder Silkway Rallye – den Piloten wird auf ihren Enduros alles abverlangt. Im Gegensatz zu ihren Kollegen im Pkw oder Lkw sind die Motoradfahrer komplett auf sich allein gestellt. Viele erfahrene Rallye-Piloten sprechen immer wieder davon, dass es nicht nur die körperlichen Anstrengungen sind, die sie an die Belastungsgrenze bringen, sondern auch die psychische Komponente. Bei den mehrtägigen Rallyes gehen die Fahrer bis an ihr Äußerstes.

Rallyesport erfreut sich großer Popularität

Rallyes und andere Offroad-Rennen haben in der Motorsportwelt vielleicht noch nicht das Standing der Formel 1 oder MotoGP, allerdings ziehen Rallye Dakar, Baja 1000 und Co. jährlich Hundertausende an die Strecken. Das gilt auch für die USA. Derzeit ist die NASCAR hier noch eine der größten Rennserien. Sie zählt auch bei den Sportwetten zu den gefragtesten Wettmärkten. In der kommenden Saison bespielsweise gilt Kyle Larson mit einer Quote von 3,75 zu den Topfavoriten auf den Gesamtsieg. Ihre Popularität zieht die Rennserie einerseits aus ihrer langen Geschichte und andererseits aus den actionreichen Rennen. Aber auch wenn NASCAR nach wie vor von oben thront, wächst auch in den Vereinigten Staaten die Lust an Offroad-Rallyes. Vor allem dann, wenn die großen Renn-Events anstehen.

Die Enduro gehört nach wie vor zu den liebsten Motorradarten bei den Fans der Zweiräder. Die Freiheit sich über Stock und Stein auch abseits der asphaltierten Wege bewegen zu können, reizt Einsteiger wie alte Hasen gleichermaßen – und nicht wenige träumen insgeheim sicher von einem Start bei einer der legendären Rallyes.

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